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Schulen setzen beim Start auf regelmäßiges Testen

Nach den Ferien müssen sich Schüler und Lehrer täglich testen, zudem wird nun das Tragen einer medizinischen Maske vorgeschrieben. Ziel ist die Aufrechterhaltung des Präsenzunterrichts.

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Symbolfoto: dpa/Stratenschulte

Symbolfoto: dpa/Stratenschulte

Nach dem Jahreswechsel und den Winterferien starten die Schulen in Niedersachsen am Montag wieder mit ihrem Betrieb. "Ich mache mir schon Sorgen, was da auf uns zukommen könnte", sagt Ralph Meyer, Leiter der Grundschule Galgenmoor auf Nachfrage von OM Online.

Dennoch sei er sich sicher, dass das Hygienekonzept greift. "Ich weiß auch nicht, was wir noch verschärfen könnten", so Meyer weiter. Unter anderem müssen die Schüler ab sofort mindestens medizinische Masken im Unterricht tragen, zuvor waren in Niedersachsen auch Varianten aus Stoff zulässig. Außerdem sind in der ersten Woche nach den Ferien tägliche Tests für Schüler und Lehrer vorgeschrieben. "Eventuell sollten wir das auf 2 Wochen ausweiten", überlegt Meyer. Einige Infektionen würden auch erst nach mehreren Tagen positiv angezeigt, die könnte man so noch herausfiltern. 

Tägliche Testung unabhängig vom Impfstatus

Sorgen mache er sich natürlich auch um das Kollegium, das sich trotz Impfung anstecken könne. Bei zu vielen Infektionen im Kollegium müsse man schauen, wie man damit umgehe. Bei der Diskussion um eine verkürzte Quarantäne sei er sich noch unschlüssig. Wichtig sei in jedem Fall, die Schulen so lange wie möglich offenzuhalten. "Aber auch das Homeschooling können wir selbstverständlich umsetzen", so Meyer. 

Ebenfalls so lange wie möglich offenhalten möchte Andreas Weber die Schulen. "Das hat oberste Priorität. Man muss natürlich abwarten, wie sich die Situation entwickelt", erklärt der Leiter der Liebfrauenschule (ULF) auf Nachfrage von OM Online. Bislang sei das Cloppenburger Gymnasium verhältnismäßig gut durchgekommen, man verfolge eine sehr vorsichtige Strategie. "Wir testen unsere Schüler und Lehrer täglich, unabhängig vom Impfstatus. So haben wir vieles früh erkannt und es gab keine Infektionsketten bei uns", so Weber weiter. Homeschooling und digitales Lernen seien beim ULF zwar kein Problem, aber: "Das kann Präsenzunterricht einfach nicht ersetzen." 

Kontakt zu Mitschülern ist Kindern und Jugendlichen wichtig

Diese Form bevorzugt auch Mia Lampe. "Gerade in der Oberstufe sind viele ja auch schon vollständig geimpft oder geboostert", berichtet die angehende Abiturientin am Gymnasium in Damme. Der Präsenzunterricht sei für sie auch aus der sozialen Komponente wichtig. "Für uns ist es das letzte Schuljahr, da möchte man die anderen Mitschüler auch sehen", sagt die 19-Jährige.

Für die schriftlichen Abitur-Prüfungen in Rheinland-Pfalz wurde jüngst eine Maskenpflicht beschlossen, auch beim Vor-Abi in Damme mussten Mund-Nasen-Bedeckungen getragen werden. "Das war jetzt kein großes Problem, aber ohne Maske wäre es schon entspannter. Außerdem sitzen wir ja mit Abstand zueinander" sagt Lampe. Die Planungen von Abifahrt und Abschlussball stehen zurzeit noch im Hintergrund, ausfallen musste bereits der Jahrgangswagen beim Dammer Carneval. 

In der St.-Ludgeri-Realschule in Löningen vertraut Schulleiterin Christiane Dehmel auf das bewährte Hygienekonzept. „Wir haben ein gutes Sicherheitsnetz geschaffen, das funktioniert“, ist sie überzeugt. Dass die Schüler sich in der ersten Schulwoche täglich testen müssen, findet sie richtig. Hinzugekommen ist die Pflicht zum Tragen medizinischer Masken. Natürlich sei das für die Schüler lästig, bislang hätten diese aber alle Maßnahmen diszipliniert mitgetragen. Gleiches gelte auch für die Eltern. Maskenverweigerer gebe es an der Schule keine. „Da geht es uns wahrscheinlich besser, als anderen“, glaubt Dehmel. Vor den Ferien war rund die Hälfte der Schülerinnen und Schüler mindestens einmal geimpft. Die Quote dürfte in den Ferien weiter gestiegen sein, glaubt Dehmel. Auch die Kommunikation mit den übergeordneten Stellen habe sich verbessert. Die Landesregierung habe ihre Beschlüsse rund um das Thema Corona und Schule rechtzeitig gefasst. „In Niedersachsen sind wir gut aufgestellt“, sagt die Rektorin.

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