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Sanierung der Ortsdurchfahrt Langförden nähert sich letztem Abschnitt

Die Arbeiten sollen im Frühjahr abgeschlossen werden. Aber Witterung und Pandemie können den Zeitplan beeinträchtigen.

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Kein Durchkommen: Ein Teil der Ortsdurchfahrt bleibt weiterhin für den Verkehr gesperrt. Foto: Speckmann

Kein Durchkommen: Ein Teil der Ortsdurchfahrt bleibt weiterhin für den Verkehr gesperrt. Foto: Speckmann

Straßenbauarbeiter sind in diesen Tagen nicht zu beneiden. Temperaturen um den Gefrierpunkt, dazu immer wieder Schnee- und Regenschauer und nicht zuletzt die Schutzmaßnahmen wegen der Corona-Pandemie machen die Arbeit unter freiem Himmel nicht gerade zum Vergnügen. Doch auf der Ortsdurchfahrt in Langförden geht es trotz der widrigen Verhältnisse voran. Das beauftragte Unternehmen Freytag hat in den vergangenen Tagen seine Arbeiten fortgesetzt.

Baustelle zieht vor die Kirche

Der etwa 700 Meter lange Abschnitt zwischen Paul-Klee-Straße und Hauptstraße ist im vergangenen Jahr fertiggestellt worden. Hier rollt der Verkehr längst wieder. Die Baustelle ist weitergezogen. Nun spielt sich das Geschehen nahe der Kirche ab. Am Laurentiusplatz im Bereichen der Kinderkrippe und des Kindergartens wird gepflastert. Mit vereinten Kräften stellen die Arbeiter den Gehweg an der Langen Straße her.

Der Bereich zwischen dem Laurentiusplatz und der Einmündung zur Pastor-Meistermann-Straße, also auf der Westseite der Ortsdurchfahrt, ist größtenteils fertiggestellt. „Anfang Februar werden die Arbeiten auf der anderen Straßenseite von der Kirche St. Laurentius bis zur Pastor-Meistermann-Straße fortgesetzt“, berichtet Volker Kläne, Pressesprecher der Stadt Vechta.

Einsatz am Fuße der Kirche: Die Bauarbeiter stellen zurzeit den Gehweg an der Langen Straße her. Foto: SpeckmannEinsatz am Fuße der Kirche: Die Bauarbeiter stellen zurzeit den Gehweg an der Langen Straße her. Foto: Speckmann

Zunächst wird  die Bord- und Rinnenanlage gesetzt, ehe die Pflasterung des Gehweges erfolge. Im Anschluss stehen die Bord-, Rinnen- und Pflasterarbeiten im letzten Bauabschnitt zwischen der Pastor-Meistermann-Straße und dem Bomhofer Weg auf dem Programm. Diese sollen voraussichtlich Anfang März abgeschlossen werden. "Soweit möglich werden die Bauarbeiten gleichzeitig mit mehreren Kolonnen ausgeführt“, heißt es.

Der Zeitplan sieht vor, dass im März die Asphaltarbeiten zwischen der Hauptstraße und dem Bomhofer Weg erfolgen. „Ein konkreter Termin steht noch nicht fest, dieser ist stark von den Witterungsbedingungen abhängig“, so Kläne weiter. Die aktuellen Außentemperaturen ließen nur bedingt Bauarbeiten zu. Hinzu kommen die Einschränkungen der Corona-Pandemie. Sie könnten sich zusätzlich auf den Betrieb der Baustelle auswirken.

Platzhalter für die Begrünung: An 60 Standorten, wie hier vor der Fleischerei Lübbe, sollen Bäume gepflanzt werden. Foto: SpeckmannPlatzhalter für die Begrünung: An 60 Standorten, wie hier vor der Fleischerei Lübbe, sollen Bäume gepflanzt werden. Foto: Speckmann

Parallel zu den Straßenbauarbeiten verlegen Versorgungsunternehmen in Teilbereichen neue Leitungen. Hinzu kommt die weitere Erneuerung der Beleuchtung. Nach Angaben der Stadtverwaltung sollen in der nächsten Woche diverse Ausschreibungen auf den Weg gebracht werden. Dabei geht es um die Ausstattung des öffentlichen Raums, etwa Bänke, Mülleimer, Poller oder Pavillon.

Auch die Ausschreibung für die Bepflanzung steht auf der Agenda. Laut vorliegender Planung sollen entlang der erneuerten Ortsdurchfahrt insgesamt 60 Bäume gepflanzt werden. Warnbaken sichern zurzeit die Standorte. Die Pflanzungen sollen ebenso wie die Installation der übrigen Ausstattung im Frühjahr verrichtet werden. Dann kann der Verkehr wieder rollen. Ursprünglich sollte die Baumaßnahme schon Ende des vergangenen Jahres abgeschlossen werden.

Verkehrsteilnehmer sollen Umleitung nutzen

Der aktuelle Bauabschnitt zwischen Hauptstraße und Bomhofer Weg ist weiterhin gesperrt und nur für Anlieger freigegeben. Ein komplettes Durchfahren der Baustelle ist nicht möglich. Verkehrsteilnehmer sollen diesen Bereich über die Umleitung umfahren. Die Stadt Vechta weist Fahrzeugführer darauf hin, weiterhin die ausgeschilderten Umleitungsstrecken zu nutzen. Die Parkplätze auf dem Laurentiusplatz sind von der Hauptstraße aus erreichbar.

Die Pfarrgemeinde St. Laurentius bittet die Besucher darum, auch auf andere Parkplätze, wie zum Beispiel an der Hauptstraße, beim Zaubergarten oder auch beim Pfarrheim auszuweichen. Die Zuwegung vom Laurentiusplatz zur Pfarrkirche ist durch einen ausgeschilderten Weg gewährleistet. Neben dem Hinweis auf die Baustelle gibt es in den Pfarrnachrichten ein großes Lob für die Arbeiter der Oldenburger Straßenbaufirma, „die wirklich gute Arbeit leisten und auch bei schlechterem Wetter immer tätig sind“.

Baumaßnahme kostet etwa 3 Millionen Euro

Die Baumaßnahme ist Teil der Dorferneuerung. Laut Kostenplanung beläuft sich das Investitionsvolumen auf rund 3 Millionen Euro. Dabei kann die Stadt Vechta auf Zuschüsse bauen. Der Landkreis Vechta steuert 100.000 Euro bei, weil es sich bei der Ortsdurchfahrt um eine Kreisstraße handelt. Im Rahmen der Dorferneuerung gibt es Fördermittel der Europäischen Union. Sie belaufen sich auf knapp 1,1 Millionen Euro.

Weiße Baustelle: Schnee- und Regenschauer machen die Arbeit auf der Ortsdurchfahrt nicht einfacher. Foto: Stadt VechtaWeiße Baustelle: Schnee- und Regenschauer machen die Arbeit auf der Ortsdurchfahrt nicht einfacher. Foto: Stadt Vechta

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