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Romfahrt sorgt für ganz neues Miteinander an Cloppenburger Gymnasium

Für eine Woche wechselten über 900 Jugendliche und Lehrkräfte der Liebfrauenschule das Klassenzimmer gegen die "Ewige Stadt". Die gemeinsame Fahrt war zwar aufwendig, hat sich aber gelohnt.

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Die Cloppenburger Liebfrauenschule war mit über 900 Personen für eine Woche in Rom. Im Petersdom war aber genug Platz für alle, sodass auch noch Weihbischof Wilfried Theising (Mitte) dazukommen konnte.  Foto: Bramlage

Die Cloppenburger Liebfrauenschule war mit über 900 Personen für eine Woche in Rom. Im Petersdom war aber genug Platz für alle, sodass auch noch Weihbischof Wilfried Theising (Mitte) dazukommen konnte.  Foto: Bramlage

"Meinen ersten Espresso in Ruhe habe ich auf der Rückfahrt genossen", gibt Elisabeth Heuer als Vertreterin der Schulleitung der Liebfrauenschule (ULF) zu. Eigentlich ein trauriges Geständnis, wenn man gerade eine Woche im Heimatland der Kaffeespezialität verbracht hat. Aber die mangelnde Zeit für den entspannten Genuss ist verständlich. Denn wenn die ganze Schülerschaft in einer fremden Stadt zusammenkommt, ist logischerweise auch das Lehrpersonal gut beschäftigt. Diesen Aufwand habe man aber gerne auf sich genommen, so Heuer. Schließlich sei die Schulfahrt "das wichtigste Ereignis des Schuljahres" gewesen. 

Und dieses Ereignis war – da sind sich im Rückblick eigentlich alle einig – ein voller Erfolg und die viele Arbeit wert. "Eigentlich hatten wir schon vor 3 Jahren so gut wie alles geplant", erklärt Katja Schade. Die Lehrerein war Teil des Vorbereitungsteams, das die Schulfahrt eigentlich für vor 2,5 Jahren geplant hatte. Corona sorgte aber für gleich zwei Absagen und auch dafür, dass viele der Oberstufenschüler, die eigentlich dabei gewesen wären, jetzt nicht mehr mitfahren konnten. Einige davon konnten den Tross aber doch noch als pädagogische Unterstützung begleiten.

Corona auf der Schulfahrt kein Thema

Das Coronavirus, das die ursprünglichen Planungen so durcheinandergewirbelt hatte, sorgte aber zumindest in der italienischen Hauptstadt für keine Probleme. "Wir hatten schon Befürchtungen und haben auch dahingehend geplant", erläutert Katja Schade. Einen positiven Befund gab es aber bei keinem der Mitgefahrenen. "Wir hatten Riesenglück, wir waren aber auch fast immer an der frischen Luft", meint Elisabeth Heuer. Fakt ist aber auch, dass drei Jugendliche kurzfristig nicht mit nach Rom fahren konnten, weil der vor Abfahrt verpflichtende offizielle Coronatest positiv ausgefallen war. Dadurch konnte ein möglicherweise größerer Ausbruch verhindert werden. 

So konnten alle Beteiligten die besondere Schulfahrt genießen. Für viele Fünftklässer, die erst seit kurzer Zeit am ULF sind, war es die erste längere Übernachtungsfahrt ohne die Familie, sind der Pandemie doch zahlreiche Klassenfahrten an der Grundschule zum Opfer gefallen. "Ihnen hat die Vorbereitung viel geholfen", sagt Lehrerein Martina Bramlage. Für die neuen Fünftklässler hatte es im Voraus schon eine Probeübernachtung in Thüle gegeben. "Die Eltern waren insgesamt viel besorgter als die Kinder", so Katja Schade. Doch diese Sorgen waren offenbar unbegründet, die Jugendlichen kamen gut zurecht. „Es war eine tolle Erfahrung. Wir haben die neuen Klassen und Kurse viel besser kennengelernt“, schwärmt Schülersprecherin Emma Sander aus dem Jahrgang 12. Bei der Integration in die Schulgemeinschaft geholfen hat die Fahrt auch den 19 Schülerinnen und Schülern aus der Ukraine.

Sind sich einig, dass die Romfahrt ein Erfolg war: (von links) Rieke Holtvogt, Martina Bramlage, Katja Schade, Nele Oltmann, Emma Sander und Elisabeth Heuer. Foto: DickerhoffSind sich einig, dass die Romfahrt ein Erfolg war: (von links) Rieke Holtvogt, Martina Bramlage, Katja Schade, Nele Oltmann, Emma Sander und Elisabeth Heuer. Foto: Dickerhoff

Das bessere Kennenlernen wird rückschauend oft hervorgehoben, nicht nur von den Jugendlichen, sondern auch von den Lehrerinnen und Lehrern. "Man war Teil von etwas Großem, das hat uns alle getragen", erzählt Rieke Holtvogt von der Mitarbeitervertretung. "Wir kommen mit einem anderen Blick für die Individuen und mit anderem Vertrauen aus Rom zurück", resümiert Elisabeth Heuer. Jetzt muss erst einmal wieder die Routine in der Liebfrauenschule einziehen, schließlich stehen schon die Vorabitur-Prüfungen vor der Tür. Die nächste große Schulfahrt ist also erstmal kein Thema – trotz aller Begeisterung.

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