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Roswitha Krause ist gerne als Gästeführerin unterwegs

Die Natur hat der Friesoytherin viel Wissenswertes zu bieten - und das gibt sie als Gästerführerin auch gerne weiter.

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In ihrem Revier: Roswitha Krause findet die Natur zu jeder Jahreszeit interessant. Foto: Tanja Schulte-Saß

In ihrem Revier: Roswitha Krause findet die Natur zu jeder Jahreszeit interessant. Foto: Tanja Schulte-Saß

„Ich arbeite gerne mit Menschen zusammen und mag es, ihnen etwas zu vermitteln“, sagt Roswitha Krause, die seit 30 Jahren als Gästeführerin in Friesoythe, an der Talsperre und der näheren Umgebung unterwegs ist. Die Natur hat sie schon immer interessiert. So ist es nicht verwunderlich, dass sie Biologie, Geographie und Kunst auf Lehramt studiert hat. „Im Schuldienst habe ich wegen der Familienphase allerdings nicht so lange gearbeitet.“ Bevor sie ihr Weg Anfang der 90er Jahre zum Team der Gästeführer führte, hat die Friesoytherin in der Erwachsenenbildung gearbeitet und hier Kurse gegeben. „Das Land Niedersachen hat damals verschiedene Kurse angeboten, um Frauen wieder ins Berufsleben zu führen. Zu der Zeit gab es nicht viele Gästeführer.“

Fortan führte sie ihr Weg durch die heimische Landschaft. Ob Stadtführungen durch Friesoythe, Fahrradtouren um die Talsperre oder als Schäferfrau Gesine, Roswitha Krause mag die Abwechslung. Nicht immer dieselbe Tour zu machen und dadurch unterschiedliche Gruppen zu führen, machen für die Gästeführerin den Reiz daran aus. „Mir machen die Touren viel Spaß, es ist ein schönes Hobby“, sagt sie. So verschieden die Führungen sind, so unterschiedlich sind auch die Menschen, die daran teilnehmen. „Ich weiß zu Beginn einer Tour nie, wie sie endet. Das hängt auch viel von den Teilnehmern ab, auf deren Wünsche ich dann individuell eingehe. Das macht es jedes Mal wieder interessant und vielseitig für mich.“

Immer mehr Einheimische wollen etwas über ihre Heimat erfahren

Die Teilnehmer sind aber nicht nur Urlauber, „es sind auch viele Einheimische, die mehr über ihre Heimat erfahren möchten.“ So lernt man die Landschaft gut kennen und geht mit anderen Augen durch die Natur. Sätze wie: „Das habe ich überhaupt nicht gewusst“ hört die Friesoytherin schon mal öfter während ihrer Führungen. Dass man z.B. die Wurzel der Nachtkerze, die auch an der Talsperre wächst, wie Schwarzwurzeln zubereiten und essen kann oder die Knospen sehr gut in einem Salat schmecken, wissen die Wenigsten. „Da wird dann hin und wieder auch schon mal probiert. Und es ist schön, wenn daraus dann Gespräche entstehen.“ Um den Gästen das, was sie vermittelt, ein Stückchen greifbarer zu machen, hat sie immer Bilder oder Utensilien dabei. „Je nach Führung ist das mal ein Stück steinhart getrockneter Schwarztorf, noch nicht gewaschene Schafwolle oder eine Becherlupe für Käfer.“ Als Schäferfrau Gesine ist sie auch schon mal in entsprechender Kleidung unterwegs. „Was auch zu jeder Führung dazugehört ist das Wetter. Ich habe häufig eine Jacke mit Kapuze dabei“, sagt sie schmunzelnd.

Die Gästeführer tauschen ihre Erfahrungen regelmäßig aus

Im Frühjahr und Sommer ist Roswitha Krause häufiger unterwegs. „Die Natur ist aber zu jeder Jahreszeit interessant und die Landschaft der Talsperre hat auch im Winter viele Facetten“, sagt die erfahrene Gästeführerin. Ihr Wissen hat sie sich über die Jahre angeeignet. „Man muss die Augen und Ohren offen halten, manches erfährt man durch Zufall. Es gibt aber auch regelmäßige Fortbildungen und wir Gästeführer tauschen unsere Erfahrungen und unsere Materialien untereinander aus.“ Einiges weiß sie aber auch noch von Zeitzeugen, zum Beispiel wie der Torfabbau damals war.

Ihre Familie hat sie bei ihrer Arbeit immer unterstützt. „Wenn Führungen am Wochenende stattfanden, musste die Familie das ein oder andere Mal zurückstecken“, erzählt Roswitha Krause. Auch wenn sie schon einige Jahre als Gästeführerin unterwegs ist, macht es ihr immer noch viel Spaß. „Die Natur ist nichts Statisches und verändert sich ja auch immer“, sagt sie. „Außerdem hält es geistig und körperlich fit.“

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