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Schüler lernen, wie sie Netztrolle und Fake News erkennen

Die Jugendlichen der Holdorfer Georg-Kerschensteiner-Schule haben hierfür einen Workshop gemacht. Denn gerade in Krisenzeiten ist es wichtig, Gefahren zu erkennen und abzuwehren.

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Eine Straßenszene wird für ein aufklärendes Video aufgenommen. Das Thema: „Catcalling. Foto: Vollmer

Eine Straßenszene wird für ein aufklärendes Video aufgenommen. Das Thema: „Catcalling. Foto: Vollmer

Kritisch sein und nicht alles glauben, was es bei Instagram, Facebook, TikTok, Twitter oder bei WhatsApp, Signal oder Telegram so zu sehen und zu hören gibt. Wie es gelingen kann, bei der Flut von Informationen die Spreu vom Weizen zu trennen, Fake News von seriösen Nachrichten zu unterscheiden, dabei sollte den Schülerinnen und Schülern der neunten und zehnten Klassen an derHoldorfer  Georg-Kerschensteiner-Schule (GKS) ein 3-tägiger Workshop mit  Referenten der Konrad-Adenauer-Stiftung helfen.

Unter der Überschrift „Extrem im Netz – Gefahren erkennen und abwehren“ machten die Fachjournalisten die Heranwachsenden mit Gesetzen und Regeln im Netz bekannt, erklärten ihnen, wie man Fake News, extremistische Texte und Tricks für Anwerbeversuche erkennen kann. Wie mit diesen umzugehen ist, erfuhren die Schüler im Gedankenaustausch.

Sie sind nun sicherer im Netz unterwegs: die Holdorfer Schülerinnen Leni Meyer (links) und Maxine Echtermann. Foto: VollmerSie sind nun sicherer im Netz unterwegs: die Holdorfer Schülerinnen Leni Meyer (links) und Maxine Echtermann. Foto: Vollmer

Für die jungen Holdorferinnen und Holdorfer war durchaus neu, was ihnen die sechs Referenten während des Seminars in Kleingruppen mitzuteilen hatten. Das Ziel: Die Schülerinnen und Schüler sollten an Beispielen erkennen, was legal und was illegal ist. Ob und welche Informationen sie reposten können. Dazu gehört auch die Technik, wie Bilder mit der Rückwärtssuche auf ihren Ursprung zu überprüfen sind.

Als Faustregel gelte, dass in Gruppenchats unter 30 beteiligten Personen die Privatsphäre zu beachten ist und weder Bilder noch Texte nach außen gegeben werden dürfen. Übersteigt die Chatgruppe die Teilnehmerzahl von 30 Personen, sei diese als öffentlich anzusehen, sodass Fotos und auch Texte verantwortungsbewusst weitergegeben werden können.

Die Schülerinnen und Schüler wurden kreativ

Weil es nicht bei grauer Theorie bleiben sollte, lag der Schwerpunkt am zweiten und dritten Tag in der praktischen Arbeit. YouTube-Videos gegen Extremismus entstanden, ein Podcast zum Thema „Deine Stimme gegen Netztrolle“ wurde aufgenommen, dazu Beiträge für  Instagram und TikTok. Das  Equipment hatte das Dozententeam zur Verfügung gestellt. „Sehr cool“, bezeichnete die 15-jährige Leni Meyer den Workshop. Heute sei man immer mit Medien konfrontiert, und da sei es gut zu wissen, was man posten darf und wie man postet. Selbst nutze sie TikTok und Instagram.

„Private Kontakte lasse ich nur auf Anfrage zu, dann habe ich die Übersicht, wer meine Sachen sehen kann“, sagt die Neuntklässlerin. Ansonsten schaut sie gerade wegen des Krieges in der Ukraine vorwiegend bei TikTok tagesaktuelle Nachrichten. Für Maxine Echtermann ist die Bildrückwärtssuche, bei der man feststellen kann, woher ein Bild stammt und wann es aufgenommen wurde, eine wichtige Information. Durch den Workshop will sie künftig verstärkt darauf achten, ob ihr „etwas untergejubelt wird“, sagte die 15-Jährige.

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