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Saterland: Am höchsten, am längsten und am kleinsten

Als „kleinste Sprachinsel Europas“ war das Saterland bereits im Guinness-Buch der Rekorde. Doch die Gemeinde hat noch mehr Besonderheiten zu bieten. Daniel van Stevendaal hat sie zusammengetragen.

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91131 Quadratmerter groß: Der Hollener See im Ortsteil Ramsloh ist ein beliebter Badesee.  Foto: Passmann

91131 Quadratmerter groß: Der Hollener See im Ortsteil Ramsloh ist ein beliebter Badesee.  Foto: Passmann

Der größte und der kleinste See:
Der größte See der Gemeinde ist der Hollener See im Ortsteil Ramsloh. Er umfasst eine Fläche von 91131 Quadratmetern und hat eine maximale Tiefe von rund 22 Metern. Zu dem Badesee gehören ein Jugendzeltplatz mit Grillhütte, ein Kiosk mit Imbiss und ein Spielplatz. Im Sommer bewacht die DLRG den See. Das Wasser ist außerdem als Angelgewässer nutzbar. Der Ententeich mitten im Ortsteil Ramsloh ist mit einer Fläche von 4135 Quadratmetern der kleinste öffentlich zugängliche See der Gemeinde. Er liegt im Ramsloher „Dorfpark“.

Der höchste und der tiefste Punkt:
Das Scharreler Westermoor ist mit einer Höhe von 12,90 Metern der höchste Punkt der Gemeinde. Er befindet sich nah am Naturschutzgebiet Esterweger Dose. Im Norden der Gemeinde findet man im Ortsteil Strücklingen-Bokelesch in der Straße Redesch, nah an der Sagter Ems, den mit 1,70 m tiefsten Punkt des Saterlands.

Die größte nicht einheimische Bevölkerungsgruppe:
Das Saterland hat eine große Gruppe von Mitbürgern mit ungarischen Wurzeln. Derzeit sind 219 ungarische Einwanderer gemeldet, 175 davon männlich und 44 weiblich. Danach folgen die polnischen Einwanderer mit 186 im Saterland ansässigen Menschen. 54 davon sind Frauen. Nicht einheimische Bevölkerungsgruppen mit über 100 Einwohnern im Saterland kommen aus Syrien, der Türkei und der Ukraine. Aus Niederlande und Rumänien kommen knapp 100. Insgesamt leben im Saterland 1314 Ausländer mit Haupt- und Nebenwohnsitz.

73 Meter kurz: Die Straße Koasters Tun.  Foto: Passmann73 Meter kurz: Die Straße Koasters Tun.  Foto: Passmann

Die längste und die kürzeste Straße:
Die B72 durchläuft das komplette Gemeindegebiet und ist mit rund 20 Kilometern die längste Straße der Gemeinde. Sie beginnt im Norden in der Bauerschaft Bokelesch und endet südlich am Küstenkanal in Richtung Friesoythe. Die Straße „Koasters Tun“ in der Ortschaft Ramsloh ist mit 73 Metern die kürzeste Straße der Gemeinde. Übersetzt bedeutet der saterfriesische Straßenname „Kösters Garten“. Er führt zurück auf eine dort früher lebende Familie.

Die größte und die kleinste Ortschaft:
Die Gemeinde Saterland wurde im Zuge der Gebietsreform am 1. März 1974 aus den bis dahin selbstständigen Gemeinden Scharrel (mit Sedelsberg), Ramsloh und Strücklingen gebildet. Ramsloh ist heute mit 5238 gemeldeten Einwohnern und acht Bauerschaften der größte Ortsteil Saterlands. In Strücklingen, dem zweitgrößten Ortsteil, leben 3220 Einwohner. Flächenmäßig ist jedoch Scharrel mit 3775 Hektar am größten. Ramsloh kommt hier „nur” auf 3597 Hektar.Die vier Gemeindeteile Saterlands umfassen insgesamt 25 Bauernschaften. Der kleinste Teil der Gemeinde ist die Ortschaft Bokelesch mit nur 75 Einwohnern. Auch Heselberg in Scharrel liegt mit 86 Einwohnern unter der magischen Grenze von 100 Einwohnern.

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Der höchste und der tiefste Punkt:
Das Scharreler Westermoor ist mit einer Höhe von 12,90 Metern der höchste Punkt der Gemeinde. Er befindet sich nah am Naturschutzgebiet Esterweger Dose. Im Norden der Gemeinde findet man im Ortsteil Strücklingen-Bokelesch in der Straße Redesch, nah an der Sagter Ems, den mit 1,70 m tiefsten Punkt des Saterlands.

Die größte und die kleinste Schule:
Die größte Schule im Saterland ist das Schulzentrum in Ramsloh. Es teilt sich auf in die Hauptschule mit elf Klassen und momentan 242 Schülern und in die Realschule mit 18 Klassen und 430 Schülern. Schulträger des SZS ist die Gemeinde. Neben dem Schulzentrum steht das Laurentius- Siemer-Gymnasium mit 404 Schülern. Die kleinste Schule findet man in Scharrel, wie der Name der Grundschule „Litje Skoule Skäddel“ schon verrät. Hier wird viel Wert auf den Erhalt der saterfriesischen Sprache gelegt: durch Unterricht und freiwillige AGs soll der Sprachgebrauch gefördert werden. Aktuell werden hier 86 Schüler in sechs Klassen unterrichtet.

Das höchste Gebäude:
Das höchste Gebäude in der Gemeinde Saterland ist der Mast der Marinefunkstelle mit 352,80 m. Damit gehört er zu den höchsten militärisch genutzten Bauwerken Westeuropas und ist auf Platz zwei der höchsten Bauwerke in Deutschland. Die „Türme“, wie sie umgangssprachlich genannt werden, sind aus einer Entfernung von mehr als 30 km zu sehen. Sie übermitteln seit 1982 verschlüsselte Nachrichten an getauchte U-Boote der deutschen Marine und den Nato-Partnern.

352 Meter hoch: die Marinefunkstelle ist das zweithöchste Bauwerk Deutschlands.  Foto: Passmann352 Meter hoch: die Marinefunkstelle ist das zweithöchste Bauwerk Deutschlands.  Foto: Passmann

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