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Reservisten des KVK Cloppenburg beenden Covid-Einsatz

Am 5. September ist Schluss: Insgesamt halfen über 80 Soldaten aus verschiedenen Einheiten beim Corona-Einsatz im Cloppenburger Kreishaus. Nun bereiten sich die Reservisten für neue Aufgaben vor.

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Im feinsten Zwirn: Das Ende des 11-monatigen Covid-Einsatzes feierten (von links) Stabsfeldwebel Frank Nienaber, Stabsfeldwebel Klaus Witte, Stabsfeldwebel Ulrich Geers, Oberstabsfeldwebel Manfred Diek,  Oberleutnant zur See Dr. Christoph Penning, Stabsfeldwebel Martin Withake, Oberstleutnant Hubertus Pleye. Bei der Aufnahme fehlte Hauptmann Dr. Jörgen Haneke. Foto: Bernd Götting

Im feinsten Zwirn: Das Ende des 11-monatigen Covid-Einsatzes feierten (von links) Stabsfeldwebel Frank Nienaber, Stabsfeldwebel Klaus Witte, Stabsfeldwebel Ulrich Geers, Oberstabsfeldwebel Manfred Diek,  Oberleutnant zur See Dr. Christoph Penning, Stabsfeldwebel Martin Withake, Oberstleutnant Hubertus Pleye. Bei der Aufnahme fehlte Hauptmann Dr. Jörgen Haneke. Foto: Bernd Götting

Die Reservisten des Kreisverbindungskommandos Cloppenburg (KVK) werden am 5. September den Einsatz der Hilfeleistung für den Landkreis Cloppenburg beenden. Nachdem in der vergangenen Woche die letzten aktiven Soldatinnen und Soldaten durch Landrat Johann Wimberg und Oberstleutnant Hubertus Pleye verabschiedet wurden, werden nun auch die Reservisten den Auftrag abschließen.

Das KVK erhielt den 1. Antrag zur Covid-Hilfeleistung vom Landkreis Ende September 2020. Die Aufgabe für das KVK bestand im Wesentlichen darin, das neu in Betrieb genommene Testzentrum mit Sanitätspersonal zu unterstützen – und das so schnell wie möglich. Innerhalb von 2 Tagen waren die ersten 4 aktiven Soldaten vor Ort. Weitere Personalanforderungen seitens des Landkreises folgten bei der zunehmenden Verschärfung der Krise.

Zu Spitzenzeiten arbeiteten 15 Soldaten für den Landkreis

So wurden Soldatinnen und Soldaten in der Kontaktnachverfolgung, der Quarantäneüberwachung und in Alten- und Pflegeheimen eingesetzt. Die höchste Anzahl von Soldatinnen und Soldaten mit 15 Personen tat seit Februar 2020 im Impfzentrum Thüle ihren Dienst. Ob als Fahrer für den Shuttlebus, bei der Erstaufnahme von Impfwilligen oder einfach nur als Parkplatzeinweiser, ständig war die "Truppe im Flecktarn" in Thüle vor Ort.

Annette Ostermann, verantwortlich für Organisation und den Ablauf im Impfzentrum, lobte in der vergangenen Woche die hervorragende Zusammenarbeit mit den Soldatinnen und Soldaten. Ohne sie hätte es massive Probleme beim Betrieb des Impfzentrums gegeben, so Ostermann. Derzeit werde der mobile Impfbus des Landkreises unterstützt. Insgesamt waren in den 11 Monaten über 80 Soldaten aus verschiedenen Einheiten tätig.

Das KVK Cloppenburg war während der gesamten Einsatzdauer jederzeit mit ein oder zwei Reservisten im Lagezentrum des Landkreises vertreten, um Anträge zu bearbeiten, Absprachen mit den Behörden und Einheiten zu treffen und um das Landeskommando Niedersachsen in Hannover ständig über die Lage im Landkreis Cloppenburg zu informieren. Maßgeblichen Anteil hierbei hatte Stabsfeldwebel Martin Withake aus Garrel. Er war in der gesamten Zeit vor Ort und half, wo es ging. Oberstleuntant Hubertus Pleye zeigte sich erfreut, dass Withake diesen freiwilligen Einsatz so hervorragend geleistet habe. Zum Abschluss des Einsatzes und zur Verabschiedung von Stabsfeldwebel Klaus Witte, der in den Ruhestand versetzt wurde, trafen sich die Soldaten zudem kürzlich in Beverbruch.

Nach dem Einsatz ist vor dem Einsatz

Auch wenn der Einsatz zur Covid Bekämpfung in wenigen Tagen endet, so bereiten sich die Reservisten weiter auf mögliche Einsätze vor. "Ob die Ausbreitung der afrikanischen Schweinepest (ASP), die ständige Gefahr von Moor- und Waldbränden oder das schnelle Reagieren bei Sturm-  und Hochwasserlagen – es bleibt genug zu tun", bekräftigte Oberstleutnant Hubertus Pleye. Das KVK Cloppenburg werde den Auftrag zur Unterstützung des Landkreises weiter durchführen, demnächst allerdings im Hintergrund. In diesem Zusammenhang dankte Pleye allen am Covid-Einsatz beteiligten Behörden, Einrichtungen und Organisationen für die freundliche Aufnahme der Soldaten.

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