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Rathaus-Neubau in Bakum schreitet voran

Bislang verlaufe alles planmäßig, heißt es vonseiten des Bürgermeisters. Auch die neue Kita nimmt langsam Gestalt an.

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Ansicht von der Kirchstraße aus: Die Gebäudeteile des neuen Rathauses, das neben und hinter dem alten entsteht, sind schon gut zu erkennen. Foto: C. Meyer

Ansicht von der Kirchstraße aus: Die Gebäudeteile des neuen Rathauses, das neben und hinter dem alten entsteht, sind schon gut zu erkennen. Foto: C. Meyer

Im vergangenen Jahr startete sowohl der Rathaus-Neubau in Bakum sowie der Bau der neuen Kindertagesstätte am Kapellenweg. Wie ist dort der Stand der Dinge? Ein Überblick:

Rathaus-Neubau:

 Kaum eine Baustelle in Bakum wird so kritisch von der Bevölkerung beäugt wie der Rathaus-Neubau, der im vergangenen Sommer begann. Wie Bürgermeister Tobias Averbeck in der jüngsten Gemeinderatssitzung wissen ließ, verläuft der Bau aber bislang planmäßig. Zuletzt nahm das Obergeschoss Form an. Aktuell ruht die Baustelle für diese Woche aber noch.

In diesem Monat findet zudem die Ausschreibung für die Zimmerer- und Dachdeckerarbeiten statt, sagte Averbeck. Auf Empfehlung des Architekturbüros finden diese Ausschreibungen vergleichsweise kurzfristig vor Beginn der Arbeiten statt, um „keine Langfristigkeiten zu erzeugen“, die zu höheren Preisen führten, so der Bürgermeister. Nach Vergabe dieses Gewerks könne er voraussichtlich im Frühjahr eine realistische Kostenprognose abgeben.

Ansicht von der Schulstraße aus: Hier war früher mal ein großer Parkplatz. Nun entsteht dort das neue Rathaus. Foto: C. MeyerAnsicht von der Schulstraße aus: Hier war früher mal ein großer Parkplatz. Nun entsteht dort das neue Rathaus. Foto: C. Meyer

Die Kostenfrage erhitzte zuletzt die Gemüter innerhalb der Politik während der Haushaltsdebatte. So forderte die Grünen-Fraktion eine aktualisierte Kostenschätzung vor Abstimmung über den Haushaltsplan. Die Grünen kritisieren die Preissteigerungen, obwohl man sich noch 2019 selbst Grenzen in Höhe von 5 Millionen beziehungsweise 6,5 Millionen Euro gesetzt habe. Aktuell stehen Investitionskosten in Höhe von rund 7,5 Millionen Euro im Raum. Nach Abzug der Fördermittel liegt die Kostenschätzung für den Rathaus-Neubau bei rund 6,3 Millionen Euro. Die Grünen befürchten weitere Preissteigerungen.

Zuvor ließ der Bürgermeister noch wissen, dass das Hauptdarlehen für den Neubau in Höhe von 5,2 Millionen Euro „glücklicherweise“ im Februar 2022 aufgenommen worden sei – zu „Vorkrisenkonditionen“, wie Averbeck sagte. Rechnungen in Höhe von 1,6 Millionen Euro seien bereits beglichen worden.

Bezugsfertig soll das neue Rathaus Ende 2023 sein. Die derzeitigen Büros der Verwaltungsmitarbeitenden bleiben aber bis zum fertigen Neubau, der hinter und um den Altbau entsteht, erhalten.

Kita am Kapellenweg:

Im Oktober startete der Bau der neuen Kindertagesstätte am Kapellenweg. Derzeit laufen die Rohbau-Arbeiten, sagte Tobias Averbeck während der jüngsten Ratssitzung. Der Bau verlaufe ebenfalls bislang planmäßig. Die „relevanten Ausschreibungen“ seien schon durchgeführt worden.

Die Rohbau-Arbeiten haben am Kapellenweg begonnen. Dort soll bis zum Start des neuen Kindergartenjahrs eine neue Krippe bezugsfertig sein. Foto: C. MeyerDie Rohbau-Arbeiten haben am Kapellenweg begonnen. Dort soll bis zum Start des neuen Kindergartenjahrs eine neue Krippe bezugsfertig sein. Foto: C. Meyer

Allerdings habe sich eine „deutliche Kostensteigerung“ ergeben, so der Bürgermeister. Aktuell werde mit Kosten in Höhe von „2,2 Millionen Euro plus X“ gerechnet. Und das für den Bau von zunächst zwei Krippengruppen. „Das ist Wahnsinn“, kommentierte Averbeck. Im Haushalt 2022 waren rund 1,4 Millionen Euro für den Krippenneubau eingeplant, im Haushalt 2023 nun rund 1,5 Millionen Euro.

Die Räumlichkeiten werden aber dringend benötigt. Denn in Bakum kann schon jetzt der Bedarf an Betreuungsplätzen kaum gedeckt werden. Deshalb wird zunächst der Bau der Krippengruppen in der neuen Kindertagesstätte am Kapellenweg angegangen. Da die drei vergangenen Geburtenjahrgänge so stark waren, ist in diesem Bereich der Bedarf am größten. Mit der Fertigstellung der zwei Gruppen mit bis zu 30 Betreuungsplätzen wird zum Beginn des kommenden Kindergartenjahres, also August 2023, gerechnet. Bis dahin muss mit einer Übergangslösung gearbeitet werden. So werden aktuell 13 Kinder im evangelische Gemeindesaal sowie angrenzenden Containern betreut, ließ Tobias Averbeck wissen.

Der Bau der Kindertagesstätte in evangelischer Trägerschaft erfolgt in zwei Abschnitten. Nach Abschluss der Arbeiten für den Krippenbereich beginnt der Bau des Gebäudeteils, in dem künftig bis zu 3 Regelgruppen, beziehungsweise bis zu 75 Kinder Platz finden sollen. Dies soll zum Start des Kindergartenjahrs 2024 abgeschlossen sein.

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