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Rüschendorf bekommt eigene Tagespflege

2023 soll an das Pfarrheim angebaut werden. Die Stiftung Maria-Rast wird die Räume von der Pfarrgemeinde St. Viktor pachten und für die 3. Tagespflege in Damme nutzen.

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Erweiterung: Das Pfarrheim in Rüschendorf bekommt einen Anbau im Bereich des St.-Agnes-Saals (vorne). So entstehen Räume für eine neue Tagespflege. Foto: Lammert

Erweiterung: Das Pfarrheim in Rüschendorf bekommt einen Anbau im Bereich des St.-Agnes-Saals (vorne). So entstehen Räume für eine neue Tagespflege. Foto: Lammert

Die Stiftung Maria-Rast plant im Dammer Ortsteil Rüschendorf ihre 3. Tagespflege für Senioren zu eröffnen. Zuvor aber muss die Pfarrgemeinde St. Viktor das Pfarrheim um einen rund 240 Quadratmeter großen Anbau erweitern.

Den wird sie, wie Pfarrer Heiner Zumdohme am Mittwoch bei der Gemeindeversammlung für den Kirchort sagte, nach der Fertigstellung an die Stiftung vermieten. Die Tagespflege wird zudem tagsüber Räume im Pfarrheim mitnutzen.

Anbau ist derzeit mit 800.000 Euro veranschlagt

Wie Kirchenprovisor Ralf Meyer-Hülsmann mitteilte, sind die Baukosten aktuell auf rund 800.000 Euro geschätzt. Den Bauantrag werde die Pfarrgemeinde im Spätsommer stellen. Die Ausschreibung der Gewerke für Herbst geplant. Gebaut werden könne ab Anfang 2023. Die Eröffnung sei frühestens Ende 2023 denkbar.

Pfarrer Zumdohme betonte, das Pfarrheim werde ein Treffpunkt der Rüschendorfer bleiben – auch nach der Eröffnung der Tagespflege. Auch zukünftig sollen es die Vereine ebenso nutzen können wie die örtliche Grundschule für den Mittagstisch. Aber: Derzeit stehe es zu 90 Prozent der Zeit leer, sagte der Geistliche und fügte hinzu: "Das wollen wir ändern."

Im Zuge des Dorfentwicklungsprogramms "Damme-Ost" plant die Stadt Damme, beim Amt für regionale Landesentwicklung Weser-Ems Mittel auch für die Umgestaltung der Kapelle auf dem katholischen Friedhof in Rüschendorf zu beantragen. Vorgesehen ist nach Worten Heiner Zumdohmes, einen Kühlraum in dem kleinen Gotteshaus einzurichten.

Friedhofskapelle soll ein Kühlhaus bekommen

In dem Zusammenhang teilte er weiter mit, dass die Gebühren, die die Kirchengemeinde für den Rüschendorfer Friedhof erhebe, nicht mehr kostendeckend seien. Deswegen werde es nicht ohne eine Erhöhung gehen. Dazu erklärte der frühere Provisor Alois Busch, die Pfarrgemeinde solle dabei auch das aktuelle Bezahlungsmodell überdenken.

Hinsichtlich der sich wandelnden Bestattungskultur sagte der Pfarrer, in Rüschendorf seien noch rund 80 Prozent der Beisetzungen Sargbestattungen. Aber Urnenbeisetzungen würden mehr nachgefragt. Deshalb biete die Pfarrgemeinde auf dem Friedhof nun auch Urneneinzel- und Urnengemeinschaftsfelder an. Es werde aber auf dem Friedhof auch in Zukunft keine Möglichkeit der anonymen Bestattung geben.

Aus Rüschendorf sind keine Missbrauchsfälle bekannt

Mit Blick auf den sexuellen Missbrauch von Kindern durch Priester im Bistum Münster sagte Heiner Zumdohme, aus Rüschendorf seien bis heute keine Fälle bekannt. Aber der in der Missbrauchsstudie der Universität Münster für die Jahre 1945 bis 2020 angeführte Pfarrer Georg Meyer, der auch in Friesoythe-Markhausen gewirkt hatte, war als Kaplan in den 1930er Jahren in Rüschendorf gewesen. Aus dieser Zeit sei nicht bekannt, dass er sich an Kindern vergangen habe.

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