Das Nachrichtenportal vonMünsterländische Tageszeitung MT undOldenburgische Volkszeitung OV

Schüler haben Wasserqualität fest im Blick

Damit sie die erforderlichen Messstellen erreichen können, sind die Schüler und ihr Lehrer an Bord der „Kap Horn“ gegangen, die gerade Schlick und Sand in Barßel bekämpft.

Artikel teilen:
Auf der „Kap Horn“: Die Schüler nehmen zusammen mit Lehrer Martin Elsen (rechts) Wasserproben aus Soeste und Barßeler Tief. Foto: Passmann

Auf der „Kap Horn“: Die Schüler nehmen zusammen mit Lehrer Martin Elsen (rechts) Wasserproben aus Soeste und Barßeler Tief. Foto: Passmann

Wie steht es um die Wasserqualität der Soeste und Barßeler Tief aus? Dieser Frage gehen seit dieser Woche vier Schüler der BBS II Leer nach, die eine Ausbildung zum Umweltschutztechnischen Assistenten (UTA) machen. Das Projekt ist Bestandteil des Betriebspraktikums der Schüler.  

Der Zeitpunkt passt, denn der Schlepper „Kap Horn“ aus Jemgum ist derzeit auf Barßels Gewässern unterwegs, um Schlamm und Schlick zu bekämpfen. Nun dient er gleichzeitig als Forschungsschiff. „So bot es sich natürlich an, dass wir in Barßel jetzt das Projekt im Rahmen des Betriebs­praktikums durchführen“, erklärt Lehrer Martin Elsen. Zustimmung gab es dazu von der Gemeinde Barßel, sie steht den Probeentnahmen positiv gegenüber.   BBS und Besatzung sind schon alte Bekannte, denn auf Ems und Jümme haben die Auszubildenden schon in der Vergangenheit Wasserproben entnommen – auch immer vom Bord der „MS Kap Horn“. 

„Die Schüler machen Fehler und das dürfen sie auch. Sie sollen ja etwas lernen.“
Martin Elsen Lehrer für Fachpraxis

Insgesamt werden drei Tiefen genommen und ein Parameter erstellt. Später erfolgt dann die Analyse im Labor der Schule. Dort werden dann sämtliche Ergebnisse festgehalten und dokumentiert. Dabei werden unter anderem die Temperatur und der Sauerstoffgehalt, die Wasserqualität, die Schwebstoffe, der PH-Wert sowie die Leitfertigkeit gemessen sowie die sedimentierten Stoffe analysiert, so der Fachlehrer.

Das Projekt wird von den Schülern gerne angenommen. „Es ist besser, als nur im Klassenraum zu sitzen oder Messungen im Schulteich zu machen. Theorie ist schön und gut, aber Praxiserfahrung sollte man auch sammeln“, so die Schüler. Neben dem Ziel, die langfristige Veränderung der Soeste und Barßeler Tief zu dokumentieren, hat das Projekt einen pädagogischen Aspekt. Es solle die jungen Menschen für die Umwelt sensibilisieren.

Wasserproben werden im Barßeler Tief und aus der Soeste entnommen. Foto: PassmannWasserproben werden im Barßeler Tief und aus der Soeste entnommen. Foto: Passmann

Ebenfalls müssen sie lernen, wie Messungen und Analysen durchgeführt werden. „Die Schüler machen Fehler und das dürfen sie auch, sie sollen ja etwas lernen“, betont Elsen.   Welche Ergebnisse die Untersuchungen der Wasserproben haben, werde die Auswertung zeigen. Auf Soeste und Barßeler Tief herrscht im Sommer durchaus reger Bootsverkehr. Außerdem lagert sich immer wieder und verstärkt in den vergangenen Jahren Schlick und Schlamm ab.

Hier klicken und om-online zum Start-Bildschirm hinzufügen

Schüler haben Wasserqualität fest im Blick - OM online