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Schlägerei auf dem Parkplatz: Rumänen zu Bewährungsstrafen verurteilt

Die Prügelei in Lohne räumten die Männer ein. Den von der Staatsanwaltschaft vermuteten Grund wollten sie nicht bestätigen.

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Symbolfoto: dpa

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Wegen des Vorwurfs der gefährlichen Körperverletzung sind jetzt in Vechta zwei Männer aus Rumänien zu Bewährungsstrafen verurteilt worden. In einem Fall müssen zudem 2000 Euro an die Lohner Tafel gezahlt werden.

Hintergrund: Am 15. Oktober 2020 um 20.30 Uhr hatte es in Lohne auf dem Parkplatz der Firma Wiesenhof eine Schlägerei gegeben. Etwa 10 rumänische Arbeiter hatten nach Erkenntnissen der Behörden zwei Landsleute abgepasst, ihr Auto eingekesselt und das Duo heftig verprügelt; Faustschläge, Fußtritte ins Gesicht sowie in den Rücken inklusive. Die Verletzten konnten schließlich zum Haupteingang der Geflügelschlachterei flüchten. Der Sicherheitsdienst der Firma brachte die Männer dann ins Krankenhaus.

Das Verfahren konnte erst jetzt eröffnet werden. Die damals schwer Verletzten konnten als Zeugen nicht geladen werden; ihr Wohnort ist nicht bekannt. Sie hatten allerdings damals bei der Polizei ausgesagt, die Täter hätten von ihnen monatlich 300 Euro für die Vermittlung der Arbeitsstätte verlangt. Außerdem gab es Video-Aufnahmen vom Ort des Geschehens.

Grund für Streit ist persönlicher Natur

Einer der jetzt Angeklagten wurde aus der Justizvollzugsanstalt Bielefeld zur Verhandlung gebracht. Er gab an, dass er eine Freiheitsstrafe von einem Jahr und 6 Monaten verbüße und ausgeliefert werden solle. Der zweite Angeklagte war bereits wegen anderer Straftaten zu einer Bewährungsstrafe verurteilt worden.

Die Männer räumten die Schlägerei ein. Der Grund für den Streit sei aber persönlicher Natur. Sie hätten niemanden erpresst. Die Staatsanwaltschaft hielt deshalb den Vorwurf der „räuberischen Erpressung“, der eine höhere Strafe vorsieht, nicht aufrecht. Sie forderte wegen einer "gemeinschaftlichen, gefährlichen Körperverletzung" für den bereits in Haft sitzenden Angeklagten eine Freiheitsstrafe von 2 Jahren auf Bewährung; für seinen Landsmann von 9 Monaten auf Bewährung plus Zahlung einer Geldauflage.

Die beiden Verteidigerinnen waren einverstanden. Das Gericht folgte den Anträgen der Staatsanwaltschaft und legte fest, dass der eine Angeklagte als Bewährungsauflage 2000 Euro in Raten an die Lohner Tafel zahlen muss.

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