Das Nachrichtenportal vonMünsterländische Tageszeitung MT undOldenburgische Volkszeitung OV

Richtkrone weht über neuer Böseler "Kita für alle" mit Kompetenzzentrum

Das Richtfest am größten Bauvorhaben in der Gemeinde wurde am Euro-Eröffnungstag mit der Grundsteinlegung verbunden. Investiert werden am Standort rund 7 Millionen Euro.

Artikel teilen:
Richtkrone weht: Zimmermeister und Firmenchef Ralf Dwenger (links) sprach im Beisein seines Mitarbeiters Andreas Lichtner (rechts) den traditionellen Richtspruch. Caritas-Bereichsleiter Bernhard Hempen servierte Hochprozentiges. Foto: Wimberg

Richtkrone weht: Zimmermeister und Firmenchef Ralf Dwenger (links) sprach im Beisein seines Mitarbeiters Andreas Lichtner (rechts) den traditionellen Richtspruch. Caritas-Bereichsleiter Bernhard Hempen servierte Hochprozentiges. Foto: Wimberg

Musiker aus sieben Nationen bilden in Bösel zurzeit eine Gemeinschaft und leben den europäischen Gedanken. Vielfalt durch Verschiedenartigkeit soll auch in die „Kita für alle“ einziehen und lebendig werden, die am Eröffnungstag der Euro-Musiktage Richtfest feierte. Zimmermeister und Essener Firmenchef Ralf Dwenger brachte die bunt geschmückte Krone mit seinen Mitarbeitern Andreas Lichtner und Eduard Lichtner in Position und ließ sich von Caritas-Bereichsleiter Bernhard Hempen dazu in luftiger Höhe Hochprozentiges servieren, um beim traditionellen Richtspruch nach altem Brauch auf das Wohl der Hausherren, Architekten und das „ehrbare Handwerk“ anzustoßen.

Das Richtfest verbanden die Gastgeber mit der Grundsteinlegung und verstauten in der Kupferrolle neben der Urkunde, den Grundrisszeichnungen, Gemeindelogo, Tageszeitungen und Euro-Münzen aus aktuellem Anlass auch einen Coronatest für die Nachwelt.

Teamarbeit: Andreas Lichtner, Ralf Dwenger und Eduard Lichtner ziehen die von Caritas-Mitarbeitern gebundene Krone aufs Dach. Foto: WimbergTeamarbeit: Andreas Lichtner, Ralf Dwenger und Eduard Lichtner ziehen die von Caritas-Mitarbeitern gebundene Krone aufs Dach. Foto: Wimberg

Zuvor bezeichnete Vorstand Andreas Wieborg die Kita mit Kompetenzzentrum „als konzeptionell herausragend“ und verwies auf das Volumen, das mit dem Gebäude verbunden ist. Die Räume auf den über 2000 Quadratmetern nehmen langsam Gestalt an, investiert werden auf der 1,4 Hektar großen Fläche an der Straße Neuland rund 7 Millionen Euro. Wieborg dankte allen Beteiligten für die Zusammenarbeit seit Beginn der Planungen 2019, die mit einem intensiven Austausch verbunden gewesen sei.

„Wir sehen ein Gelände wachsen, das Zukunft aufbaut“, betonte Bürgermeister Hermann Block. Mit allen Übergangslösungen im Gemeindegebiet sei es mittlerweile der 6. Standort - „und alle sind voll“. Deshalb soll die Kita nicht am 1. August 2023 ihre Türen öffnen, „sie muss“, sagte der Verwaltungschef angesichts des immensen Bedarfs. Die Geburtenzahlen bewegten sich konstant über 100, somit werde das Thema Politik und Verwaltung auch in Zukunft begleiten. Die Caritas-Kita sei eines der wichtigsten und das größte Bauvorhaben in der Kommune, die dafür 3,5 Millionen Euro für die fünf Gruppen zu 100 Prozent finanziert. Fördermittel sind abrufbar.

Kinder mit Förderbedarf werden nicht aus ihrem sozialen Umfeld gerissen

Am neuen Standort werden Kindergarten, Krippe, Sprachheil- und heilpädagogischer Kindergarten untergebracht. Werkstatt, Physiotherapie, Logopädie und Frühförderung sind darüber hinaus geplant. Es gibt einen Bewegungsraum, Therapie- und Sozialräume sowie im Obergeschoss auch Wohnungen, die beispielsweise an Heilerziehungspflegerinnen und Pfleger oder an Müttern mit Kindern vermietet werden sollen. Kinder mit Förderbedarf werden dem inklusiven Konzept entsprechend nicht aus ihrem sozialen Umfeld gerissen und können mit Mädchen und Jungen aus der Nachbarschaft dieselbe Einrichtung besuchen.

Wie Bernhard Hempen mitteilte, gebe es rund 100 Familien in und um Bösel, die mit der Eröffnung nicht mehr weitere Wege in Kauf nehmen müssten. Ab 2023 sei eine Förderung vor Ort möglich.

Die Richtkrone wurde übrigens von Altenoyther Caritas-Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern gebunden. „Wir übernehmen die Aufgabe dann für die nächste Kita für alle“, versprach Block. Möglicherweise könnte das in Barßel sein, wo der Caritas-Verein einen weiteren Standort anvisiert.

Der neue Newsletter für Friesoythe. Immer am Donnerstag das Wichtigste aus der Eisenstadt in ihrem Postfach. So verpassen Sie nichts mehr.  Jetzt hier kostenlos anmelden

Das könnte Sie auch interessieren

Hier klicken und om-online zum Start-Bildschirm hinzufügen

Richtkrone weht über neuer Böseler "Kita für alle" mit Kompetenzzentrum - OM online