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Rheuma-Liga Friesoythe erhält neues Therapiebecken

Die Stadt Friesoythe will das Aquaferrum an der Thüler Straße für ein neues Therapiebecken ausbauen. Die Ausschreibungen für den Auftrag laufen derzeit.

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Ausgezeichnet: Für eine langjährige Mitgliedschaft in der Rheuma-Liga Friesoythe ehrte (von links) Vorsitzender Heinrich Reiners Maria Boden, Maria Meyer, Maria Schulte, Elsbeth Averbeck, Marianne Gehlenborg, Helena Willenborg, Hildegard Thoben, Alfons Beeken, Rita Schlangen und Hedwig Janssen-Olliges.   Foto: Passmann

Ausgezeichnet: Für eine langjährige Mitgliedschaft in der Rheuma-Liga Friesoythe ehrte (von links) Vorsitzender Heinrich Reiners Maria Boden, Maria Meyer, Maria Schulte, Elsbeth Averbeck, Marianne Gehlenborg, Helena Willenborg, Hildegard Thoben, Alfons Beeken, Rita Schlangen und Hedwig Janssen-Olliges.   Foto: Passmann

Die Warmwassergymnastik der Friesoyther Arbeitsgemeinschaft der Rheuma-Liga Niedersachsen wird baden gehen. Diese Redewendung ist wörtlich zu nehmen, denn Ende 2023, spätestens im Frühjahr 2024, wird es am Aquaferrum an der Thüler Straße ein nagelneues Therapiebecken geben. Diese frohe Kunde überbrachte Heidrun Hamjediers, Erste Stadträtin der Stadt Friesoythe, den Mitgliedern auf der Versammlung im Saal Janssen-Olliges in Gehlenberg. Gleichzeitig ist Hamjediers auch Geschäftsführerin der Wirtschaftsbetriebe der Stadt (Wibef), einer 100-prozentigen Tochtergesellschaft der Stadt Friesoythe.

Die Mitglieder der Rheuma-Liga sind auf die Errichtung eines neuen Bewegungsbeckens angewiesen, da der Neubau am St.-Marien-Hospital das Aus für das dortige Therapiebecken bedeutete. Hier führten die Mitglieder jahrelang ihre Warmwassergymnastik durch. „Sie brauchen ein neues Bewegungsbad. Die Frage ist unstrittig. Wir werden dafür am Aquaferrum ein neues Gebäude errichten. Das ist Fakt“, teilt Hamjediers mit. Insgesamt werde das gesamte Bad unter die Lupe genommen, um es noch attraktiver zu machen und auf spezielle Bedürfnisse einzugehen. „Wir haben dazu die Firma con.pro GmbH Kommunalberatung aus Nürnberg beauftragt, das gesamte Aquaferrum genau unter die Lupe zu nehmen“, so Hamjediers.

Die Ausschreibungen für den Neubau laufen derzeit. Dann wird der Bauantrag auf den Weg gebracht und letztendlich gebaut. „Für das neue Therapiebecken haben wir Förderungsanträge auf den Weg gebracht. Auch wenn wir keine Förderung bekommen, wird gebaut. Dann erhält die Wibef ein Darlehen der Stadt“, so die Erste Stadträtin. Rund 100 Quadratmeter soll das Bewegungsbecken später einmal umfassen. Allerdings schenkte Hamjediers auch einen kleinen Wehrmutstropfen ein. „Ganz so preiswert, wie bisher im Krankenhaus, wird es für die Rheuma-Liga nicht werden. Wir werden aber einen sozialverträglichen Preis für die Nutzung finden“, versprach die Vertreterin der Stadt.

Rheuma-Liga suchte 2 Jahre vergeblich nach einer Lösung

Seit fast 2 Jahren hätte die Rheuma-Liga händeringend nach Lösungen gesucht und dazu auch eine Unterschriftenaktion gestartet. Auch hätten die Mitglieder bei anderen Gemeinden nachgefragt, ob Möglichkeiten einer Badnutzung bestehen. Doch hier hätte es immer Absagen gegeben, berichtet Vorsitzender Heinrich Reiners. „Nun sind wir froh über die erfreuliche Nachricht der Stadt, dass die Wassergymnastik in Zukunft wieder an den Start geht“, freute sich Reiners und bedankte sich bei der Ersten Stadträtin für ihre Bemühungen um das Therapiebecken. Es zeichne sich eine wasserfeste Lösung ab und die Wassergymnastik gehe nun doch nicht „baden“.

Ansonsten konnte Reiners in seinem Jahresbericht kaum auf Aktivitäten verweisen. Die Trockengymnastik konnte aufgrund der Corona-Pandemie nicht so durchgeführt werden, wie gewohnt. Die Teilnehmerzahl musste reduziert werden, und das sei wirtschaftlich nicht mehr vertretbar gewesen, so Reiners. Es gebe nun ein Angebot des Sportvereins Altenoythe, dass die Rheuma-Liga dort wieder ein Funktionstraining anbieten könne. „Corona hat ansonsten auch unser Vereinsleben lahmgelegt. Es wird wohl nicht wieder so sein, wie vor der Pandemie. Doch wir werden jetzt wieder durchstarten. Darauf können sich die rund 600 Mitglieder freuen“, so Vorsitzender Reiners. Einige Mitglieder hätten während des Lockdowns ihre Kündigung eingereicht, die meisten seien aber geblieben, berichtet Heinrich Reiners. „Es schön, dass Sie dem Verein treu geblieben sind. Eine große Gemeinschaft kann Stärke sein“, ergänzte Heidrun Hamjediers.

Händeringend suche die Rheuma-Liga nach Therapeuten. Doch der Arbeitsmarkt sei hier sei rar gesät, so Heinrich Reiners. Hier habe er aber bereits Gespräche geführt. Auch das therapeutische Tanzen soll es wieder geben. Vorgestellt wurde mit Annika Stevens auch eine neue Büroangestellte.

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