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Schulen und Kitas in der vierten Welle: Das müssen Eltern ab Mittwoch beachten

Die Coronaregeln in Schulen und Kitas werden ab Mittwoch in Niedersachsen verschärft - das gilt beim Testen und bei der Maskenpflicht im Unterricht. Eine "Herkulesaufgabe", sagt der Kultusminister.

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Bei einem Verdachtsfall innerhalb einer Lerngruppe müssen sich die künftig Mitschüler vorübergehend täglich testen.  Symbolfoto: dpa

Bei einem Verdachtsfall innerhalb einer Lerngruppe müssen sich die künftig Mitschüler vorübergehend täglich testen.  Symbolfoto: dpa

Auch bei den steigenden Coronazahlen in Niedersachsen soll es landesweit keine präventiven Schließungen von Schulen und Kitas geben. Das betont Kultusminister Grant Hendrik Tonne am Dienstag. Bei einem Ausbruchsgeschehen obliege es aber weiterhin den örtlichen Gesundheitsämter Teil- oder gar Komplettschließungen von Einrichtungen anzuordnen.

Nichtsdestotrotz werden ab Mittwoch einige Vershchärfungen im Schulbetrieb und in den Kindertagesstätten greifen.  „Die Pandemie entwickelt sich äußerst dynamisch und geht zwangsläufig auch an den Kindern und Jugendlichen nicht spurlos vorbei. Hier haben wir auch aufgrund der bisher fehlenden Impfmöglichkeiten für die unter 12-Jährigen hohe Inzidenzen", berichtet der Kultusminister auf der Pressekonferenz am Dienstag. Gesundheitsministerin Daniele Behrens hatte zuvor berichtet, dass die 7-Tage-Inzidenz in der Altersgruppe der sechs- bis elfjährigen Kinder aktuell bei 453 liegt - also deutlich über der landesweiten 7-Tage-Inzidenz aller Altersgruppen.

Diese Regelungen greifen ab Mittwoch:

  • Maskenpflicht auch in Klasse 1 und 2: Auch für Schüler der Schuljahrgänge 1 und 2 gilt die Maskenpflicht in den Unterrichtsräumen, wenn sie sich am Sitzplatz befinden. Weiterhin gilt, dass in den Schulgebäuden die Maske zu tragen ist, aber während der Pausen im Freien auf den Außengeländen, in den Mensen beim Essen und Trinken sowie beim Sportunterricht die Maske abgelegt werden kann. Auf die regelmäßigen „Maskenpausen“ zirka alle 20 Minuten ist zu achten. Je jünger die Kinder, desto mehr Pausen sind vorzunehmen.
  • Verschärfung der Tests um Quarantäne zu vermeiden: Das Testkonzept – dreimal in der Schulwoche zu Hause – wird um den Baustein des „anlassbezogenen Intensivtestens“ ergänzt. Bei einem Infektionsverdacht testen sich alle in der Lerngruppe – auch vollständig Geimpfte und Genesene – fünf Schultage hintereinander. Diese Folge kann abgebrochen werden, wenn sich der Verdachtsfall durch einen negativen PCR-Test nicht bestätigt. Damit wird „Testen statt Quarantäne“ zum Regelvorgehen. Schulische Kontaktpersonen der Infizierten müssen fortan nicht mehr ermittelt und in Quarantäne geschickt werden. Verschärfungen durch die Gesundheitsämter sind nach wie vor im Einzelfall möglich. Dieses Vorgehen ist mit dem Landesgesundheitsamt abgestimmt.
  • 3G-Regel am Arbeitsplatz für Pädagogen und Angestellte: Für alle Beschäftigten gilt ab Mittwoch am Arbeitsplatz 3G – das gesamte Schulpersonal muss nachweislich geimpft oder genesen oder getestet sein. Dieser Nachweis muss dokumentiert werden, die Nachweispflicht ist im neuen Infektionsschutzgesetz des Bundes festgelegt. Nicht geimpftes oder genesenes Personal muss sich täglich testen. Zwei Tests stellt der Arbeitgeber für Testungen in der Schule unter Aufsicht. Drei Tests pro Woche müssen vom Personal eigenverantwortlich beigebracht werden, beispielsweise über Nachweise aus einem Testzentrum oder einer Apotheke. Die Schulleitungen können für die Kontrolle zuständige Personen benennen. Geimpfte und Genesene können sich freiwillig anlassbezogen testen, soweit die Kapazitäten in der Schule es zulassen. Auch bei den Kindertageseinrichtungen gilt 3G. Bei Abfragen und Kontrollen sind hier die Träger als Arbeitgeber in der Verantwortung.
  • Klassenfahrten und Ausflüge: Mehrtägige Schulfahrten ins In- und Ausland werden bis einschließlich 31. Januar 2022 untersagt. Bei eintägigen Fahrten und auch bei mehrtägigen Fahrten ist eine kurzfristige Stornierungsfrist (1 Woche) vorzusehen. Vor der Durchführung der Veranstaltung sollen die Schulen mit Blick auf das jeweils aktuelle Infektionsgeschehen abwägen.
  • Schulische Veranstaltungen: Adventsfeiern oder Weihnachtskonzerte sind in der Klassen- und Schulgemeinschaft möglich. Besucher von außerhalb sind nicht erlaubt - das gilt auch für Erziehungsberechtigte. Elternabende sollen möglichst digital stattfinden. Ist Präsenz erforderlich gilt die 2G-Plus-Regel und Maskenpflicht.

Kultusminister Tonne spricht von einer "Herkulesaufgabe" die bei der vierten Welle zu bewältigen sei. Die sei aber notwendig, um Schulen und Kitas weiter offen halten zu können.

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