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Rasta-Profi gibt Tipps unterm Basketball-Korb

Zu einer Trainingseinheit mit Emsteker Oberschülern ist Joel Aminu in die Sporthalle an der Ostlandstraße gekommen. Dabei erzählte er von seinem Werdegang und gab Autogramme.

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Angefeuert: Applaus gab es vom Profi für die Emsteker Schüler. Foto: Vorwerk

Angefeuert: Applaus gab es vom Profi für die Emsteker Schüler. Foto: Vorwerk

"Autogramme? Klar, kein Problem." Joel Aminu ist im wahrsten Sinn ein Basketball-Profi zum Anfassen. Für Fotos steht er bereit und seine Unterschrift ziert am Ende dieses Nachmittags in der Emsteker Sporthalle Shirts, Handyhüllen, Unterarme und Sportschuhe. "Der könnte ein wenig miefen", meint einer der Jugendlichen, als er ihm seinen Treter in die Hand drückt. "Da habe ich schon Schlimmeres erlebt", versichert ihm der Shooting Guard von Rasta Vechta. 

Eine lockere Trainingseinheit war der Autogrammstunde vorangegangen und dass der 25-Jährige nach Emstek gekommen war, hatte sich erst kurzfristig ergeben. "Ich hatte ihn vor ein paar Monaten schon einmal angeschrieben, doch da steckte das Team mitten in der Vorbereitung und für einen Unterrichtsbesuch war keine Zeit", erklärte Sportlehrer Julian Belke. Am Montag kam dann die Zusage und kurzfristig wurde das Interesse in den 8. bis 10. Klassen abgefragt. 13 Jungs hatten sich schlussendlich die Sportschuhe geschnürt, während die anderen Schulkameraden sich schon ins Wochenende verabschiedet hatten. 

Basis ist bei dem einen oder anderen Schüler vorhanden

"In den jüngeren Jahrgängen gibt es auch Mädchen in der AG", versichert Christian Wübben, der als weiterer Sportlehrer die Sonderschicht mitgemacht hatte. Bei den Älteren ist es eine Sache für die Jungs. Im Verein wirft keiner von ihnen Körbe, obwohl Joel Aminu durchaus eine gute Basis bei dem einen oder anderen Schüler ausmacht. "Ich bin selber erst recht spät, mit 13 Jahren, zum Basketball gekommen", hatte er den Schülern bei der Vorstellung gesagt. Es wäre also der rechte Zeitpunkt für den Nachwuchs, doch noch eine Karriere unter dem Korb zu starten.

Erinnerung: Einige Fotos mit Joel Aminu wurden im Anschluss gemacht. Foto: VorwerkErinnerung: Einige Fotos mit Joel Aminu wurden im Anschluss gemacht. Foto: Vorwerk

Aminu hatte zuvor lieber Fußball gespielt und erst als Teenager die Leidenschaft für Basketball entdeckt. "Wer das eine kann, der kann auch das andere", meint Christian Wübben. Zwar nicht zwingend auf professionellem Niveau, "aber es geht um Rhythmus, Ballgefühl und Koordination". All dies beherrscht Joel Aminu, der im Dezember vom Bundesligisten Brose Bamberg nach Vechta gewechselt ist. 

"Die Stimmung in Vechta ist außergewöhnlich."Joel Aminu

"Warum wechselt man ausgerechnet nach Vechta?", wollte Julian Belke, selber stets bei den Heimspielen als treuer Fan im Rasta-Dome zugegen, wissen. Regelmäßige Wechsel sind gar nicht so ungewöhnlich, meinte Aminu und was für ihn ein besonderer Reiz war: "Ich habe mit Hagen in den Playoffs in Vechta gespielt und die Stimmung war außergewöhnlich."

Gut gelaunt waren auch die Emsteker Schüler, die mit ihm und den Lehrern anschließend eine Trainingseinheit absolvierten. Dabei gegen den Profi einen Korb zu machen, war natürlich das Größte. Und auch die Spekulation darauf, dass die Autogramme irgendwann einmal gutes Geld bringen. "Die Schuhe werden noch richtig wertvoll, wenn Joel erst einmal in der NBA spielt", ist sich der Teenager Abu sicher. Joel Aminu wäre nicht der erste Rasta-Spieler, dem dies gelingt. Ishmail Wainright, in der Saison 2019/2020 in Vechta unter Vertrag, spielt heute für die Phoenix Suns in der Nordamerikanischen Basketball-Liga. 

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