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Rund 1.000 Haushalte in Visbek haben Glasfaseranschluss

Etwa ein Jahr lang haben die Arbeiten gedauert, jetzt hat Deutsche Glasfaser das Projekt in Visbek so gut wie abgeschlossen. In Hogenbögen und Rechterfeld ist das Unternehmen in den letzten Zügen.

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Gute Zusammenarbeit attestieren sich gegenseitig Thomas Breer (Deutsche Glasfaser, von links), Wilfried Stindt (Deutsche Glasfaser), Thomas Engbers (Deutsche Glasfaser), Christian Erdmann (Bauamt Gemeinde Visbek) und Bürgermeister Gerd Meyer. Foto: C. Meyer

Gute Zusammenarbeit attestieren sich gegenseitig Thomas Breer (Deutsche Glasfaser, von links), Wilfried Stindt (Deutsche Glasfaser), Thomas Engbers (Deutsche Glasfaser), Christian Erdmann (Bauamt Gemeinde Visbek) und Bürgermeister Gerd Meyer. Foto: C. Meyer

Ruckelfreies Streamen, stabile Videokonferenz, schnelle Datenübermittlung – rund 1.000 Haushalte in Visbek surfen jetzt mit einem Glasfaseranschluss im Internet. Der Ausbau des Glasfasernetzes durch Deutsche Glasfaser in der Gemeinde Visbek ist so gut wie abgeschlossen, wie Verantwortliche des Unternehmens wie auch Mitarbeitende der Gemeindeverwaltung jetzt bei einem gemeinsamen Pressetermin verkünden.

Rund 60 Prozent der Haushalte in Visbek, Hagstedt und Erlte seien jetzt an das Glasfasernetz angeschlossen, sagte Wilfried Stindt, zuständiger Bauprojektleiter bei Deutsche Glasfaser. Die anderen 40 Prozent hätten aber weiterhin die Möglichkeit, sich an das Netz anschließen zu lassen, ergänzte er. Die Leitungen vor den Haustüren seien ja schließlich verlegt und "wir haben Reserven für jeden Kunden". In Hogenbögen und Rechterfeld sei der Tiefbau in der kommenden Woche abgeschlossen, sagte Thomas Breer, Projektleiter bei Deutsche Glasfaser. Die Anschlüsse werden im Laufe des Monats verlegt.

Große Anbieter interessieren sich weniger für ländliche Gebiete

Bürgermeister Gerd Meyer warf bei der Gelegenheit einen Blick in die Vergangenheit. Im Oktober 2019 sei der Kooperationsvertrag zwischen der Gemeinde und dem Unternehmen geschlossen worden. Seitdem sei ein „kurzer Draht“ zueinander eingehalten worden. Über den Ablauf seit Vertragsabschluss bis heute sei er zufrieden, sagte Meyer. Stindt verwies darauf, dass man sich vor gut einem Jahr über den Bauzeitplan unterhalten habe. Bis zum Ende des vergangenen Jahres sei der Tiefbau vor Ort abgeschlossen gewesen. Bis Ende April dieses Jahres seien die Hausanschlüsse realisiert worden. Er lobte die gute Zusammenarbeit mit dem Bauamt.

Christian Erdmann vom zuständigen Bauamt gab dieses Lob zurück. Er habe das auch schon anders erlebt, gab er zu. Doch selbst bei Problemen habe man gemeinsam immer eine Lösung gefunden. Er vernehme auch aus der Bevölkerung eine positive Rückmeldung. Erdmann vermutete zudem, dass die Pandemie dem Projekt Nachdruck verliehen habe. Homeschooling und Homeoffice hätten gezeigt, wie wichtig ein ordentlicher Internetanschluss sei. Vor diesem Hintergrund sei die Gemeinde jetzt gut aufgestellt, ergänzte Meyer.

Der Bürgermeister machte auch deutlich, dass kleine Kommunen in der Vergangenheit von den großen Anbietern vergessen wurden. Ein gutes Stichwort für Stindt: "Wir sind ein Treiber im ländlichen Bereich." Das Engagement von Deutsche Glasfaser habe konkret Defizite im Glasfaserausbau aufgezeigt, sagte Meyer. Mittlerweile gebe es dahingehend Bewegung und auch andere Anbieter bemühten sich mehr um Gebiete, die vorher als zu unattraktiv galten.

Gemeinde wartet jetzt auf den Landkreis

Andere Visbeker Ortsteile, die bislang kein Glasfaser-Angebot bekommen haben, werden bei der Breitbandinitiative des Landkreises Vechta berücksichtigt, sagte Gerd Meyer. Der Baustart ist für diesen Herbst angepeilt, führte Christian Erdmann aus. Bis zum Frühjahr 2023 sollen alle sukzessive angeschlossen werden, so der Plan, sagte Erdmann. "Wenn die Arbeiten von Deutsche Glasfaser in Hogenbögen und Rechterfeld abgeschlossen sind, warten wir auf den Landkreis", fasste er das weitere Vorgehen der Gemeinde zusammen.

Insgesamt 6 Kommunen im Landkreis Vechta habe Deutsche Glasfaser im vergangenen bedienen können. In allen sei man in den "letzten Zügen", sagte Wilfried Stindt. Das Unternehmen starte momentan mit Nachfragebündelungen im Landkreis Cloppenburg. Dort besteht für die Bürgerinnen und Bürger in insgesamt 9 Kommunen die Möglichkeit, einen Glasfaseranschluss zu bekommen.

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