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"Runter vom Sofa": Nach 2 Jahren überwinden Nachbarn wieder Grenzen

Die Sportgemeinschaft Böen hatte den ganzen Ort eingeladen. Die Straßenteams wetteiferten um den Dorfpokal. Die Stimmung war super.

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Zielen und treffen: Die Werfer zielten auf die gut geschützten Köpfe ihrer Mitspieler. Foto: Sportgemeinschaft Böen/Stammermann

Zielen und treffen: Die Werfer zielten auf die gut geschützten Köpfe ihrer Mitspieler. Foto: Sportgemeinschaft Böen/Stammermann

2 Jahre hatten die Böener auf ihr "Spiel ohne Grenzen" verzichten müssen. Jetzt durften sie wieder um die Wette balancieren, Ringe werfen und Becher stapeln. Der Teamwettkampf auf dem Dorfplatz wurde für Teilnehmer und Zuschauer eine Riesengaudi.

Ein wenig eingerostet waren die Dörfler allerdings schon noch. "Wir hatten tatsächlich Mühe, genügend Teams zu finden", gesteht Mitorganisatorin Sarah Stammermann. Kurz vor Meldeschluss war erst ein Quartett beisammen. Schließlich vervollständigte das Team mit dem treffenden Namen "Last Minute" das Starterfeld. Stammermann führt die Zögerlichkeit vor allem auf die lange Abstinenz zurück. "Vielen Vereinen geht es zurzeit ähnlich. Durch Corona ist so einiges eingeschlafen." Um das Dorfleben wieder zu aktivieren, seien gemeinsame Veranstaltungen notwendig.

In Böen hieß es also "Runter vom Sofa". Immerhin hat das "Spiel ohne Grenzen" eine knapp 20-jährige Geschichte. "Davor gab es in jedem Jahr ein Straßenfußballturnier", erzählt Stammermann. Was fehlte, war ein Turnier für Jung und Alt. Das sollte sich ändern.  Nachbarschaftsteams treten zwar heute auch noch an, mittlerweile finden sich aber auch gleich mehrere Straßen zusammen.

Teams stellen Gegnern knifflige Aufgaben

Für die Gestaltung des Wettbewerbs sind die Mannschaften selbst verantwortlich. Jede entwickelt ein eigenes Spiel, an dem sie selbst aber nicht teilnehmen darf. Kein Wunder, dass die Konkurrenten wieder besonders knifflige Aufgaben lösen mussten. So galt es, Hula-Hoop-Reifen über die Köpfe der Mitspieler zu werfen, mit Wasserballon an den Füßen über Blumentöpfe zu laufen und in rasender Geschwindigkeit Becher zu stapeln. "Für alle war es ein großer Spaß", berichtet Sarah Stammermann.

Geschickt: Auch die Kinder durften in den Teams mitmachen. Foto: SG BöenGeschickt: Auch die Kinder durften in den Teams mitmachen. Foto: SG Böen

Sportlich nahmen die Aktiven das Ganze aber durchaus ernst. Mit den gemeinen Ideen ihrer Gegner am besten zurecht kamen die „Buschmänner“ aus der Waldstraße. Die bunt gemischte Truppe, zu der natürlich auch "Buschfrauen" gehörten, gewann souverän alle ihre Spiele und nahm am Ende verdient den Dorfpokal entgegen. Anschließend wurde kräftig gefeiert. Für die Stärkung von Athleten und Publikum sorgte der „Adler vom Horst“.

Bereits vor dem Turnier übergab die Sportgemeinschaft außerdem einen Scheck über 540 Euro an Marlies Hukelmann vom Verein „Bürger für Bürger“. Die Böener hatten die Einnahmen aus ihrer Discgolf-Anlage gespendet, um die Löninger Neugründung finanziell zu unterstützen. Discgolf kann gegen eine Gebühr auf einer Bahn gespielt werden. Die Frisbees entleiht der Gasthof Lüdeke-Dalinghaus.

Startgeld: Der Vorstand der Spielgemeinschaft übergab Marlies Hukelmann (2. von rechts) einen Spendenscheck. Foto: SG BöenStartgeld: Der Vorstand der Spielgemeinschaft übergab Marlies Hukelmann (2. von rechts) einen Spendenscheck. Foto: SG Böen

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