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Rot-Weiß Visbek rüstet sich für die Zukunft

Der Sportverein will seinen rund 1.600 Mitgliedern weitere Angebote machen. So ist geplant, zentrumsnah weitere Räumlichkeiten für Kurse anzumieten.

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Neben dem Vereinsheim des SV Rot-Weiß Visbek sollen Räumlichkeiten im Zentrum angemietet werden. Foto: Ferber

Neben dem Vereinsheim des SV Rot-Weiß Visbek sollen Räumlichkeiten im Zentrum angemietet werden. Foto: Ferber

Auch beim SV Rot-Weiß Visbek ist das Sportgeschehen unter den vorgeschriebenen Hygiene-Auflagen nach der Corona bedingten Zwangspause wieder angelaufen. Bis aufs Kinderturnen sei man mit allen Gruppen aktiv, verkündet Geschäftsführer Tobias Kostka. Es gebe nur vereinzelt Trainer, "die sagen, mir ist das nicht geheuer, die vor der Verantwortung und dem Ansteckungsrisiko noch zurückschrecken". Die Sportgruppen erfahren insgesamt eine gute Teilnehmerresonanz, nur bei denen für ältere Menschen sei der Zuspruch teilweise noch etwas verhalten.

Workout-Training nach Zumba-Art

Neben den bewährten Sparten wie Fußball, Judo oder Volleyball sei man bei Rot-Weiß aber auch bestrebt, das Angebot weiter zu beleben, neue Dinge ins Leben zu rufen, erklärt Tobias Kostka – und nennt als Beispiel ein Workout-Training, eine Fitness-Gymnastik nach Zumba-Art. "Wir wollen uns zentrumsnah vereinseigene Räumlichkeiten anmieten, wo wir solche Kurse demnächst stattfinden lassen können", erläutert der Geschäftsführer. Ein konkretes Gebäude wolle er öffentlich derzeit aber noch nicht nennen, solange nicht alles in trockenen Tüchern sei.

Doch sollen die Räumlichkeiten auch dazu dienen, den Verein in zentraler Lage der Bevölkerung zu präsentieren. "Wir wollen uns etwas Eigenes schaffen, um unabhängig zu sein von anderen Institutionen." So habe man etwa bis zur Pandemie Yoga in Kindergärten angeboten. "Dann durften uns die Kindergärten nicht mehr reinlassen wegen Corona", erklärt Tobias Kostka. Als vorübergehende Notlösung sei man mit der Yoga-Gruppe daher ins historisch-archäologische Informationszentrum ArchäoVisbek ausgewichen. Langfristiges Ziel sei es aber, Angebote zu machen, die auch nach Corona verbleiben. "Der Verein möchte expandieren, wir wollen uns weiterentwickeln, mit der Zeit gehen", verdeutlicht der Rot-Weiß-Geschäftsführer.

Neue Heizungsanlage fürs Vereinsheim

Die zurückliegenden Wochen und Monate hat man beim rund 1.600 Mitglieder starken Verein nicht untätig verbracht. Die Zeit wurde genutzt für Sanierungen der Sportanlagen und des Materials. Unter anderem wurde die Judo-Abteilung materiell aufgerüstet. "Jetzt können wir auch alleine trainieren, wenn wieder ein Lockdown kommt, mit Puppen, oder Konditionstraining machen", erläutert Judoka Kostka. Auf kurze Sicht soll noch eine neue Heizungsanlage im Vereinsheim installiert werden. Außerdem sind Beregnungsanlagen für zwei Sportplätze vorgesehen. Die Fußballplätze hätten sich indes regenerieren können und "sehen aus wie neu".

"Aber wir hoffen immer auf die Treue der Mitglieder zum Verein, damit wir auch arbeiten, was machen können. Unseren Mitgliedern Sport anbieten zu können, ist für uns das wichtigste."Tobias Kostka, Geschäftsführer SV Rot-Weiß Visbek

Zu einer möglichen – und dann vermutlich abgespeckten – Generalversammlung will der Geschäftsführer noch keine genauen Angaben machen. Details würden noch beraten. Dass im Januar kein Sportlerball stattfinden kann, steht dagegen längst fest. "Das tut Verein und Vorstand im Herzen weh, aber die Gesundheit geht vor." Gehofft wird beim SV Rot-Weiß "dass wir eine Alternativveranstaltung in Form eines eventuellen Sommerfestes im nächsten Sommer mit Musik, Spiel und Spaß auf dem Sportplatz machen können". Einige werden dann allerdings nicht mehr mitfeiern, denn aufgrund der Corona-Situation habe es durchaus Kündigungen gegeben. "Aber wir hoffen immer auf die Treue der Mitglieder zum Verein, damit wir auch arbeiten, was machen können. Unseren Mitgliedern Sport anbieten zu können, ist für uns das wichtigste."

In diesem Zusammenhang spricht Tobias Kostka der Gemeinde Visbek ein dickes Lob aus. "Wir als Verein danken der Kommune für die gute Zusammenarbeit. Es findet ein reger Austausch statt, damit man unter Corona-Bedingungen gut Sport treiben kann."

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