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Rückblick, Ausblick und gute Gespräche bei viel Musik: So verlief der Emsteker Neujahrsempfang

Die Gemeinde Emstek hat zum Neujahrsempfang geladen und 400 Gäste sind gekommen. Der offizielle Teil wurde dabei bewusst kurz gehalten.

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Geladene Gäste: Tobias Büssing (von links), Johannes Kalvelage, Dirk Vaske, Ellen Lanfermann, Michael Fischer, Michael Heyer, Stephan Christ, Hermann Schröer, Heinrich Petersen, Peter Kleene, Christoph Eilers und Reiner kleine Holthaus. Foto: Vorwerk

Geladene Gäste: Tobias Büssing (von links), Johannes Kalvelage, Dirk Vaske, Ellen Lanfermann, Michael Fischer, Michael Heyer, Stephan Christ, Hermann Schröer, Heinrich Petersen, Peter Kleene, Christoph Eilers und Reiner kleine Holthaus. Foto: Vorwerk

Den roten Teppich hat die Gemeinde Emstek am Freitagabend ausgerollt und 400 Gäste kamen, um über ihn in die Aula der Oberschule zu schreiten. Nach 2-jähriger Unterbrechung wurde dieses gesellschaftliche Großereignis wieder gestartet und die Resonanz war so gut wie selten zuvor.

Es war ein Abend der Gespräche, der Begegnung und der Musik. Angefangen mit "Cäcilia Five", die schon am Teppich mit Fanfarenklängen und Trompeten-Arrangements den Besuch empfingen, was nach der Begrüßung durch Bürgermeister Michael Fischer in ein gänzlich gegensätzliches Genre umschwang. "De Winnewupps" aus der Wesermarsch waren verpflichtet worden und die 4 Musiker lieferten Rock und Metal gepaart mit plattdeutschen Texten.

Musikalischer Empfang: Cäcilia Five spielten am roten Teppich. Foto: VorwerkMusikalischer Empfang: "Cäcilia Five" spielten am roten Teppich. Foto: Vorwerk

Zwar nicht ganz so laut wie man sie bei anderen Auftritten in der Gemeinde Emstek schon gehört hat, aber immer noch in einer Phonzahl, die die Konversation kurzfristig erschwerte. Zum Austausch blieb aber noch ausreichend Gelegenheit, nicht zuletzt, weil der Bürgermeister sich in seiner Ansprache kurzfasste.

Allem voran stellte er eine Gedenkminute an das Heiligabend verstorbene Ratsmitglied Willy Schnieders stellvertretend für alle Verstorbenen. Seine Grußworte verband Fischer mit der Hoffnung, dass die Staatslenker zur Besinnung kommen und erkennen, dass man mit Krieg nichts erreichen kann und nur Unheil über die Welt bringt.

Lieferten Klassiker: die Musiker von Doc Summer. Foto: VorwerkLieferten Klassiker: die Musiker von "Doc Summer". Foto: Vorwerk

Die Reihe der Ehrengäste war lang, denn neben den Landtagsabgeordneten Stephan Christ (Grüne) und Christoph Eilers (CDU) waren Hermann Schröer als Vertreter des Landkreises, die Pastöre Michael Heyer und Heinrich Petersen, Ratsvorsitzender Dirk Vaske, die stellvertretenden Bürgermeister Johannes Kalvelage, Peter Kleene und Tobias Büssing, Reiner kleine Holthaus als Vertreter der Rathausmitarbeiter und die neue Jugendbürgermeisterin Ellen Lanfermann gekommen.

Fischer gibt einen kurzen Ausblick auf das Jahr 2023

Das neue Jugendparlament hat sich erst vor wenigen Wochen konstituiert und man ist noch in der Findungsphase, um dann Ziele zu formulieren. Entsprechend kurz fielen auch Lanfermanns Worte aus, in denen sie die die Grüße des neuen Gremiums ausrichtete. Fischer beließ es bei einem kurzen Ausblick, was auf die Kommune in 2023 und auch im Folgejahr zukommen wird. Geld wird in die Sanierung der Sporthallen in Bühren und Höltinghausen sowie in die Schwimmhalle gesteckt. Erweiterungen stehen bei Schulen und Kindergärten an und der Kunstrasenplatz an der Sportallee wird in Angriff genommen. 

Mögen es laut: De Winnewupps aus der Wesermarsch. Foto: VorwerkMögen es laut: "De Winnewupps" aus der Wesermarsch. Foto: Vorwerk

Der Straßenausbau wird ein Schwerpunkt sein und es gibt an der Landesstraße den ersten Abschnitt für die Nordumfahrung mit einem Kreisverkehr. Im Gewerbegebiet Westeremstek stehen zwei dringende Sanierungsarbeiten an und in Hoheging wird der Radweg entlang des Mittelweges realisiert.

Was darüber hinaus zu erwarten ist: Klimaschutz und erneuerbare Energien wird Emstek anpacken, wie auch ein städtebauliches Konzept. Das Thema Flüchtlinge wird die Gemeinde auch weiterhin beschäftigen. "115 Menschen aus der Ukraine leben aktuell in der Gemeinde und sind im Wesentlichen privat untergebracht", rechnete Fischer vor und dankte in diesem Zusammenhang besonders den Personen, die sich ehrenamtlichen engagieren, aber auch hauptberuflich alles geben, "um die Gemeinde nach vorne zu bringen".

Nur so seien Großveranstaltungen wie der Bundesjungschützentag in 2022 möglich gewesen, bei dem Lisa Voßmann aus Halen den Titel Bundesschülerprinzessin errang. Der Bürgermeister erinnerte an die Auszeichnung "Beste Schulmensa Deutschlands", die die Oberschule bekam, Kalkhoff im Ecopark mit fast 1000 Mitarbeitern als das "Unternehmen des Jahres" im Oldenburger Münsterland und eine Wirtschaftsstudie, bei der Emstek bundesweit im vorderen Bereich landete.  

Alle Interessierten konnten zum Neujahrsempfang kommen

Was den Emsteker Neujahrsempfang von vielen anderen unterscheidet, ist die Tatsache, dass nicht nur geladene Gäste kommen, sondern sich alle Interessierten anmelden können. So ergibt sich ein bunter Mix und genauso vielfältig sind die Gespräche an den Stehtischen, wo die aktuelle Entwicklung der Gemeinde ebenso diskutiert wurde, wie Erinnerungen an alte Zeiten. Nicht zuletzt die 3. Musikgruppe des Abends, "Doc Summer" lieferte mit Rock-Klassikern von Led Zeppelin und Jethro Tull Impulse für Gespräche über erste Schallplattenkäufe und Konzertbesuche.

Nicht nur der Neujahrsempfang wurde nach einer unfreiwilligen Pause wiederbelebt, auch der Neubürgerempfang soll eine Wiederauflage erfahren. Als Termin nannte Bürgermeister Michael Fischer den 10. November 2023.

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