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Rode: "Meistens geht es nur ums Rechthaben"

Karl-Heinz Rode wirkte sechs Jahre lang als Schiedsmann im Alten Amt Löningen. In dieser Zeit bekam er es vor allem mit streitenden Nachbarn zu tun.

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Vorgänger und Nachfolger: Bürgermeister Burkhard Sibbel (links) und der stellvertretende Direktor des Amtsgerichts, Hubert Tolksdorf (rechts), bedankten sich bei Karl-Heinz Rode (2. von rechts) und Georg Haupt. Foto: G. Meyer

Vorgänger und Nachfolger: Bürgermeister Burkhard Sibbel (links) und der stellvertretende Direktor des Amtsgerichts, Hubert Tolksdorf (rechts), bedankten sich bei Karl-Heinz Rode (2. von rechts) und Georg Haupt. Foto: G. Meyer

Sechs Jahre lang hat er sich um den Ärger anderer Leute gekümmert. Wenn sich zwei Streithähne in den Haaren lagen, sprang Karl-Heinz Rode vermittelnd ein. Jetzt legte der Löninger seine Schiedstätigkeit nieder.

Der stellvertretende Direktor des Cloppenburger Amtsgerichts, Hubert Tolksdorf, bedankte sich bei Rode und dessen Ehefrau Roswitha für das geleistete Engagement. Rode hatte die Tätigkeit für den Schiedsamtsbezirk des Alten Amtes Löningen sogar 1 Jahr länger als üblich ausgeübt, weil die Nachfolgesuche sich hinzog. Mit Georg Haupt aus Lindern konnte schließlich ein adäquater Ersatz gefunden werden.

Ziel der Schiedsleute ist es, die Justiz durch außergerichtliche Schlichtungen zu entlasten. Sie erhalten dafür eine kleine Aufwandsentschädigung. Kreisweit bekämen sie es jährlich mit 20 bis 25 Fällen zu tun, berichtet Hubert Tolksdorf, der für die Betreuung der Schlichter zuständig ist. Löningens Bürgermeister Burkhard Sibbel würdigte den Einsatz Rodes. Im Streit zu vermitteln, sei eine "hoch anstrengende" und nicht selten "emotionale" Angelegenheit.

Josef Pahls ist ein erfahrener Kollege

Zu berichten hätte Rode vermutlich genug. Seine Hilfe war besonders bei Auseinandersetzungen zwischen Nachbarn gefragt. Auch aus nichtigen Anlässen könne es ordentlich krachen, hat er erfahren. "Meistens geht es auch nur darum, Recht zu behalten." In der Regel setzte er einen Schlichtungstermin an. Wenn sich dann die Kontrahenten mit verschränkten Armen gegenübersaßen, lotete Rode mögliche Lösungswege aus. "Wichtig ist immer, dass es am Ende keinen Sieger oder Verlierer geben darf", betont er. Manche Probleme ließen sich mit einem guten Gespräch lösen, andere nicht. "Dann ging die Sache weiter zum Gericht."

Die Schiedsleute werden von den Gemeinderäten des jeweiligen Schiedsamtsbezirks gewählt. Mit Josef Pahls aus Lastrup hat Georg Haupt in den kommenden 5 Jahren einen erfahrenen Kollegen an seiner Seite. Der 66-Jährige freut sich auf die neue Aufgabe. "Ich habe als Rentner die Zeit und wollte mich sinnvoll einbringen", nennt Haupt seinen Beweggrund. Ein vorbereitendes Seminar hat der Kaufmann bereits hinter sich. Jetzt ist er gespannt auf seinen ersten Fall.

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