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Runde Sache: BBS-Schüler pflanzen Apfel- und Birnbäume

Zum Teil jahrhundertealte Sorten zieren die Streuobstwiese, die junge Frauen und Männer der Umweltschule Europa angelegt haben. Auch die Schwarzerde "Terra Preta" wurde produziert.

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Fachlich gut: Unter der Regie von Lehrer Stefan Siemer (rechts) gestalteten BBS-Schüler die Streuobstwiese. Foto: Wimberg

Fachlich gut: Unter der Regie von Lehrer Stefan Siemer (rechts) gestalteten BBS-Schüler die Streuobstwiese. Foto: Wimberg

Die goldenen Zeiten der Goldparmäne sind zwar vorbei. Doch bei den Berufsbildenden Schulen (BBS) Friesoythe findet die seit dem 16. Jahrhundert existierende Apfelbaumsorte wieder Beachtung. Ob der in früheren Zeiten als eine der besten Tafelobstsorten geltende Apfel auch in der Streuobstwiese am Standort Scheefenkamp wächst und gedeiht, bleibt noch abzuwarten.

Optimale Voraussetzungen sind jedoch von den angehenden Landwirten und den Schülern der Berufseinstiegsklassen (Sprache und Integration) geschaffen worden. Mit dem Projekt unterstreichen die jungen Frauen und Männer den Status der "Umweltschule Europa", den die BBS seit 1999 inne haben.

„Nachhaltiges Handeln und Biodiversität“, nennt Fachtheorielehrer und Umweltbeauftragter Norbert Berssen maßgebliche Faktoren, die den Schülern vermittelt werden sollen. „Und jede Aktion ist dafür förderlich“, so der Pädagoge. Sein Kollege und Fachpraxislehrer Stefan Siemer übernahm mit coronakonformen Kleingruppen den handwerklichen Part, zu dem vor dem Pflanzen auch die Produktion von „Terra Preta“ als ertragreiche Schwarzerde zählte. Hier waren die künftigen Landwirte gefragt, die sich dabei mit der Fermentation und den effektiven Mikroorganismen auseinandersetzten.

Werden ersetzt: Statt der klassischen Baumschulbeschriftung erhält jeder Baum künftig ein eigens produziertes Metallschild. Foto: WimbergWerden ersetzt: Statt der klassischen Baumschulbeschriftung erhält jeder Baum künftig ein eigens produziertes Metallschild. Foto: Wimberg

Zehn neue Bäume alten Ursprungs fanden dann eine neue Bleibe auf dem rund 400 Quadratmeter großen Gelände am Schulgebäude. Darunter auch die Birne „Alexander Lucas“, die Apfelsorte „Knebusch“, eine Hauszwetschge und eine Pflaume, die sich gleich neben die bereits vorhandene Kirsche gesellte. Dass die hochstämmigen Bäume in den Besitz der BBS kamen, war dem Förderverein zu verdanken, der sie über eine Edewechter Baumschule erwarb. Ein Dank ging auch an Lehrer und Hobbyzüchter Klemens Sassen, der den Schülern drei seiner veredelten Bäume zur Verfügung stellte.

Professionell in Szene gesetzt werden sie nicht nur durch eine fachgerechte Platzierung, sondern auch durch eine besondere Kennzeichnung. So beteiligen sich Schüler der Berufsfachschule Metalltechnik an der Maßnahme und fertigen im 3D-Druckverfahren massive Namensschilder.

Geerntet wird in den Herbstmonaten, und vom schmackhaften Obst sollen die beteiligten Schüler sowie alle Schulkiosk-Kunden profitieren.

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