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Rufbus: Mehr Haltestellen in Löningen geplant

Wäre die Pandemie nicht dazwischen gekommen, hätte sich die Nachfrage weiter nach oben entwickelt, glaubt der Mobilitätsmanager des Landkreises. Im Planungsausschuss erhielt das Konzept trotzdem Lob.

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Seit 2020 unterwegs: Der Rufbus fährt auf zwei Linien durch Löningen. Foto: Stadt Löningen/Willen

Seit 2020 unterwegs: Der Rufbus fährt auf zwei Linien durch Löningen. Foto: Stadt Löningen/Willen

Von der Pandemie ausgebremst worden ist zuletzt auch der Rufbus im Landkreis Cloppenburg. Dass das Angebot nach einem schwierigen Start inzwischen aber grundsätzlich besser angenommen wird, versuchte Mobilitätsmanager Daniel Seemann, den Mitgliedern des Löninger Planungsausschusses zu verdeutlichen. Fahrplanänderungen und die Schaffung neuer Haltepunkte sollen die Nutzung künftig weiter erhöhen.

Noch sind die Zahlen bescheiden. Bis zu 850 Fahrgäste haben die Busse pro Woche befördert. UfL-Fraktionsvorsitzender Jörg Bremersmann rechnete schnell durch und kam auf ein gutes Dutzend pro Tag und Linie. Er stellte sich jedoch ebenso wie die Vertreter der anderen Fraktionen hinter das Konzept. Es besteht aus einer Kombination von festen Haltepunkten und Bedarfshaltestellen. Die Fahrer der Busse können also von ihrer Normalroute abweichen, wenn eine der Bedarfspunkte zuvor geordert wurde. Für Ältere sei das Buchungsverfahren per App möglicherweise zu kompliziert, mutmaßte Bremersmann. Laut Daniel Seemann rufen die meisten Kunden jedoch direkt bei der Telefonzentrale an. "Darunter sind alle Altersklassen, also auch Auszubildende und Pendler." 

Der Mobilitätsmanager macht vor allem die Pandemie für die schleppenden Fahrgastzahlen verantwortlich. "Steigt Corona, gehen die Buchungen runter." Dabei hatte er vor dem erneuten Anstieg der Inzidenzen im Landkreis eine positive Entwicklung festgestellt. "moobil+" benötige einen langen Atem, betont er. "In Vechta brauchte es fünf Jahre, bis das System etabliert war." Im Zeitvergleich stünde Cloppenburg sogar besser da, als der Nachbarkreis. 

Busse wurden mit Luftreinigern ausgestattet

Das Pilotprojekt war Mitte vergangenen Jahres mit coronabedingter Verspätung gestartet worden. Inzwischen seien sämtliche Linienbusse mit hocheffektiven Luftreinigern ausgestattet worden, berichtet Seemann. Sie können jetzt auch Fahrräder transportieren. Am Fahrplan wurde ebenfalls gebastelt. In Löningen etwa sollen neue Bedarfshaltestellen an der Haselünner Straße, beim Freibad, am Vinner Weg und an der Copernicusstraße hinzukommen. Die von Egbert Schäpker (Grüne) angeregte Verbindung zum Quakenbrücker Krankenhaus ist aber nicht vorgesehen. Der Weg dorthin sei zu lang, erklärte Seemann. "Wir müssten dann Haltestellen wegfallen lassen. Unser Auftrag ist aber, die Fläche zu erschließen." 

Bürgermeister Burkhard Sibbel sicherte dem Landkreis die Unterstützung durch die Stadt zu. Ziel müsse sein, den öffentlichen Personennahverkehr auch aus Gründen des Klimaschutzes zu fördern. Er regte an, künftig auch die Sportstätten stärker an das System anzubinden.

Ampel gefordert: Der Kreuzungsbereich am Vinner Weg soll sicherer werden. Foto: MeyerAmpel gefordert: Der Kreuzungsbereich am Vinner Weg soll sicherer werden. Foto: Meyer

Der Ausschuss beschäftigte sich außerdem mit der Verkehrssituation am Vinner Weg. Dem Gremium lag ein Antrag der ehemaligen Grünen/Linke-Fraktion für den Bau einer Dunkelampel im Kreuzungsbereich Am Notbom/Im Holte vor. Grund sei die Zunahme der Bebauung, erklärte Schäpker. Immer mehr Kinder und Erwachsene würden die Straße queren müssen. Weil der Abschnitt kein Unfallschwerpunkt ist, müsste die Stadt die Ampel aus eigener Tasche bezahlen. Die Siedlungsgemeinschaft Windthorst hatte die Ampel erstmals bereits 2008 beantragt. Rainer Kroner (SPD) schlug vor, ältere ähnliche Anträge noch einmal zu begutachten. Die Ausschussmitglieder stimmten der Idee zu. Sollte die Ampel am Vinnerweg kommen, müssten sich die Anwohner gemeinsam mit 2000 Euro an den Kosten beteiligen.

Ebenfalls abgenickt hat der Planungsausschuss die Umstufung der Elberger Straße von einer Kreis- zu einer Gemeindestraße. Die Straße besitze keine überörtliche Funktion mehr, hieß es zur Begründung. Der Landkreis werde dort noch einige Reparaturen durchführen. Außerdem ist vorgesehen, den Radweg in einer Breite von 2,5 Meter auszubauen.

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