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Rechterfelder Feuerwehrgebäude wird teurer

Aufgrund der steigenden Material- und Energiekosten muss die ursprüngliche Kostenschätzung für den Neubau korrigiert werden. Mehr als eine halbe Million Euro müssen mehr investiert werden.

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Auf dieser Fläche zwischen der Brüterei (links) und dem Friedhof (rechts) in Rechterfeld soll künftig das Feuerwehrhaus stehen.  Foto: C. Meyer

Auf dieser Fläche zwischen der Brüterei (links) und dem Friedhof (rechts) in Rechterfeld soll künftig das Feuerwehrhaus stehen.  Foto: C. Meyer

Der Neubau des Feuerwehrgebäudes in Rechterfeld wird teurer als zunächst angenommen. Ist man im vergangenen Jahr noch von Baukosten von rund 1,55 Millionen Euro ausgegangen, liegt die Kostenschätzung jetzt bei rund 2,17 Millionen Euro. Als Grund werden die aktuell steigenden Material- und Energiekosten genannt. Die Mitglieder des Visbeker Bau-, Umwelt- und Digitalisierungsausschusses sowie des Finanz- und Sozialausschusses bekräftigten während ihrer jüngsten Sitzungen aber die Entscheidung, den Neubau umzusetzen.

Wie Bürgermeister Gerd Meyer wissen ließ, habe das beauftragte Planungsbüro zudem kürzlich mitgeteilt, dass man beim Neubau auf eine Gastherme verzichten und auf erneuerbare Energien setzen sollte. Konkret raten die Experten, eine Sole-Wasser-Wärmepumpe, eine raumlufttechnische Anlage sowie eine Photovoltaikanlage zu installieren. Es sei somit mit Mehrkosten in Höhe von rund 310.000 Euro zu rechnen.

Preissteigerungen seien "extrem"

Die Entscheidung über die Wärmeversorgung könne womöglich zu einem späteren Zeitpunkt, wenn der Markt sich etwas beruhigt habe, getroffen werden, schlug Meyer vor. Bis zur Ratssitzung sollen weitere Fragen geklärt werden. Die Preissteigerungen seien „extrem“, sagte Claus Meyer (CDU), doch die Rechterfelder Wehr brauche das neue Gebäude. Hinsichtlich der künftigen Wärmeversorgung schloss er sich der Einschätzung des Bürgermeisters an, noch eine Weile mit der Entscheidung zu warten.

Weiterhin empfehle die Feuerwehrunfallkasse, die angrenzende Straße „Am Friedhof“ zu verbreitern, sagte Bürgermeister Meyer. Damit soll ein sicherer Begegnungsverkehr gewährleistet werden. Geplant ist, von aktuell 3 Metern auf 5,1 Meter zu verbreitern.

Bei der Planung des Feuerwehrgebäudes handelt es sich um eine konventionelle Stahlhalle mit Satteldach. Das Gebäude wird über eine Fahrzeughalle mit 5 Stellplätzen, Technik- und Lagerräumen, über die erforderlichen Umkleiden und Sanitäranlagen, einen Schulungsraum sowie einen entsprechenden Besprechungsraum mit Küche verfügen. Zudem wird es oberhalb der Stahlbetondecke Möglichkeiten zur Erweiterung von Umkleiden oder ähnlichen Räumlichkeiten geben.

Feuerwehr residiert künftig zwischen der Brüterei und dem Friedhof in Rechterfeld

Im Juli hatte der Gemeinderat dem Neubau endgültig grünes Licht gegeben und den entsprechenden Bebauungsplan als Satzung beschlossen. Eine Änderung des Flächennutzungsplans sowie die Aufstellung eines Bebauungsplans waren notwendig, weil das 0,42 Hektar große Areal ursprünglich als Grünfläche ausgewiesen war. Die Feuerwehr residiert künftig zwischen der Brüterei und dem Friedhof in Rechterfeld. Der Standort ist nicht unumstritten. Anwohnerinnen und Anwohner der angrenzenden Wohnsiedlung befürchten eine Zunahme der (Lärm)-Immissionen.

Seit rund 10 Jahren beschäftigen sich die Feuerwehrkameradinnen und -kameraden in Rechterfeld mit der Frage, wie es mit dem Feuerwehrgebäude weitergehen soll. Denn: Die Wehr hat an ihrem jetzigen Standort an der Dorfstraße ein Platzproblem. Auch die Feuerwehrunfallkasse machte 2014 darauf aufmerksam, dass Sicherheits- und Hygienestandards so nicht mehr eingehalten werden können. Die Zufahrt ist zu eng, es gibt zu wenig Parkplätze, Duschmöglichkeiten sind auch nicht vorhanden. Im Juli 2021 sprachen sich die Gemeinderatsmitglieder schließlich dafür aus, dass die Rechterfelder Wehr ein neues Gebäude erhalten soll.

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