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Sascha Meyer will den Menschen die Schönheit ihrer Heimat zeigen

Der Naturpark Wildeshauser Geest stellt sich neu auf. Ein Schwerpunkt soll nun auch auf dem Marketing innerhalb der Region liegen. Daneben sind einige weitere Projekte geplant.

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Erklärt den Menschen die Natur: Sascha Meyer ist einer von 14 Natur- und Landschaftsführern im Naturpark Wildeshauser Geest. Foto: J. Scholz

Erklärt den Menschen die Natur: Sascha Meyer ist einer von 14 Natur- und Landschaftsführern im Naturpark Wildeshauser Geest. Foto: J. Scholz

Auf dem Kopf trägt Sascha Meyer einen typischen Jägerhut. In der Hand hält er das Geweih eines Damwilds. Er reibt sich die Hände und schaut in die erwartungsvollen Augen seiner Zuhörer. Dann rezitiert er – erst mit zaghafter Stimme, dann deutlich kraftvoller – ein Gedicht über die Jagd. Es ist Meyers erste Tour als Natur- und Landschaftsführer im Naturpark Wildeshauser Geest. Die Führung gehört zu dem neuen Konzept des Naturparks: den Menschen ihre eigene Heimat zeigen.

Bisher lag der Schwerpunkt des Naturparks vor allem im Bereich Tourismus. Gäste von außerhalb machten in der Region rund um Wildeshausen – zu der auch die Gemeinden Goldenstedt und Visbek gehören – Urlaub. In den vergangenen Monaten setzten sich die Verantwortlichen des Naturparks in diversen Veranstaltungen mit Bürgerinnen und Bürgern zusammen, um ein neues Konzept – den Naturparkplan 2030 – zu erstellen. Dabei sei aufgefallen, dass innerhalb der Region die Arbeit und das Gebiet des Naturparks vielen Menschen unbekannt seien, berichtet die stellvertretende Geschäftsführerin, Iris Gallmeister. Das müsse sich dringend ändern.

In Zukunft sollen darum Schwerpunkte in den Bereichen Naherholung, regionale Entwicklung und inneres Marketing gelegt werden. Ganz konkret bedeutet das: Es sollen Informations-Tafeln – digital und analog – im gesamten Gebiet errichtet werden. Auch die Zusammenarbeit mit den einzelnen Mitgliedsgemeinden soll verbessert werden. "Wir wollen uns auch im Internet und auf Social-Media mehr präsentieren", sagt Gallmeister. Gefördert werden die Projekte mit insgesamt 488.000 Euro vom Land Niedersachsen.

Die Jagd ist sein Spezialgebiet: Sascha Meyer. Foto: J. ScholzDie Jagd ist sein Spezialgebiet: Sascha Meyer. Foto: J. Scholz

"Die neuen Natur- und Landschaftsführer sollen die Botschafter des Naturparks sein", betont Gallmeister. Über 40 Menschen aus der Region Wildeshauser Geest haben sich hierfür beworben. Am Ende wurden von diesen 14 ausgewählt, die im vergangenen Jahr eine mehrmonatige Ausbildung inklusive Prüfung absolvierten. Unter ihnen ist auch Sascha Meyer, der etliche Jahre in Vechta als Rettungssanitäter gearbeitet hat.

Warum ist er mit dabei? "Ich will den Naturschutz über den Tourismus voranbringen und den Menschen die Schönheit ihrer Heimat zeigen", sagt der 51-jährige Meyer. Er könne viel erzählen: über die Jagd, das Imkern oder auch über das Huntetal. Er arbeitet, wie alle anderen Naturführer, ehrenamtlich.

Im Naturpark werden unterschiedliche Führungen angeboten

Das Angebot der Führungen ist vielfältig. Mal geht es um die Jagd und das Radfahren. Mal geht es um die Vögel oder Hunde. Die Führungen sollen stets ein Erlebnis für die Besucherinnen und Besucher sein. Genauso vielfältig wie die Führungen sind auch die Gesichter dahinter. Männer, Frauen, Junge und Alte sind mit dabei. Die einen sind schlicht begeistert von der Natur, die anderen suchen einen Ausgleich zu ihrem Bürojob.

In den nächsten 10 Jahren sollen die Projekte im Naturpark umgesetzt und dieser somit nachhaltig verbessert werden. Veränderungen gibt es dafür auch bei der Geschäftsführung des Naturparks Wildeshauser Geest. Nach 27 Jahren als ehrenamtlicher Geschäftsführer tritt Rolf Eilers die Geschicke an eine Nachfolgerin oder einen Nachfolger ab. Dieser wird zukünftig den Job hauptamtlich ausfüllen. "Die Aufgaben sind in den vergangenen Jahren gewachsen", berichtet Eilers. Um all die Projekte professionell vorantreiben zu können, brauche es darum eine hauptamtliche Kraft.

Sascha Meyer erhält am Ende seiner ersten Naturführung Applaus von seinen Zuhörern. "Ich habe es geschafft", sagt er lächelnd. Die Vorfreude auf die nächste Führung sei bei ihm groß. Nur eine Flasche Wasser wolle er beim nächsten Mal mitnehmen. Meyer: "Die Stimme wird beim Reden doch ganz schön schnell trocken."

Ausgebildet: Insgesamt 14 Männer und Frauen aus der Region rund um Wildeshausen haben erfolgreich die Prüfung zum Natur- und Landschaftsführer absolviert. Foto: J. ScholzAusgebildet: Insgesamt 14 Männer und Frauen aus der Region rund um Wildeshausen haben erfolgreich die Prüfung zum Natur- und Landschaftsführer absolviert. Foto: J. Scholz

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