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Schuhsammelaktion der Kolpingsfamilie bricht alle Rekorde

Rund 17 Pakete mit einem Inhalt von 218 Kilogramm Inhalt wurden in Neuenkirchen bereits zusammengestellt. Der letzte Spendentag findet am Samstag statt.

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Sind überwältigt von den Spenden: die Frauenbeauftragte Gerda Bye (von links), der erste Vorsitzende Josef Krämer und die zweite stellvertetende Vorsitzende Rita Marstall. Foto: Bernhardt

Sind überwältigt von den Spenden: die Frauenbeauftragte Gerda Bye (von links), der erste Vorsitzende Josef Krämer und die zweite stellvertetende Vorsitzende Rita Marstall. Foto: Bernhardt

Rita Marstall beginnt Schuhe aus Säcken und Kisten auszuräumen. Mit einer Schnur bindet sie die Schuhpaare zusammen und sagt: „Mit so einer Resonanz haben wir nicht gerechnet. Das sprengt wirklich alle unsere Erwartungen.“

Die diesjährige Schuhsammelaktion „Mein Schuh tut gut!“ der Kolpingsfamilie Neuenkirchen scheint alle Rekorde zu brechen. Bereits am Dienstag haben die Helferinnen und Helfer 11 Kartons versendet; 158 Kilogramm waren sie insgesamt schwer. Auch heute haben Rita Marstall und Gerda Bye wieder 6 Kartons mit jeweils 10 Kilogramm Inhalt gepackt und auf die Reise geschickt. „Egal ob Kinder-, Männer oder Frauenschuhe. Hier ist alles mit dabei“, erklärt Bye.

Besonders erstaunt sind die beiden Frauen allerdings über den Zustand der gebrauchten Sammelstücke: „Sie sind teilweise neu oder kaum getragen“, berichtet Marstall. Seit 2016 hat die Kolpingsfamilie in Neuenkirchen insgesamt drei Schuhsammelaktionen organisiert. Aber so viele Schuhe wie im Jahr 2022 seien bisher noch nicht zusammen gekommen, betont der erste Vorsitzende, Josef Krämer.

Beim Auspacken der gespendeten Säcke und Pakete freuen sich Bye und Marstall. Sie überprüfen alles genau. „Natürlich verschicken wir keine Paare, die nicht mehr brauchbar sind. Aber die meisten sind in einem sehr guten Zustand. Wir müssen selten etwas aussortieren“, erzählt Marstall.

Schuhe gehen nach Afrika, Nahost oder Osteuropa

Die beiden Seniorinnen binden das Schuhwerk anschließend mit einer Schnur zusammen, damit das Paar beim Transport zusammenbleibt. Nachdem die Pakete fertig gepackt sind, werden sie zur Post gebracht. Der nächste Zwischenstopp: das Sortierwerk der Kolping Recycling GmbH in Liebenscheid (Rheinland-Pfalz). Dort wird noch einmal sortiert, bevor die Ware nach Afrika, in den Nahen Osten oder nach Osteuropa verkauft wird, berichtet Krämer. Der Erlös fließt auf das Konto der Internationalen Adolph-Kolping-Stiftung. Diese helfe Menschen weltweit, um sich aus eigener Kraft aus der Armut zu befreien.

Das Kolpingwerk Deutschland führt die Schuhsammelaktion bundesweit bereits zum sechsten Mal zugunsten des Aufbaus des Stiftungskapitals durch. Anlass hierfür sei der Erfolg beim Kolpingtag im Jahr 2015 gewesen, bei dem mehr als 25.000 Paar Schuhe in Köln gesammelt wurden. Durch die Aktionen seien bereits über 250.000 Euro als Zustiftung des Kolpingwerks an die Stiftung geflossen. Bundesweit sollen dabei bis Februar 2021 insgesamt 238.940 Schuhpaare gesammelt worden sein.

Am Samstag ist der letzte Spendentag

Auch die Kolpingsfamilie in Neuenkirchen trägt ihren Teil bei. Doch zu Ende sei die Aktion noch nicht. Bis Ende Februar wird bundesweit gesammelt, was der Schuhschrank hergibt. Die letzte Gelegenheit, in Neuenkirchen zu spenden, ist am kommenden Samstag (22. Januar) im katholischen Pfarrheim in der Zeit von 9.30 bis 12 Uhr.

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