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Sanierung des Rathaus-Dachs ist in 2 Abschnitten geplant

Für den Erhalt des jetzigen Löninger Verwaltungssitzes und den Neubau für Mitarbeiter und Polizei auf dem Gelände des Feuerwehr-Gerätehauses nach dem Umzug der Wehr wirbt Bürgermeister Marcus Willen.

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Bürgermeister Marcus Willen (rechts) und Fachbereichsleiter Andreas Brundiers im Gespräch mit Dachdeckermeister Michael Tewes. Foto: Siemer

Bürgermeister Marcus Willen (rechts) und Fachbereichsleiter Andreas Brundiers im Gespräch mit Dachdeckermeister Michael Tewes. Foto: Siemer

Der jüngste Starkregen hat es noch einmal mit Wassereinbrüchen gleich an mehreren Stellen im Löninger Rathaus unter Beweis gestellt: Das Dach des Verwaltungsgebäudes an der Lindenallee ist marode und muss dringend umfassend saniert werden. Zeitweise habe das Wasser an einigen Stellen, an denen die Holztragschicht den Belastungen nicht standgehalten hatten, bis zu einem halben Meter hoch auf dem Dach gestanden, erläutert Bürgermeister Marcus Willen. Durch Abpumpen war es der Feuerwehr gelungen, den Druck zu verringern und größeren Schaden zu vermeiden.

Die Arbeiten, die in 2 Abschnitten ausgeführt werden, sind inzwischen in vollem Gange. In einem 1. Arbeitsschritt hat das mit der Ausführung beauftragte Dachdecker-Unternehmen Tewes aus Lindern eine eingezogene Zwischendecke und mehr als 30 Tonnen teilweise mehrlagige Teerbahnen und Isolierungsreste entfernt. Dabei kam sogar noch an wenigen Stellen die 1. Abklebung vom Bau des Gebäudes im Jahr 1966 zutage. Michael Tewes zeigte sich zufrieden mit dem Zustand der freigelegten Betondecke - ohne abgeplatzte Bewehrungen und  zutage tretendes Eisen.   

Zunächst wird das Dach mit neuen Teerbahnen abgeklebt. In einem 2. Schritt würden dann die in einer Ausschreibung zu vergebenden Arbeiten zur Isolierung und ein neues Dach aufgebracht, erläuterte Willen. Für dieses Projekt hat der Rat 250.000 Euro zur Verfügung gestellt. Das Rathaus werde auf jeden Fall noch einige Jahre benötigt, betonte Willen. Wie es dann weitergehe, müsse in den kommenden Monaten politisch beraten und entschieden werden. Rein formell gebe es noch den Beschluss des Rates von 2015 zum Abriss und Neubau an gleicher Stelle.

Stadt reduziert Schulden auf unter 13 Millionen Euro

Es gebe inzwischen aber viele Stimmen, die für den Erhalt des  ortsbildprägenden Gebäudes  plädierten.  Auch Willen kann sich den Erhalt und das Nutzen für andere, zum Beispiel kulturelle Zwecke, wie die Kinotechnik, vorstellen. Die 6 Jahre des Wartens hätten sich gelohnt, da sich im Vergleich zu 2015 jetzt bessere Perspektiven ergeben hätten. Die wichtigeren Hausaufgaben seien fast gemacht: Der Ausbau der Kleinkinderbetreuung und der Daseinsvorsorge mit neuen Krippen- und Kita-Plätzen sowie der Neubau der Feuerwehr seien weitgehend abgeschlossen oder auf den Weg gebracht.

Auch die finanzielle Situation der Stadt habe sich verbessert. Trotz unter anderem mehr als 10 Millionen Euro Investitionen in Grundstücke für neue Bau- und Gewerbegebiete sei es seit 2015 gelungen, die Schulden von damals mehr als 20 Millionen Euro unter Berücksichtigung der vorhandenen Liquidität auf jetzt unter 13 Millionen zu senken.

Nach dem Neubau der Feuerwehr, der nach den Sommerferien mit dem 1. Spatenstich beginnt, stehe ein geeignetes Gelände für einen Neubau zur Verfügung. Dies habe zum einen den Vorteil, dass eine mehr als 500.000 Euro teure Container-Zwischenlösung nicht notwendig sei. Zum anderen gebe es die Möglichkeit, Rathaus und das Polizeirevier als zuverlässigen Mieter unter einem Dach zu vereinen.

Bürgermeister zeigt sich offen für ÖPP-Modell

Der Bürgermeister zeigte sich offen für ein ÖPP-Modell, in der ein Generalübernehmer das Gebäude nach genauen Vorgaben erstelle, an die Stadt vermiete und es nach einer festgelegten Frist in den Besitz der Stadt übergebe. Als Vorteile verwies er auf Mietzahlungen statt der Millionen-Investitionen und das vermiedene Preiserhöhungs-Risiko. Er zeigte sich überzeugt, dass es für ein solches Projekt mehrere Interessenten wie Arbeitsgemeinschaften örtlicher Handwerksunternehmen oder Banken in Löningen gebe, die sich einem Wettbewerb um die Höhe der Miete stellen  stellten.

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