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Rückblick: Kinder-Campus verändert Essens Ortsbild

Die Gemeinde stellt sich auf die künftigen Herausforderungen ein. Die Bevölkerung wächst und wird diverser. Das birgt auch Probleme, wie sich im Coronajahr 2021 zeigte.

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Essens Zentrum blieb auch 2021 im Wandel. Trotz Corona gingen die Arbeiten in der Ortsmitte unverdrossen weiter. Im Mittelpunkt standen dabei die Grundschule und der neue Kindercampus. Das rot geklinkerte Lernhaus konnte wie geplant nach den Sommerferien von den Klassen bezogen werden. Und kommt bei Schülern wie Lehrern bestens an. Auch der zentrale Busbahnhof wurde in Betrieb genommen. Die Arbeiten haben sich inzwischen auf den Altbau verlagert, in dem unter anderem eine Mensa mit Küche eingerichtet wird.

Für Bürgermeister Heiner Kreßmann – er wurde im September wiedergewählt – ist die Schule das wichtigste und mit Abstand teuerste Projekt seiner ersten Amtsperiode. Zusammen mit dem Gemeinderat, in den nach der Kommunalwahl erstmals auch ein Vertreter der AfD einzog, hat Kreßmann  im kommenden Jahr wieder viel vor. Dazu gehört auch die Erschließung des neuen Baugebiets an der Löninger Straße. Die Nachfrage nach Grundstücken ist bereits groß.

Probleme bereiteten der Gemeinde in den vergangenen Monaten allerdings die vielen Coronafälle im örtlichen  Schlachthof. Obwohl das Unternehmen ein strenges Testsystem einführte und den überwiegend aus Osteuropa stammenden Mitarbeitern Impfangebote machte, kam es immer wieder zu größeren Ausbrüchen.  Schlachthofmitarbeiter müssen auch auf der Covid-Station im Christlichen Krankenhaus Quakenbrück behandelt werden. 

Finger hoch: Die Grundschüler fühlen sich im neuen Lernhaus wohl.   Foto: G. MeyerFinger hoch: Die Grundschüler fühlen sich im neuen Lernhaus wohl.   Foto: G. Meyer

Dass Ausländer nach Essen nicht mehr nur zum Arbeiten kommen, zeigt sich nicht zuletzt an den Bauplatzanfragen im neuen Baugebiet. Mit dem Stand der Integration sind derzeit aber nur knapp ein Drittel der Bewohner zufrieden, wie eine Umfrage von OM-Medien ergab. In der Gemeinde lebten 2021 Menschen aus mehr als 50 Ländern, darunter sind Staaten wie Nepal, Guinea oder St. Vincent und die Grenadinen. Mit fast 900 Menschen stellen die Rumänen die weitaus größte Migrantengruppe. Kamen früher überwiegend Männer, fühlen sich inzwischen immer mehr ausländische Familien in Essen heimisch. Für sie bezahlbaren Wohnraum sowie ausreichend Betreuungs- und Ausbildungsplätze zu schaffen und sie zugleich in das Gemeindeleben einzubinden, werden wichtige Zukunftsaufgaben bleiben. 

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