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Revision abgewiesen: Kinderschänder aus Friesoythe muss ins Gefängnis

Der Bundesgerichtshof sieht keinen Grund, den Fall um den Missbrauch mehrerer Mädchen neu aufzurollen. Das Urteil des Oldenburger Landgerichts gegen den Familienvater ist rechtskräftig.

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Foto: dpa/Deck

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Das Urteil des Landgerichts Oldenburg im Missbrauchsprozess gegen einen 47 Jahre alten Familienvater aus Friesoythe ist rechtskräftig. Der Bundesgerichtshof hat die Revision des Angeklagten gegen das Urteil als unbegründet verworfen. Das hat das Landgericht am Dienstag bestätigt. Der 47-Jährige hatte mehrere junge Mädchen, die seiner Familie nahestanden, teils schwerst sexuell missbraucht.

Wie berichtet, hatte die Große Jugendschutzkammer des Oldenburger Landgerichtes unter Vorsitz von Richter Dr. Dirk Reuter den Angeklagten im Oktober 2020 im Sinne der Anklage schuldig gesprochen und zu dreieinhalb Jahren Gefängnis verurteilt. Dieses Urteil hat nun Bestand. Die Beweisaufnahme in dem Verfahren hatte sich über Wochen erstreckt. Der Angeklagte hatte die Vorwürfe bestritten. Deswegen mussten alle Mädchen, die Opfer der schweren sexuellen Übergriffe geworden waren, in nicht-öffentlicher Sitzung als Zeuginnen aussagen.

Aussagen der Mädchen hatten den Angeklagten schwer belastet

Richter Reuter hatte seinerzeit aus Fürsorgepflicht für die missbrauchten Mädchen und aus Opferschutzgründen der Verteidigung ein internes Rechtsgespräch angeboten. Darin sollte ausgelotet werden, ob der Angeklagte die Taten gesteht und damit den Mädchen eine Vernehmung vor Gericht erspart. Das hätte sich auch strafmindernd ausgewirkt. Doch der Angeklagte und sein Verteidiger schlugen dieses Angebot aus. Die Verteidigung wollte kein Rechtsgespräch. Stattdessen plädierte sie auf Freispruch – ohne Erfolg, wie sich jetzt zeigt.

Die Kammer hatte die Aussagen der missbrauchten Mädchen, die den Angeklagten schwer belastet hatten, als absolut glaubhaft eingestuft. Damit war die Schuld des 47-Jährigen erwiesen. Doch mit dem Urteil waren der Angeklagte und sein Verteidiger nicht einverstanden gewesen. Sie legten Revision gegen das Urteil ein. Der Bundesgerichtshof aber hat jetzt die Überzeugungen, Feststellungen und rechtlichen Würdigungen der Reuter-Kammer in vollem Umfang geteilt. Deswegen war die Revision des Angeklagten auch zu verwerfen gewesen.

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