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Schulen, Kitas, Sport und Handel: Land präzisiert Corona-Verordnung

Jetzt ist klar, nicht jedes Geschäft kann Anprobetermine anbieten. Die Kleidung muss individuell angefertigt oder geändert worden sein. Auch der Begriff Bemusterung ist jetzt klarer definiert.

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Keine Öffnungen: Die Landesregierung hat wie angekündigt die Corona-Verordnung vom 8. März weiter konkretisiert. In Gebieten mit hohen Infektionszahlen bleibt der Handel ausgebremst. Foto: dpa

Keine Öffnungen: Die Landesregierung hat wie angekündigt die Corona-Verordnung vom 8. März weiter konkretisiert. In Gebieten mit hohen Infektionszahlen bleibt der Handel ausgebremst. Foto: dpa

Die niedersächsische Landesregierung hat  Corona-Verordnung überarbeitet. Änderungen bei Kontaktbeschränkungen, Einzelhandel und Sport treten ab sofort in Kraft. Das hat das Land am Samstag bekannt gegeben. Tatsächliche Öffnungen gibt es allerdings nur in Gebieten mit einer 7-Tagesinzidenz unter der 100er-Marke. Für die sogenannten Hochinzidenz-Gebiete, wie am Samstag auch die Landkreis Cloppenburg und Vechta mit Inzidenzen jenseits der 100, gelten weiter scharfe Einschränkungen.

Für Kitas und Schulen gibt es ab Montag neue Regeln: Die Einrichtungen sollen künftig nicht mehr sofort den Betrieb einstellen müssen, wenn die 7-Tagesinzidenz in einem Landkreis über die kritische 100er-Marke steigt. Das hat die Sprecherin der Landesregierung, Anke Pörksen am Samstag bekannt gegeben. Ab dem 22. März sollen alle Schulen wieder öffnen, wenn die 7-Tagesinzidenz im jeweiligen Landkreis 3 Tage unter der 100er bleibt.

Für den Handel gibt es keine Schlupflöcher mehr

Konkretisiert wurde laut der Mitteilung auch die Regelung für den Einzelhandel: Erlaubt sind demnach in geschlossenen Geschäften Bemusterungstermine zur Vorbereitung eines Innen- oder Außenausbaus von Gebäuden oder Wohnungen. Termine zur Anprobe sind nur erlaubt  für individuell angefertigte oder geänderte Kleidung.

Cloppenburgs Landrat Johann Wimberg hatte die Formulierung der ursprünglichen Verordnung zuletzt als zu unklar kritisiert. Der Landkreis hatte daraufhin Terminvereinbarungen zur Anprobe ausdrücklich erlaubt.  Diese Erlaubnis scheint durch die neue Verordnung jetzt grundsätzlich hinfällig. Das Schlupfloch ist geschlossen.

Festgelegt wurde zudem vor allem wichtig in Gebieten mit niedrigen Inzidenzen, dass beim Terminshopping im Einzelhandel, einem Bemusterungs- oder Anprobetermine und bei Besuchen etwa in Museen, Gedenkstätten und Zoos die Kontaktdaten zusammen mit dem Termin dokumentiert werden müssen.

Eltern sollen sich vorbereiten können

Für Kitas und Schulen in Regionen mit hoher Inzidenz gelten erst dann härtere Einschränkungen, wenn die Inzidenz von 100 an drei aufeinanderfolgenden Tagen überschritten wird. Die Klarstellung in der Verordnung soll verhindern, dass es in Landkreisen und kreisfreien Städten, die sich nahe an der kritischen Marke 100 bewegen, zu kurzfristigen Veränderungen in Kitas und Schulen kommt. Der Wechsel soll jeweils zum übernächsten Werktag erfolgen, damit Eltern und Kinder rechtzeitig informiert werden können und Zeit für die organisatorische Vorbereitung bleibt.

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