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Rallye durch Nordeuropa: Cloppenburger erleben Eis- und Schneelandschaften

"Das kann man nicht in Worte fassen, es ist unbeschreiblich schön hier", sagen Martina Vossmann und Alex Budde. Die beiden Cloppenburger nehmen zurzeit am "Baltic Sea Circle" teil.

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Eis- und Schneelandschaft: Alex Budde und Martina Vossmann sind in Nord-Norwegen unterwegs. Foto: Budde

Eis- und Schneelandschaft: Alex Budde und Martina Vossmann sind in Nord-Norwegen unterwegs. Foto: Budde

Alex Budde und Martina Vossmann stehen mit ihrem Bulli an einem Hafen in Nordnorwegen. Das Thermometer zeigt rund 10 Grad unter dem Gefrierpunkt an. "Ich gehe mal eben schnell ins Auto, da ist es warm", erzählt der Cloppenburger im Gespräch mit OM-Online. Gemeinsam nehmen die beiden zurzeit am "Baltic Sea Circle" teil. 

Wie berichtet, haben sich die beiden am Samstag von Hamburg aus auf den Weg gemacht. "Wir sitzen rund 10 bis 12 Stunden täglich im Auto", erzählt Budde. Dies sei auch nötig, um die 8000 Kilometer in 16 Tagen zurücklegen zu können. Am Donnerstagabend waren 3500 Kilometer bereits geschafft, Die Höchstgeschwindigkeit liegt zwischen 80 und 100 Km/h. Dabei läuft der restaurierte T4-Bulli rund: "Ich musste nur einmal Reifen wechseln. Und das auch nur, weil wir Spikes aufgezogen haben, um auf den Eisstraßen fahren zu können".

Tagesetappen stehen jeweils im Roadbook

Nachdem am Freitagabend ein Treffen der Teilnehmer angesetzt war, geht es am Samstagvormittag zum Nordkapp. Ein Schneepflug fährt voran, damit die Fahrzeuge auch sicher dort ankommen. "Wir haben viele schöne Erlebnisse, das kann man nicht in Worte fassen", erklärt Vossmann. Dabei seien zu zweit nicht alle Aufgaben aus dem Roadbook zu schaffen. Wer alles erledigen möchte, muss teils größere Umwege und einen großen Zeitverlust oder viele Fahrerwechsel in Kauf nehmen. 

Foto: Budde
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Ein Navigationsgerät dürfen die Teilnehmer nicht benutzen, die Tagesetappen stehen jeweils im Roadbook. Hier werden auch kleine Zwischenstopps empfohlen, so wie zum Beispiel die Kulisse von Michel aus Lönneberga. Aber alles könne man sich gar nicht anschauen. Sie hätten schon deutsche Urlauber getroffen, die dort mehr Zeit eingeplant haben. "Wir sehen aber viel mehr in kurzer Zeit, ich mache die ganze Zeit Fotos. Das alles zu verarbeiten, ist schon Wahnsinn", so Vossmann. Sie hat unter anderem auch schon Elche vor die Linse bekommen.

Eis und Schnee sorgen für arktische Landschaften, bei den Bergen rundherum fühle man sich ganz klein. Für die nächsten Tage müsse man schauen, was noch auf sie zukommt. "Es kostet ein bisschen Zeit, sich im Bulli zu organisieren oder auch im Fahrzeug zu essen. Ohne Plan ist man hier schnell verloren", erzählen beide. Auch geschlafen wird größtenteils im Wagen, trotz Temperaturen bis zu minus 22 Grad. Die Standheizung hilft, so Budde mit einem Lachen. Und: "Wir haben gute Schlafsäcke".  

Kurz vor der Tour: Am Freitag geht es für Alex Budde und Martina Vossmann nach Hamburg, dort wird gestartet.   Foto: HermesKurz vor der Tour: Am Freitag geht es für Alex Budde und Martina Vossmann nach Hamburg, dort wird gestartet.  Foto: Hermes

Kontakt zu anderen Teilnehmern geknüpft

Hier und da gebe es auch Kontakt zu anderen Teilnehmern, man treffe sich immer mal wieder auf der Route. So haben Budde und Vossmann bereits mehrmals eine Gruppe aus Rostock kennengelernt, alles aber zufällig. Während des Gesprächs mit OM-Online am Donnerstagabend standen die beiden an einem Hafen in Nord-Norwegen, dort haben sich zwei weitere Gruppen für eine Übernachtung entschieden. In Estland ist zudem ein Tipi-Treffen aller Mitfahrer geplant.

Änderungen der Route sind aufgrund der russischen Invasion in die Ukraine noch nicht vorgesehen. Russland war bereits im Vorfeld ausgenommen worden. Die Rundreise führt weiterhin von Hamburg aus durch Dänemark, Schweden, Norwegen, Finnland, Estland, Lettland, Litauen und Polen. 

OM-hilft -  Helfen Sie mit! Das Oldenburger Münsterland hilft den Geflüchteten aus der Ukraine. Hilfsinitiativen, Wohlfahrtsorganisationen und viele mittelständische Unternehmen sind bereits dabei, die Hilfe vor Ort zu koordinieren. Und auch Sie können sich beteiligen. Wie und Wo? Das sagt Ihnen  die Webseite om- hilft.org

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