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Realschüler sammeln fast 5700 Euro für Kriegsgräberfürsorge

Seit Jahren sammeln Realschülerinnen und -schüler für den Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge. Wegen Corona stand die Aktion im Herbst fast vor der Absage, am Ende gab es ein tolles Ergebnis.

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Spendensammler: Lina Stein, Marie Elberfeld und Vanessa Witte (vorne, von links) hatten mit 913 Euro das beste Sammelergebnis. Realschulleiter Tim Schülke (links), Lehrerin Anja Lübbers (rechts) und Ortsgruppenvorsitzende Heidrun Hamjediers (Zweite von rechts) waren vom Sammelergebnis der 46 Schülerinnen und Schüler begeistert. Foto: Stix

Spendensammler: Lina Stein, Marie Elberfeld und Vanessa Witte (vorne, von links) hatten mit 913 Euro das beste Sammelergebnis. Realschulleiter Tim Schülke (links), Lehrerin Anja Lübbers (rechts) und Ortsgruppenvorsitzende Heidrun Hamjediers (Zweite von rechts) waren vom Sammelergebnis der 46 Schülerinnen und Schüler begeistert. Foto: Stix

Die beiden Weltkriege sind lange schon vorbei, die meisten Schülerinnen und Schüler kommen nur im Geschichtsunterricht mit den von Menschen gemachten Katastrophen in Kontakt. Doch auch das scheint seine Wirkung zu zeigen: 46 Schülerinnen und Schüler der Realschule Friesoythe hatten sich im Herbst vergangenen Jahres auf den Weg gemacht, um Spenden für den Volksbund zu sammeln. Das Ergebnis kann sich sehen lassen: Stolze 5691,78 Euro kamen durch das Engagement der Jugendlichen aus den Jahrgangsstufen acht bis zehn zusammen.

"Wir haben lange überlegt, ob wir es überhaupt machen sollen", erzählt Schulleiter Tim Schülke von seinen Gesprächen mit der betreuenden Lehrerin Anja Lübbers, die, wie in den vergangenen Jahren, die Sammlung letztlich organisierte. "Wer gibt schon während Corona Geld an der Haustür in eine Sammelbox?!" Am Ende habe der Wunsch einiger Schülerinnen und Schüler den Ausschlag gegeben, die Aktion erneut durchzuführen. "Ich bin echt froh, dass wir uns dafür entschieden haben", bekannte Schülke und lobte den Einsatz der Jugendlichen. "Ihr könnt echt stolz auf euch sein."

„Ihr habt mit eurem Engagement dazu beigetragen, dass diese Arbeit fortgesetzt werden kann.“Heidrun Hamjediers, Ortsgruppe Friesoythe

Mit dem Geld würden die Gräber gefallener Soldaten im Ausland erfasst, erhalten und gepflegt, erläuterte Heidrun Hamjediers, die Vorsitzende der Friesoyther Ortsgruppe des Volksbundes und Friesoythes Erste Stadträtin, bei ihrem Dankesbesuch in der Realschule. "Der Volksbund hatte es sich nach dem Ersten Weltkrieg zur Aufgabe gemacht, Gefallene zu finden und würdig zu bestatten", sagte sie. Das sei für die betroffenen Familien sehr wichtig gewesen, vor allem, als nach dem Zerfall der Sowjetunion 1991 in Russland noch viele Gräber gefunden wurden.

"Ihr habt mit eurem Engagement dazu beigetragen, dass diese Arbeit fortgesetzt werden kann", danke Hamjediers den Schülern. "Außerdem habt ihr durch die Sammlung das Thema bei den Menschen wieder ins Gedächtnis gerufen und sie daran erinnert, dass sowas nicht noch einmal passieren darf."

Die Schülerinnen und Schüler waren in über 20 Gruppen unterwegs, um für den Volksbund zu sammeln. Als Dank erhielten sie alle ein kleines Geschenk, eine Dankurkunde vom Landkreis wird noch folgen. Drei Schülerinnen hob Hamjediers besonders hervor. Lina Stein, Marie Elberfeld und Vanessa Witte hatten als Team 913,60 Euro gesammelt. Sie erhielten, wie auch vier weitere Teams mit guten Ergebnissen, Eintrittsgutscheine für das Aquaferrum.

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