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Rohbau des Kindergartens St. Gorgonius soll bis Weihnachten stehen

2,8 Millionen Euro werden investiert. Parallel dazu läuft die Ausschreibung für den Austausch des Bodens der Sporthalle an der Don-Bosco-Schule in Lutten. 200.000 Euro sind eingeplant.

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Die Wände wachsen: Wegen der guten Dämmeigenschaften wird hier Kalksandstein verwendet. Foto: Heinzel

Die Wände wachsen: Wegen der guten Dämmeigenschaften wird hier Kalksandstein verwendet. Foto: Heinzel

Aktuell werden die Wände des neuen Kindergartens St. Gorgonius in Goldenstedt gemauert. Auf Kalksandstein fiel die Wahl. Der habe eine hohe Druckfestigkeit und eine gute Schalldämmung, erläutert Bauleiter Peter Schaumlöffel beim Ortstermin auf der Baustelle an der Straße Überthünen.

Im Eingangsbereich werden Fertigbetonwände eingebaut, die in dieser Woche geliefert wurden. Das Gebäude werde – energetisch gesehen – den höchsten Ansprüchen genügen können, versichert Schaumlöffel. Der Kindergarten an der Straße Überthünen bekomme zudem ein Gründach. Die Fenster seien 3-fach verglast. Für den Spielplatz würden neue Geräte angeschafft. Hier gehe man weg vom Holz hin zu Kunststoff. Der Wartungsaufwand sei geringer, sagt Steffen Boning, der zuständige Fachbereichsleiter der Gemeinde Goldenstedt.

Bodenplatte ist letzte Woche gegossen worden

Der Rohbau des Kindergartens solle bis Weihnachten stehen. Seit dem Abriss des Gebäudes im Juli seien 1600 Kubikmeter Erdreich bewegt worden. Dabei sei auch eine sogenannte "Torflinse" gefunden und ausgetauscht worden. Nun sei der Untergrund stabil.

In der letzten Woche sei die Bodenplatte gegossen worden. 200 Kubikmeter Beton seien dafür nötig gewesen; für das davor gegossene Fundament waren es 80 Tonnen, heißt es aus dem Rathaus. 

Das Projekt wird 2,8 Millionen Euro kosten

Das Projekt liege aktuell im Zeitplan. Im Sommer 2022 solle alles fertig sein, versichert die Gemeinde. Spätestens zum Beginn des Kindergartenjahres 2022/23 solle die Einrichtung genutzt werden können.

Fast alle Gewerke seien inzwischen ausgeschrieben. Laut Boning stiegen die Kosten für den Kindergarten um etwa fünf Prozent. Das sei angesichts der allgemeinen Marktentwicklung ein guter Wert. Der Fachbereichsleiter veranschlagt für das Bauprojekt nun 2,8 Millionen Euro. Davon würden 433.000 Euro durch das Land Niedersachsen, 336.000 Euro durch den Landkreis Vechta und 265.000 Euro durch das Bischöflich Münstersche Offizialat (BMO) in Vechta getragen. Das bedeute: Die Gemeinde werde mit 1,034 Millionen Euro unterstützt.

Ein Blick in die Vergangenheit:  1960 öffnete die Einrichtung an der Straße Überthünen. Franziskanerinnen leiteten den Kindergarten, der bereits damals eine Ganztagsbetreuung mit Mittagessen anbot. 1977 übernahm die katholische Kirchengemeinde die Einrichtung. 1989/90 wurde der Kindergarten St. Gorgonius saniert und um einen Anbau erweitert.

Im Sommer 2005 wurde dann der Waldkindergarten zunächst als Außenstelle eingerichtet. Zwei Jahre später zog eine Gruppe in das benachbarte Mehrgenerationenhaus. Der Waldkindergarten wurde daraufhin selbstständig. 2019 sprach der Goldenstedter Gemeinderat sich für den Neubau des Kindergartens St. Gorgonius aus.

Das Holzspielgerät wird durch Kunststoffspielgeräte ausgetauscht. Diese seien weniger wartungsintensiv. Foto: HeinzelDas Holzspielgerät wird durch Kunststoffspielgeräte ausgetauscht. Diese seien weniger wartungsintensiv. Foto: Heinzel

Nun entsteht also ein Gebäude mit mehr als 1000 Quadratmeter Nutzfläche für zwei Kindergarten- und zwei Krippengruppen. Aktuell ist der Kindergarten St. Gorgonius am Standort an der Bundeskanzler-Kohl-Straße untergebracht. Sobald das Gebäude an den Überthünen genutzt werden kann, wird eine Kindergartengruppe dorthin umziehen. Die Einrichtung an der Bundeskanzler-Kohl-Straße wird dann St. Lucia heißen. Der Neubau neben dem Mehrgenerationenhaus firmiert wieder unter St. Gorgonius.

Zum nächsten Kindergartenjahr gebe es bereits Anmeldungen, sodass sowohl eine Kindergarten-, als auch eine Krippengruppe an der Straße Überthünen gebraucht werden, berichtet Boning. Das bedeute: In dem Gebäude sei eine Gruppe noch nicht belegt. Darüber hinaus werde es eine Mensa, Mehrzweckräume unter anderem für Therapien sowie ausreichend Platz für das Personal geben.

In den neun Kita-Standorten im Gemeindegebiet liege die Auslastung derzeit bei etwa 98 Prozent. Das Ziel sei es, überall etwas Luft zu haben, um neuen Familien einen Platz anbieten zu können. "Jede Woche haben wir Anrufe wegen eines Kindergartenplatzes", sagt Steffen Boning. "Meistens passt es gerade auch." Das solle so bleiben.


200.000 Euro wird die Sanierung der Schulsporthalle in Lutten kosten

Neben dieser Baumaßnahme laufen die Vorbereitungen für den Austausch des Bodens der Sporthalle an der Don-Bosco-Schule in Lutten. Die Ausschreibungen werden laut Auskunft der Gemeinde jetzt vorbereitet. Im April 2022 sollen die Handwerker starten. Die Bedürfnisse der Vereins- und Schulsportler seien dabei bedacht worden.

Die Halle aus dem Jahr 1984 sei sanierungsbedürftig. Der punktelastische Hallenboden solle komplett ausgetauscht werden und durch einen gelenkschonenden weil flächenelastischen Boden ersetzt werden. Der Prallschutz an den Wänden werde erneuert und  dicker aufgetragen. Die Rolltore bekämen einen Fallschutz. Für das Projekt veranschlagt Steffen Boning eine Bauzeit von drei Monaten.

Deutliche Gebrauchspuren: Der punktelastische Bodenbelag, soll durch einen gelenkschonenden flächenelastischen Belag ausgetauscht werden. Foto: Heinzel Deutliche Gebrauchspuren: Der punktelastische Bodenbelag, soll durch einen gelenkschonenden flächenelastischen Belag ausgetauscht werden. Foto: Heinzel 

Die Maßnahme sei mit 200.000 Euro veranschlagt. Sie werde über das Sportstättensanierungsprogramm des Landes Niedersachsen mit 67.000 Euro gefördert. Weitere 18.000 Euro sind nach Angaben der Gemeinde bei der Kreisschulbaukasse beantragt. Hinzu komme ein zinsloses Darlehen über 15.000 Euro mit einer Laufzeit von 20 Jahren.

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