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Ratte Siegfried sägt in die Brücke eine Lücke

Bakums traditioneller Bogenschützenverein und Gäste aus ganz Deutschland formieren sich am Samstag gegen listige Nager. Die 15 Ziele erweisen sich als durchaus anspruchsvoll.

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Besuch aus dem Sauerland: Schützinnen und Schützen des Bogensportvereins Sorpesee nahmen am Wettkampf teil. Foto: Rosenbaum

Besuch aus dem Sauerland: Schützinnen und Schützen des Bogensportvereins Sorpesee nahmen am Wettkampf teil. Foto: Rosenbaum

In Pastors Busch und im Bakumer Dorfpark, wo sonst das Volksfest und das Sommerfest gefeiert wird, fand am Wochenende ein großer Wettkampf der Bogenschützinnen und Bogenschützen statt. Die Traditionellen Bogenschützen Bakum hatten Bogenschützinnen und Bogenschützen aus ganz Deutschland zu einer Rattenjagd eingeladen.

In der Ausschreibung des Turniers hatten die Bakumer Bogenschützen ein dramatisches Szenario gezeichnet: „Unser schönes Dorf wird von einer Rattenplage heimgesucht. Überall in Pastors Busch und im Dorfpark haben sich die Biester eingenistet.“ Die Bakumer Bogenschützen riefen alle „fähigen“ Schützen um Hilfe, die Ratten mit Pfeil und Bogen zu bekämpfen. Diesem Aufruf folgten knapp 50 Schützinnen und Schützen. Einige waren bereits einen Tag vorher angereist und hatten in ihrem Wohnwagen oder Wohnmobil auf dem Gelände in Pastors Busch übernachtet.

Erstes großes Bogenschützenturnier in Bakum

Am Samstagvormittag (20. August) wurden die Schützinnen und Schützen vom Vorsitzenden der Traditionellen Bogenschützen Bakum, Matthias Schwanner, begrüßt. Es ist das erste große Bogenschützenturnier, das der Bakumer Verein in der eigenen Gemeinde veranstaltet. Schwanner betreibt aber diesen Sport schon seit mehr als 20 Jahren und war bereits auf vielen Turnieren in ganz Deutschland. Er kennt daher viele Schützinnen und Schützen schon seit vielen Jahren. Seinen eigenen Bogenschützenverein gründete Schwanner mit anderen Bogenschützen bereits im Jahr 2018. Das Rattenturnier musste wegen der Pandemie mehrmals verschoben werden.

Für das Turnier war das Gelände in Pastors Busch und im Dorfpark ideal geeignet. Die Ziele, meist Ratten und Gegenstände, waren von Matthias Schwanner aus Holz angefertigt und von seiner Frau Tina bemalt worden. Mit jedem der 15 Ziele wurde eine kleine Geschichte verbunden. Zum Beispiel hatte Karl, die Klo-Ratte, es sich auf dem Plumpsklo des Heimatvereins gemütlich gemacht. Sie musste „ausgeschaltet“ werden. Bei einem anderen Ziel sägte die Ratte Siegfried in eine Brücke eine Lücke. Und die dicke Ratte Werner und ihr Kollege kletterten auf eine Wippe, um den Schinken von Lehrer Göttke, dem Vorsitzenden des Bakumer Heimatvereins, von einem Ast aus zu ergattern.

Die 15 Ziele waren für die Teilnehmer durchaus anspruchsvoll

Auch den Tresor des Bürgermeisters hatten die Ratten im Busch zu verstecken versucht. Für das Treffen dieses Ziels gab es zur Belohnung Bonbons für jeden Treffer. Die 15 Ziele waren für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer durchaus anspruchsvoll und im Licht und Schattenspiel des Waldes nicht immer leicht zu erkennen und zu treffen. Der Wettkampf wurde in zwei Runden durchgeführt. In der ersten Runde hatten die Schützinnen und Schützen nur einen Schuss, bei der zweiten Runde drei Schüsse. Es gab für die Frauen und Männer jeweils eine eigene Starterklasse und für jede Bogenart eine eigene Wertung.

Bei diesem Turnier sollte es allerdings weniger um den Erfolg als um den Spaß gehen, erklärte Schwanner gleich zu Beginn des Wettkampfs. Und den hatten die Schützinnen und Schützen. Die Organisatoren erhielten bei der Siegerehrung viel Beifall von den Wettkampfteilnehmern. Es waren beim Bakumer Turnier Jugendliche, Frauen und Männer aus allen Altersgruppen dabei.

Bogensport begeistert immer mehr Menschen

Der Bogensport begeistert immer mehr Menschen und ist ein Sport für die ganze Familie und bis ins hohe Alter. Sogar 80 Jahre alte Menschen schießen noch mit dem Bogen, erklärte Tina Schwanner. Sie übt den Sport aus, weil er sie vom Alltagsstress befreit, die Technik der verschiedenen Bogenarten spannend sei und man viel in der Natur unternehme. Im Bakumer Bogenschützenverein sind knapp 50 Frauen und Männer aus ganz Südoldenburg Mitglied, nicht nur aus Bakum, sondern auch aus Steinfeld, Goldenstedt, Damme und Cloppenburg. Die Gemeinde Bakum hat den jungen Verein stark unterstützt. Neben dem Bauhof hat der Bogenschützenverein an der Sütholter Straße ein eigenes Gelände zur Verfügung.

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