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Schärfere Regeln und Hotspots: Das müssen Sie zur neuen Corona-Verordnung wissen

Ab Samstag soll in Niedersachsen eine neue Corona-Verordnung gelten. Sie betrifft vor allem Ungeimpfte, den Einzelhandel und definiert wieder regionale Hotspots. 2G-Plus wird nochmals angepasst.

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3G, 2G, 2G-Plus: Die neue Corona-Verordnung sieht in Warnstufe 3 und regionalen Hotspots Verschärfungen vor. In der Gastronomie und bei körpernahen Dienstleistungen gibt's hingegen Erleichterungen bei 2G-Plus. Symbolfoto: dpa

3G, 2G, 2G-Plus: Die neue Corona-Verordnung sieht in Warnstufe 3 und regionalen Hotspots Verschärfungen vor. In der Gastronomie und bei körpernahen Dienstleistungen gibt's hingegen Erleichterungen bei 2G-Plus. Symbolfoto: dpa

Ab dem 11. Dezember soll in Niedersachsen eine neue Corona-Verordnung in Kraft treten. Die Novelle war absehbar, weil bislang der Maßnahmenkatalog für Corona-Warnstufe 3 noch nicht ausformuliert wurde. Das wird sich jetzt ändern – gleichzeitig werden die Beschlüsse der letzten Bund-Länder-Konferenz umgesetzt, die schon in Warnstufe 2 gelten werden. Das ist derzeit in den Landkreisen Cloppenburg und Vechta der Fall. Die Eckpunkte im Überblick:

Einzelhandel: 2G und FFP2-Maskenpflicht kommt

Wer nicht geimpft oder genesen ist, soll schon in Warnstufe 2 keinen Zutritt zum Einzelhandel (es gilt dann 2G) haben. In den Landkreisen Cloppenburg und Vechta wäre das also mit Inkrafttreten der Verordnung direkt der Fall. Einzige Ausnahmen bleiben Geschäfte der Grundversorgung (also Lebensmittelmärkte und Drogerien) sowie Apotheken. Eine vergleichbare Differenzierung hatte es bereits in der Anfangsphase während des Lockdowns gegeben. Außerdem wird in Warnstufe 2 die Maskenpflicht im Einzelhandel verschärft. Dann dürfen nur noch FFP2-Masken getragen werden.

Regionale Hotspotregelung

Das ist neu im bestehenden Corona-Warnstufensystem. In Landkreisen und kreisfreien Städten mit einer 7-Tage-Inzidenz von über 350 sollen jetzt verschärfende Maßnahmen greifen. Dazu zählt dann auch die generelle Schließung von Weihnachtsmärkten, Diskotheken. Das gilt auch bei Warnstufe 3. Nach aktuellem Stand (7. Dezember) liegen die Landkreise Cloppenburg und Vechta unterhalb des 350er-Grenzwertes.

Kontaktbeschränkungen

Unabhängig von der Warnstufe werden für Ungeimpfte die Kontakte beschränkt. Ein Haushalt darf sich dann nur noch mit zwei weiteren Personen eines anderen Haushalts treffen. Kinder unter 14 Jahre werden nicht mitgezählt. Ab Warnstufe 3 und in Hotspots werden die Kontaktbeschränkungen dann auf alle ausgeweitet. Private Zusammenkünfte von ausschließlich Geimpften und Genesenen werden in geschlossenen Räumen auf maximal 50 Personen begrenzt, draußen sind höchstens 200 Personen erlaubt.

Veranstaltungen sollen generell kleiner werden

Mit Verschärfungen müssen Veranstalter rechnen. Denn die Veranstaltungen sollen kleiner werden. In den Warnstufen 0 und 1 sind drinnen nur noch maximal 5000 und draußen 10.000 Personen erlaubt. Und es gibt noch eine Einschränkung: Sobald drinnen mehr als 2500 Personen und draußen 5000 Personen teilnehmen, darf die maximale Auslastung nur noch bei 30 Prozent liegen. In Warnstufe 2 sind nur noch Veranstaltungen mit 2500 Personen drinnen und 5000 Personen draußen erlaubt. In Warnstufe 3 und in Hotspots liegt die Obergrenze nur noch bei 500 Personen. Und: Drinnen und draußen sind dann nur noch FFP2-Masken erlaubt. 

Anpassungen bei der 2G-Plus-Regel

Nachdem die Landesregierung bereits kurzfristig Ausnahmen bei der 2G-Plus-Regel für Geimpfte und Genesene mit Booster-Impfung  erlaubt hat (OM Online berichtete), sind weitere Anpassungen geplant. Die Verschärfung: In Warnstufe 3 gilt die Regelung dann auch unter freiem Himmel. Die Erleichterungen: Im Hallensport soll es bei der 2G-Regel bleiben (also Geimpfte und Genesene ohne zusätzlichen Test), wenn jedem Sportler 10 Quadratmeter zur Verfügung stehen. Außerdem dürfen auch Gastronomen und Anbieter von körpernahen Dienstleistungen von der 2G-Plus-Regel auf 2G umstellen, wenn nur 70 Prozent der Kapazitäten genutzt werden. Bei körpernahen Dienstleistungen soll 2G überall dort gelten, wo in Kleinstbetrieben nie mehr als eine dienstleistende Person und eine Kundin oder ein Kunde zusammenkommen.

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