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Schützen feiern in Strücklingen 100-jährige Tradition

Einige Männer trafen sich 1922 in einer Gaststätte in Bollingen, um einen "Schützenverein zur Pflege von Geselligkeit und Kameradschaft" zu gründen. Das war die Geburtsstunde eines Traditionsvereins.

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Das Bild aus der Chronik zeigt die Mitglieder des Schützenvereins „Gut Ziel“ Strücklingen nach der Namensänderung 1953. Der Verein war 1922 mit dem Namen „Gut Ziel“ Bollingen gegründet worden.  Foto: Archiv Schützenverein „Gut Ziel“ Strücklingen

Das Bild aus der Chronik zeigt die Mitglieder des Schützenvereins „Gut Ziel“ Strücklingen nach der Namensänderung 1953. Der Verein war 1922 mit dem Namen „Gut Ziel“ Bollingen gegründet worden.  Foto: Archiv Schützenverein „Gut Ziel“ Strücklingen

In diesem Jahr besteht der Schützenverein „Gut Ziel“ Strücklingen 100 Jahre. Zum großen Jubiläumsfest im Juli ist eine weitere Chronik entstanden. Sehr informativ wird die Geschichte des Traditionsvereins von der Gründung im Jahr 1922, über die Namensänderung im Jahr 1953 bis heute erzählt.

Hintergründe, Geschichten, Anekdoten, Zahlen, Namen und Fakten sowie viele Fotos aus der langen Vereinsgeschichte enthält das Nachschlagewerk. Es gibt unter anderem Bilder von allen Schützenkönigen von „Gut Ziel“ von 1939 bis 2021. Die Chronik baut auf das 2012 zum 90-jährigen Bestehen entstandene Nachschlagewerk auf, erzählt Pressewartin Mareike Fugel. Neben ihr haben Grit Fugel, Vorsitzender Konrad Fugel, Marco Fugel, Kerstin Geesen, Helmut Harms, Peter Meyer und Frank Schulte an der Erstellung der Festschrift mitgewirkt.

Moderner Schießstand pünktlich zum Jubiläum eingeweiht

Heimat des Vereins ist seit jeher die zu Strücklingen gehörende Bauerschaft Bollingen. Beim Vereinslokal Schulte-Bleeker an der Bahnhofstraße steht auch das Schützenhaus mit einem modernen Schießstand. Der ist im April dieses Jahres eingeweiht worden, rechtzeitig zum Jubiläum.

Es waren wenig mehr als eine Handvoll Männer, die im Jahr 1922 in der alten Gastwirtschaft Proll in Bollingen am Kanal „einen Schützenverein zur Pflege von Geselligkeit und Kameradschaft“ gründeten, steht in der Chronik. Eingeladen dazu hatte Schneider Theo Kloppenburg. „Zwei Wochen später wurde der Name des Vereins nach einem Vorschlag von Heinrich Schlump aus Bibelte auf „Gut Ziel“ Bollingen festgelegt“, heißt es zur Entstehung des Schützenvereins in der Chronik.

Pressewartin Mareike Fugel zeigt die neue Chronik. Es ist ein Rückblick auf 100 Jahre Vereinstradition in Strücklingen. Foto: KrusePressewartin Mareike Fugel zeigt die neue Chronik. Es ist ein Rückblick auf 100 Jahre Vereinstradition in Strücklingen. Foto: Kruse

Neuanfang mit neuem Name nach dem zweiten Weltkrieg

Schon 1923 sei der Schießsport auf einem provisorischen Schießstand gepflegt worden. Wenige Jahre später gab es einen Schießstand beim Vereinslokal Proll. Berichtet wird auch von vielen „glänzenden Festen“, die gefeiert werden konnten. 1931 erfolgte der Umzug zu Fugels Gasthof am Bahnhof, wo die Schützen auch heute ihre Heimat haben. Sterbefälle in der Familie des Vereinswirts Proll hätten dazu geführt. Damals wurde auch auf Blekers Weide eine massive Schießhalle gebaut. Erneut gibt es in der Chronik einen Hinweis auf die gepflegte Geselligkeit im Verein: „Im Vorraum sorgte eine Theke für stetigen Nachschub an Zielwasser.“

Der Zweite Weltkrieg brachte das Vereinsleben zum erliegen. 1949 fanden sich die Schützen wieder in organisierter Form zusammen. Heinrich Remmers, der letzte Schützenkönig vor dem Krieg, wurde zum Vorsitzenden gewählt. Der Verein nannte sich um in „Gut Ziel“ Strücklingen. Damit sollten alle Schützenfreunde in der damals eigenständigen Gemeinde angesprochen werden. Das gelang.

Brauchtum und Freundschaften gepflegt und gefördert

Der Verein entwickelte sich immer weiter. Heute hat er rund 370 Mitglieder. „Was 1922 mit nur einigen Schützen ins Leben gerufen wurde, ist fester Bestandteil für Jung und Alt in unserem Ort Strücklingen“, schreibt Vorsitzender Konrad Fugel in einem Grußwort in der Chronik. Traditionen, Brauchtum und Freundschaften werden gepflegt und gefördert.

Saterlands Bürgermeister Thomas Otto sprach Lob aus: „Solch eine Chronik bildet stets nicht nur den Lebenslauf eines Vereins ab, sondern legt als Zeitdokument Zeugnis über die gesellschaftliche und kulturelle Situation unserer Region ab.“ Die Chronik kostet 5 Euro und ist beim Vorstand, bei Bettina Szimanski von Wohnstilgefühl in Bollingen sowie im Mandehus des Bürgervereins erhältlich. 

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