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Schanko-Genossen blicken optimistisch in die Zukunft

Auf der Versammlung berichten Vorstand und Aufsichtsrat über die aktuellen Zahlen, die Arbeiten im Obergeschoss – und wie weit die Gespräche mit einem neuen Pächter ab März 2024 fortgeschritten sind.

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Sie setzen sich für die Genossenschaft "Zum Schanko" ein: (von links) Aufsichtsratsvorsitzender Udo Schlarmann, stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender Mario Trumme, stellvertretender Vorstandsvorsitzender Jürgen Schröder und Vorstandsvorsitzender Maik Escherhaus. Foto: Böckmann

Sie setzen sich für die Genossenschaft "Zum Schanko" ein: (von links) Aufsichtsratsvorsitzender Udo Schlarmann, stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender Mario Trumme, stellvertretender Vorstandsvorsitzender Jürgen Schröder und Vorstandsvorsitzender Maik Escherhaus. Foto: Böckmann

Er präsentierte auf dem Bildschirm die aktuellsten Zahlen, blickte auf das Geschäftsjahr zurück und auf die Aufgaben, die vor den Genossen liegen – und dann beendete der Vorstandsvorsitzende Maik Escherhaus um 19.39 Uhr auch schon die nur 36-minütige Versammlung der Genossenschaft des Dorfgemeinschaftshauses Zum Schanko. Früher als ursprünglich vermutet.

Auf ihr gemeinschaftliches Essen mussten die rund 70 Genossen dann zwar noch ein paar Minuten warten. Doch das taten die Mitglieder gerne. Denn es gab Freigetränke – und die schmeckten den Gästen ebenso gut wie das Essen. Natürlich auch deshalb, weil die Genossenschaft optimistisch in die Zukunft blickt.

Einen Gastwirt zu finden ist schwieriger als früher

Die vielleicht wichtigste Frage des Abends und der näheren Zukunft konnte Maik Escherhaus indes noch nicht beantworten. Wer wird als Gastwirt Nachfolger von Andreas Mählmann und Gaby von Husen? Die Pächter ziehen sich bekanntlich altersbedingt zum 24. Februar 2024 zurück. Doch Escherhaus und seine Mitstreiter aus Vorstand und Aufsichtsrat sind bei diesem Thema hoffnungsvoll.

"Wir arbeiten zügig, aber nicht hastig", sagte Maik Escherhaus. Man habe schon Gespräche mit potenziellen Kandidaten geführt. Gleichwohl sei es schwieriger als noch vor 5 Jahren jemanden für eine Gastronomie zu finden. Alle Gerüchte, die derzeit durch den Ortsteil wabern würden, seien falsch, betonte Escherhaus und ergänzte mit einem Schmunzeln: "Es wird weißer Rauch aufsteigen, wenn wir etwas zu verkünden haben."

Was Escherhaus und der wiedergewählte Aufsichtsrat Udo Schlarmann (übrigens ebenso wie Helmut Middendorf) dann doch verkünden konnten, war dies: Das Nutzungskonzept und die Finanzierung für das Obergeschoss des Dorfgemeinschaftshauses stehen. Dort sollen zwei Wohnungen Platz finden. Eine ist 80 Quadratmeter groß, die andere 40 Quadratmeter. Estrich und Wände sind bereits drin. Die Genossenschaft nimmt dafür einen 80.000-Euro-Kredit auf. 

Wie bei den Umbauarbeiten für Saal, Kneipe und Co. baut die Führungscrew dabei auf Eigenleistungen. Und die Hilfe der Genossen sei weiterhin groß, freut sich Maik Escherhaus. Bei einem Termin hätten gleich 10 Freiwillige wieder nach Hause geschickt werden müssen. Der Grund: "Wir waren einfach zu viele." Udo Schlarmann ist wegen der Unterstützung der Genossen zuversichtlich, dass es im "Obergeschoss auch bald so strahlt wie hier unten".

Finanziell gesund, aber keine großen Sprünge möglich

Zu den Zahlen: Zum 31. Dezember 2021 besaßen 512 Genossen 1032 Genossenschaftsanteile. Das Kapital der Genossenschaft beträgt 258.000 Euro. Das Geschäftsjahr schloss die Genossenschaft mit einem Fehlbetrag von 14.456,95 Euro ab; hauptsächlich resultierend aus Abschreibungen. "Wir sind finanziell gesund, haben aber keine Luft für große Sprünge", sagte Escherhaus.  Die Versammlung entlastete Vorstand und Aufsichtsrat einstimmig. Nachfragen gab es keine.

Vorstand Escherhaus und Aufsichtsrat Schlarmann betonten unisono die fruchtbare, vertrauensvolle Zusammenarbeit. Trotz schwieriger Themen sei die Motivation ungebrochen groß. Sie dankten allen Ehrenamtlichen und Unterstützern. Und dann ließen sich die Genossen das Essen schmecken.

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