Das Nachrichtenportal vonMünsterländische Tageszeitung MT undOldenburgische Volkszeitung OV

Schockanruf: Polizei fahndet nach dem Geldboten der Betrüger

Ein Ehepaar aus Quakenbrück hat eine größere Geldsumme an Betrüger verloren. Sie wurden in die Nähe des Cloppenburger Amtsgerichts gelockt, um eine erfundene Kaution für ihre Tochter zu zahlen.

Artikel teilen:
Symbolfoto: Hermes

Symbolfoto: Hermes

Die Polizei fahndet nach einem Mann, der einem Ehepaar am Mittwochnachmittag nach einem betrügerischen Schockanruf in Cloppenburg eine größere Geldsumme abgenommen hat. Dabei soll es sich um einen fünfstelligen Betrag handeln, wie die Polizei am Freitagnachmittag berichtet.

Kurz nach 14 Uhr klingelte das Telefon einer älteren Dame aus Quakenbrück. Die angezeigte Telefonnummer kannte sie nicht. Am anderen Ende der Leitung hörte sie eine weinende Stimme: "Mama, Hilfe! Ich habe einen Unfall gebaut." Dann habe eine andere Person das Gespräch übernommen. Der Mann behauptete, dass er Polizist sei. Die Tochter der Quakenbrückerin habe einen tödlichen Unfall verursacht und würde nun in Untersuchungshaft sitzen. Sie könnte die Haft allerdings wieder verlassen, wenn die Eltern einen fünfstelligen Betrag aus Kaution hinterlegen würden.

Geldübergabe sollte in der Nähe des Amtsgerichtes stattfinden

Wie die Polizei berichtet, habe es anschließend noch mehrere weitere Telefonate mit der Frau in Quakenbrück gegeben. Letzten Endes wurde sie in die Nähe des Cloppenburger Amtsgerichts, genauer gesagt auf den rückwärtigen Parkplatz des Modehauses Werrelmann in Cloppenburg, gelotst. Hier sollte die Geldübergabe stattfinden. Die Frau machte sich mit ihrem Ehemann auf den Weg.

Wie vereinbart, hatte das Ehepaar einen Umschlag mit dem Bargeld dabei. Denn zwischenzeitlich hatte die angebliche Rechtsanwältin der vermeintlichen Tochter mitgeteilt, dass sie einen Geldboten zu dem Parkplatz schicken würde. Tatsächlich tauchte dort ein Bote auf. Erst als er mit dem Geld über alle Berge war, flog der Schwindel auf.

Der Geldbote wird wie folgt beschrieben:

  • Der Mann ist etwa 1,70 Meter groß.
  • Er wird auf 20 bis 30 Jahre geschätzt.
  • Sein Erscheinungsbild wird als südeuropäisch beschrieben.
  • Er hat einen untersetzten, kompakten Körperbau.
  • Er hat grau-grüne Augen.
  • Angaben zur  Haarfarbe/Frisur sind nicht möglich. Der Mann trug am Mittwochnachmittag ein tief ins Gesicht gezogene hellgrüne Schiebermütze.
  • Unklar ist auch, ob er Bartträger ist. Denn der Mann hatte eine weiße FFP2-Maske aufgesetzt.
  • Der Mann war mit einem grünen, hüftlangen Anorak bekleidet.
  • Er trug eine blaue Jeans und weiße Turnschuhe.
  • Am Mittwoch hatte er ein billiges Wegwerf-Handy dabei.

Wer am Mittwoch den Mann oder ein verdächtiges Fahrzeug mit auswärtigem Kennzeichen in der Nähe des Cloppenburger Amtsgerichtes, Stadtpark oder auf dem Werrelmann-Parkplatz beobachtet hat, soll sich an die Polizei wenden (04471/18600).

Vor der beschriebenen Masche der Betrüger, die es besonders auf ältere Mitbürger abgesehen haben, warnt die Polizei nun ein weiteres Mal:

  • Seien Sie misstrauisch. Lassen Sie sich nicht in dubiose Gespräche verwickeln.
  • Beenden Sie solche Telefonate am besten sofort.
  • Gehen Sie niemals auf Forderungen ein und übergeben Geld oder Wertgegenstände an Unbekannte.
  • Die „echte Polizei“ würde solche Übergaben niemals veranlassen.
  • Geben Sie auch keine privaten Informationen preis.
  • Kontaktieren Sie im Zweifelsfall immer direkt die Polizei.
  • Weitere Ratschläge und Tipps zu den Themen "Enkeltrick" und "Schockanruf" finden Sie unter: www.polizei-beratung.de

Zeit für ein Update! Mit der jüngsten Überarbeitung unserer App haben wir das Nachrichten-Erlebnis auf dem Smartphone weiter verbessert und ausgebaut. Jetzt im Google-Playstore und im  Apple App-Store updaten oder downloaden.

Das könnte Sie auch interessieren

Hier klicken und om-online zum Start-Bildschirm hinzufügen

Schockanruf: Polizei fahndet nach dem Geldboten der Betrüger - OM online