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Rund 800 Senioren bekommen in Löningen und Lindern ihre Corona-Impfung

Die Organisatoren ziehen nach dem Impf-Wochenende im Landkreis Cloppenburg eine positive Bilanz. Die Restdosen wurden für hauptamtliche Rettungssanitäter genutzt.

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Perfekt organisiert: Viel Lob gab es von den über 600 Frauen und Männern, die am Freitag und am Samstag  in der Löninger Sporthalle  ihre erste Impfung gegen das Corona-Virus erhalten haben. Foto: Willi Siemer

Perfekt organisiert: Viel Lob gab es von den über 600 Frauen und Männern, die am Freitag und am Samstag in der Löninger Sporthalle ihre erste Impfung gegen das Corona-Virus erhalten haben. Foto: Willi Siemer

Viel Lob von den Senioren in Löningen und Lindern für die perfekte Organisation ihrer ersten Corona-Schutzimpfung in ihren Heimatgemeinden am vertrauten Ort und Erleichterung bei den Verantwortlichen der Verantwortlichen über den reibungslosen Ablauf: Auch der 3. und 4. Impftermin im Landkreis Cloppenburg der über 80-Jährigen am Freitag und Samstag in Löningen und am Samstag in Lindern bestätigte die Entscheidung der Verantwortlichen auf Kreisebene in einem niedersachsenweit viel beachteten Modell, den Senioren ihre Corona-Schutzimpfung vor Ort zu ermöglichen.

Die Stadtverwaltung hatte die große Sporthalle in das Löninger Impfzentrum mit einer Einbahnstraße zwischen Empfang, Überprüfen der Unterlagen, Impfen in Geräteräumen, dem Ruhebereich und dem Ausgang umfunktioniert. Mehr 50 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Verwaltung, den Bädern und dem Bauhof waren mit jeweils täglich 6 ehrenamtlichen Aktiven der Rote-Kreuz Bereitschaft und einem gleich starken Team der Feuerwehr als Betreuer, Organisatoren, als Überprüfer der Unterlagen oder als Ordnungsdienst an beiden Tagen im Einsatz.

Auch Lastruper profitieren

Auch in Lindern war die Sporthalle ausgewählt worden mit den gleichen Akteuren, allerdings wegen der geringeren Anzahl der zu Impfenden in kleinerer Besetzung. „Das klappt ja hier wie am Schnürchen“, bemerkte eine Tochter zu ihrer Mutter in der Linderner Sporthalle, nachdem beide nach der Impfung mit dem ersten kleinen Piks gegen die große Virus-Bedrohung in einer der Umkleidekabinen auf dem Weg zur Mensa waren, die zum Ruheraum umfunktioniert worden war.

Der erste kleine Piks: In einer der Umkleidekabinen der Sporthalle in Linden impfte dieses Team mit Daniel Fink (v.li.)Dr. Holger Laing (hinten) und Jan Osterbrink die über 80-Jährigen. Foto: Willi SiemerDer erste kleine Piks: In einer der Umkleidekabinen der Sporthalle in Linden impfte dieses Team mit Daniel Fink (v.li.)Dr. Holger Laing (hinten) und Jan Osterbrink die über 80-Jährigen. Foto: Willi Siemer

Für die wenigen Impfdosen, die wegen der aus Krankheitsgründen nicht erschienenen Senioren nicht benötigt wurden, fanden die Verantwortlichen eine unumstrittene Verwendung: Es wurden sowohl in Lindern als auch in Löningen hauptamtliche Rettungssanitäter, die aufgrund ihrer Arbeit unmittelbar mit Corona-Patienten zu tun haben, angerufen und geimpft. Die Verwendung derartiger, wegen der Haltbarkeit sofort zu verwendender Restdosen unter anderem für Politiker hatte zu heftigen öffentlichen Diskussionen geführt.

Zuvor hatten die Mitarbeiterinnen der Löninger und der Linderner Verwaltung noch einmal Kontakt zu den wenigen nicht Erschienenen aufgenommen und sie erneut auf den Impftermin aufmerksam gemacht. In Lindern wurde zudem noch ein knappes Dutzend der Personen geimpft, die in Lastrup aus unterschiedlichsten Gründen nicht berücksichtigt werden konnten.

Hohe Impfbereitschaft

Sowohl Linderns Bürgermeister Karsten Hage als auch sein Löninger Amtskollege Marcus Willen werteten die hohe Quote der über 80-Jährigen, die nach der Anmeldung auch zur Impfung gekommen waren, als großen Erfolg und als Zeichen des Vertrauens, das mit den Anrufen der häufig von Namen und sogar Person bekannten Verwaltungs-Mitarbeiterinnen begonnen habe. In Lindern konnten lediglich drei Frauen und Männer der 205 Angemeldeten aus Krankheitsgründen nicht teilnehmen, in Löningen waren von den 625 Eingeladenen insgesamt 13 Senioren.

Beide bedankten sich bei allen, die mit ihrem Engagement zum Erfolg beigetragen hätten. Der Einsatz habe offenbar allen Freude bereitet, weil man Teil einer lebensrettenden Aktion war und weil sich die Teilnehmer dankbar für die Hilfe und die Betreuung zeigten. „Wenn die Ansprache dann sogar noch in vertrautem Plattdeutsch erfolgt, haben wir alles richtig gemacht“, so Hage.

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