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Rechterfelder liefern Hilfe ins Ahrtal

Im März starten mehrere Transporte mit Haushaltswaren und Baustoffen. Die beiden Hilfs-Gruppen orientieren sich an Bedarfslisten der Betroffenen vor Ort.

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Das Team Lebensmittel und Haushaltswaren: Dietlind Lüllmann, Carsten Lüllmann, Jana Eckstein, Ronny Eckstein, Manuela Emke und Dieter Emke. Es fehlt das Team Baustoffe und Futtermittel mit Michael Bert, Steffen Bert, Manuel Meyer und André Muhle. Foto: Lüllmann

Das Team Lebensmittel und Haushaltswaren: Dietlind Lüllmann, Carsten Lüllmann, Jana Eckstein, Ronny Eckstein, Manuela Emke und Dieter Emke. Es fehlt das Team Baustoffe und Futtermittel mit Michael Bert, Steffen Bert, Manuel Meyer und André Muhle. Foto: Lüllmann

Nutella, Windeln, Bratpfannen, Trennschleifer, Bauholz – die Bedarfsliste auf dem Schreibtisch der Rechterfelder Ahrtal-Helfer ist lang. Geschickt wurde sie von Menschen aus Dernau. Ende März wird die Gruppe in das Ahrtal fahren, um die Hilfsgüter abzuliefern.

Dieter und Manuela Emke aus der Gruppe waren schon mehrmals im Ahrtal. Erst um beim Aufbauen zu helfen. Jetzt seien aber eher Fachkräfte nötig, weswegen das Ehepaar auf Hilfstransporte umsteigt. Mit denen würden auch die Helfer vor Ort verpflegt werden.

Auf die Situation im Ahrtal sind die Rechterfelder über die sozialen Medien aufmerksam geworden. Dort hätten sie sich mit Menschen aus dem Krisengebiet vernetzt. Die Lage sei noch immer bedrückend, meint Dieter Emke. In den Medien würde über das Ahrtal kaum noch berichtet, bemängelt die Gruppe. Die Menschen würden im Stich gelassen.

Gut vernetzt: Dieter und Manuela Emke übergaben im Februar eine Lieferung an Franz Hirst von der Versorgungsstation Dernau. Foto: EmkeGut vernetzt: Dieter und Manuela Emke übergaben im Februar eine Lieferung an Franz Hirst von der Versorgungsstation Dernau. Foto: Emke

Carsten Lüllmann erzählt davon, dass einige Personen angefangen hätten, ihre Wanddämmungen zu verheizen. "Das kann nicht sein, dass Menschen im Rohbau auf einem Feldbett ohne Energieversorgung schlafen – und das in Deutschland", meint Manuela Emke. Es würden noch immer Personen in ihren zerstörten Häusern gefunden, die nicht in der Lage seien, um Hilfe zu bitten, berichtet Carsten Lüllmann.

Rewe-Gutscheine können auch vor Ort eingelöst werden

Das habe die Gruppe motiviert zu helfen. Das gleiche Interesse teilt auch eine zweite Gruppe aus dem Dorf. Sie spezialisiert sich bei ihren Transporten auf größere Beschaffungen wie Baustoffe und Futtermittel. Die Rechterfelder sprechen sich mittlerweile untereinander ab. Unterstützung bekommen sie von Firmen wie auch Privatpersonen aus der Umgebung. Von einem Unternehmen würden ihnen beispielsweise die Lkw für den Transport zur Verfügung gestellt. Von Privatpersonen kamen bereits Spenden an. Dieter Emke erklärt, dass die Gruppe auch Rewe-Gutscheine annehme.  Mit ihnen können die Helfer vor Ort die benötigten Produkte kaufen.

In ihrer Erfahrung sei der Weg durch Organisationen oft langwierig und kompliziert. Die Menschen im Ahrtal benötigten direkte Hilfe. Diese wollen die Rechterfelder ihnen bieten – sie seien mittlerweile gut vernetzt, erklärt Manuela Emke. Und sie wissen: Durch sie kommen die Spenden da an, wo sie benötigt werden.

  • Info: Wer die Rechterfelder Gruppen durch Spenden unterstützen möchte, kann sich an Manuela Emke (Telefon 0171/6209976, E-Mail: manu-martens@hotmail.de) oder an Dieter Emke (Telefon 0152/22907749, E-Mail: emkedieter@gmail.com) wenden. Über die beiden kann auch Kontakt zur zweiten Rechterfelder Gruppe hergestellt werden.

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