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Rathaus bekommt 2021 neue Glasfassaden

Energetisch sind die Glaselemente und die Heizzentrale des Dammer Rathauses nicht mehr auf dem Stand der Technik. Für die Sanierung gibt es Fördermittel.

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Zwei haben bald ausgedient: Im kommenden Jahr will die Stadt die beiden Glasfassaden an den Eingängen zum Rathaus erneuern lassen. Zudem soll die Treppenanlage an der Seite zur Mühlenstraße umgestaltet werden.  Foto: Lammert

Zwei haben bald ausgedient: Im kommenden Jahr will die Stadt die beiden Glasfassaden an den Eingängen zum Rathaus erneuern lassen. Zudem soll die Treppenanlage an der Seite zur Mühlenstraße umgestaltet werden.  Foto: Lammert

Wenn der Verwaltungsausschuss bei seiner Sitzung am Mittwoch zustimmt, wird die Stadt im kommenden Jahr die Glasfassaden der Eingangsbereiche an der West- und an der Ostseite des  Gebäudes neu gestalten und die Heizzentrale sanieren lassen. Die Mitglieder des Wirtschaftsförderungs-, Finanz- und Kulturausschusses hatten sich bei ihrer jüngsten Sitzung dafür ausgesprochen.

Das Ja des Verwaltungsausschusses vorausgesetzt, wird sich im dann dritten Nachtragshaushalt für 2020 eine Summe von 250.000 Euro für beide Vorhaben befinden, weil die Ausschreibung der Arbeiten sowie die Vergabe noch in diesem Jahr erfolgen soll.

Die restlichen Mittel wie auch ein Zuschuss über rund 300.000 Euro sollen im Haushaltsplan für das kommende Jahr verbucht sein. Es handelt sich um eine Förderung durch die Europäische Union unter Beteiligung des Landes Niedersachsen. Die förderfähigen Ausgaben der Stadt belaufen sich bei diesen Vorhaben nach Angaben des Kämmerers Werner Fischer auf rund 600.000 Euro.

Umgestaltung der Treppenanlage kostet 230.000 Euro

Zudem möchte die Stadt die Treppenanlage am Haupteingang an der Mühlenstraßenseite des Rathauses erneuern lassen. Die dafür veranschlagten Kosten betragen 230.000 Euro.

Die übrige Umgestaltung des Rathausvorplatzes solle zunächst kein Thema sein, hatte Werner Fischer den Ausschussmitgliedern vorgeschlagen.

Die Maßnahmen an der Fassade und an der Heizungsanlage erfolgen im Zuge der energetischen Sanierung des Rathausgebäudes. Die Glasfassade entspreche nicht mehr dem heutigen Standard. Die neue soll mit einem Wärmeschutz und einem automatisierten Beschattungssystem ausgestattet sein, sagte der Kämmerer.

Das soll zu hohe Temperaturen im Gebäudeinneren verhindern. Ferner fielen die Wärmebrücken weg, über die es im Winter zu Wärmeverlusten komme.

Neue Heinzungsanalge arbeitet mit CO₂-neutral erzeugtem Gas

Mit Blick auf die Heizungsanlage führte der Kämmerer aus, die neue solle aus einer Kombination von einer Wärmepumpe und einer Gas-Brennwerttechnik betrieben werden. Der Betrieb der Heizung werde mit CO₂-neutral erzeugtem Gas erfolgen. Das führe zu einer erheblichen Einsparung an CO₂.

Die Arbeiten werden voraussichtlich im Frühjahr 2021 beginnen. Dann drängt die Zeit. Wegen des Zuschusses muss das gesamte Vorhaben am 31. Dezember kommenden Jahres inklusive der Abrechnung abgeschlossen sein.

Noch nicht entschieden ist, wo das von Gerhard Arnold Otto Schmidt geschaffene Kunstwerk bleibt, das sich derzeit in der Glasfassade auf der Westseite befindet. In die neue Fassade lässt es sich nach Worten Werner Fischers nicht integrieren. Die Stadt habe darüber mit dem Kunst- und Kulturkreis als Eigentümer der Arbeit gesprochen. Dem Vernehmen nach sucht der Kunst- und Kulturkreis einen neuen Standort für das Glasbild.

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