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Schulsozialarbeit auf digitalen Wegen

In Molbergen hat Schulsozialarbeiterin Daniela Aumann auch in Coronazeiten ein offenes Ohr für alle Schüler. Dabei müsse man allerdings viel Kreativität an den Tag legen.

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Schafft in Coronazeiten digitale Angebote: Daniela Aumann arbeitet seit 2015 an der Anne-Frank-Schule. Foto: Schrimper

Schafft in Coronazeiten digitale Angebote: Daniela Aumann arbeitet seit 2015 an der Anne-Frank-Schule. Foto: Schrimper

In den Gängen der Anne-Frank-Schule in Molbergen ist es still geworden. Von den insgesamt 549 Oberschülern befinden sich bis auf die Abschlussjahrgänge 9 und 10 derzeit alle im Homeschooling. Eine ungewohnte Situation – auch für Schulsozialarbeiterin Daniela Aumann, die sich seit 2015 darum kümmert, dass das Miteinander an der Schule funktioniert, Streitigkeiten geklärt werden und vertrauensvoll über Probleme gesprochen werden kann. Mit der Coronapandemie und den veränderten Rahmenbedingungen hat sich der Alltag der 32-Jährigen stark verändert. Um den Kontakt zu den Schülern aufrechtzuerhalten, sei nun noch mehr Kreativität gefragt, sagt Aumann.

Zu den Angeboten, die die Schulsozialarbeiterin macht, gehört unter anderem das Format "Digitale Pause". Per Videokonferenz kann im Klassenverband gemeinsam Zeit verbracht, gespielt oder gequatscht werden. Das komme bei den Schülern gut an, sagt Aumann. Gespielt werde etwa Stadt-Land-Fluss oder Lippenlesen. Auch Rätsel seien beliebt. Jeden Vormittag für eine Stunde finde die digitale Pause statt – jeweils für einen Klassenverband.

Die 32-Jährige hat zudem ein „Padlet“, eine digitale Pinnwand erstellt, auf der sich Tipps für die Homeschooling-Zeit finden: Tipps gegen Langeweile – mit und ohne Internet, Ratschläge zur Selbstorganisation, Hilfe bei Problemen und vieles mehr. Um den Tagesablauf zu strukturieren, rät sie, sich Pausen zu setzen.

Gespräche beim Spazierengehen

"Ich versuche, die Schüler mit einzubinden", so Aumann. Zum Valentinstag hat sie mit den Schülern digitale Valentinskarten gestaltet, die über die Schulplattform IServ verschickt werden konnten. In einem digitalen Newsletter meldet sich Aumann zu besonderen Themen zu Wort.

Probleme, über die es zu sprechen gilt, gebe es auch in der Homeschooling-Zeit, so Aumannn. Auch dafür biete sich das Format der Videokonferenz an, an der nur die Schulsozialarbeiterin und derjenige Schüler, der etwas auf dem Herzen hat, teilnehmen. "Das ist ein schöner Aufwand, so mit den Schülern in Kontakt zu treten."

Nicht digital, sondern ganz analog ist das Angebot "Walk and talk": Hierbei können sich Schüler einzeln mit ihr auf einen Spaziergang – etwa im nicht weit entfernten Dorfpark – verabreden und dabei über Probleme oder Schwierigkeiten sprechen. "Bei dem schönen Wetter bietet sich das an", betont die Schulsozialarbeiterin.

"Es ist schwieriger, wenn die Schüler nicht hier sind“, so Aumann, – "und trotzdem kann man jeden Schüler erreichen." Wichtig sei auch der Austausch mit Lehrerin und Berufskollegen von anderen Schulen, so Aumann, die ihre Ideen gerne teilt und offen für neue Impulse ist.

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