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Schüler sind auf gelben Spuren sicher unterwegs

In einer gemeinsamen Aktion mit der örtlichen Polizei wurde in Peheim das richtige Verhalten auf dem Schulweg geübt. Die Schule wünscht sich eine Fußgängerampel.

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Die Kinder durften unter Anleitung von Polizeikommissarin Marina Gunz selber zur Sprühdose greifen und die Markierungen aufbringen. Foto: Vorwerk

Die Kinder durften unter Anleitung von Polizeikommissarin Marina Gunz selber zur Sprühdose greifen und die Markierungen aufbringen. Foto: Vorwerk

Neongelbe Fußspuren leuchten seit dieser Woche auf den Geh- und Radwegen rund um die Grundschule in Peheim. Zusammen mit Polizeikommissarin Marina Gunz haben die Kinder die Farbe mittels einer Schablone aufgetragen und dabei gleichzeitig etwas über den sicheren Schulweg gelernt. Und der ist in Peheim gar nicht so einfach zu beschreiten.

Viele der Mädchen und Jungen kommen aus dem neuen Baugebiet und sie müssen die Landesstraße überqueren, um die Schule zu erreichen. Der sicherste Weg ist die Ampel an der großen Kreuzung, doch das bedeutet einen Umweg von über 500 Metern. Stattdessen wünscht man sich schon seit Langem eine so genannte Dunkelampel, die auf Anforderung den Straßenverkehr anhält. "Es sind für das Straßenbauamt in Lingen aber zu wenig Verkehrsbewegungen, um eine solche Ampel zu rechtfertigen. Deshalb wurde der Antrag bislang abgelehnt", erklärte Andreas Unnerstall als Allgemeiner Vertreter des Molberger Bürgermeisters die Situation.

Geschwindigkeit soll kontrolliert werden

Man sei aber weiterhin an dem Thema dran und habe im vergangenen Jahr erreicht, dass im Bereich vor Schule und Kindergarten Tempo 30 gelte. "Vom Landkreis haben wir überdies die Zusage, dass die Geschwindigkeit dort regelmäßig überwacht werden soll", so Unnerstall. Darüber hinaus mache man sich Gedanken, wie eine weitere Verbesserung der Sicherheit erreicht werden könne.

Der kürzeste Weg ist für Kinder immer verlockend. Doch der führt aus dem jüngsten Baugebiet nur gut zehn Meter hinter der Ortseingangstafel auf den Radweg. Wer dort über die Straße geht, kommt auf die Straße "Zum Sportzentrum", wo auch der Schulbus hält. In der Summe die ungeeignetste Stelle, um die Fahrbahn zu kreuzen. Und deshalb sprüht die Polizistin auch ein dickes Kreuz auf den Asphalt. "Sagt euren Eltern, dass ihr hier nicht langgehen dürft", ermahnt sie den Nachwuchs. 

Eine Haltelinie hat sie auch auf den Fußweg gezeichnet, denn auch auf dem Radweg können Verkehrsteilnehmer flott unterwegs sein. Von dort aus zieren nun die kleinen Abdrücke den Weg in Richtung Ortsmitte und gegenüber der Schule einen Punkt, an dem die Kinder die Straßenseite wechseln können. Natürlich erst, nachdem sie sich vergewissert haben, dass von links und rechts kein Verkehr kommt.

Schülerlotsen könnten eine Zwischenlösung sein

Mit der Visualisierung schafft es die Polizeikommissarin, dass sich die Mädchen und Jungen den Weg besser einprägen können und die Farbe sollte auch einige Monate auf dem Pflaster zu sehen sein. Die Mehrheit der Schülerinnen und Schüler kommt zu Fuß oder mit dem Fahrrad, teilweise in Begleitung der Eltern. Und ein großer Teil von ihnen wohnt jenseits der Landesstraße.

Da eine sichere Querungshilfe noch nicht in Sicht ist, könnte sich Schulleiterin Karin Riesenbeck übergangsweise auch einen Lotsendienst vorstellen. Viele Eltern würden ihre Kinder zur Schule bringen. Wenn die Mütter und Väter 15 Minuten ihrer Zeit erübrigen würden, könnten sie als Schülerlotsen fungieren, so ihre Überlegung. Wenn sich genügend Freiwillige finden würden, wäre jeder vielleicht einmal im Monat an der Reihe. 

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