Das Nachrichtenportal vonMünsterländische Tageszeitung MT undOldenburgische Volkszeitung OV

Radsportler sammeln für krebskranke Kinder

Mit ihrer Spendentour unterstützen Bernd Eick und Jan-Frederic Buhr die Organisation "Flugkraft". Ab dem 10. August treten die beiden in die Pedale.

Artikel teilen:
Unterstützt krebskranke Kinder. Bernd Eick rührt auf seiner Deutschlandtour die Werbetrommel. Foto: Meyer

Unterstützt krebskranke Kinder. Bernd Eick rührt auf seiner Deutschlandtour die Werbetrommel. Foto: Meyer

Rund 1100 Kilometer sind es von Flensburg nach Garmisch-Partenkirchen. Der gebürtige Löninger Bernd Eick will die Strecke jetzt mit dem Rennrad zurücklegen und in dieser Zeit Geld für krebskranke Kinder sammeln. Am Dienstag in einer Woche geht es im hohen Norden los. Fünf Tage später soll das Ziel, die Olympiaschanze in Garmisch erreicht sein.

Allein macht sich der 40-Jährige nicht auf den Weg. Sein Lüneburger Freund Jan-Frederic Buhr schwingt sich ebenfalls in den Sattel. Eigentlich hatten beide am Radrennen „Raceacrossgermany“ teilnehmen wollen. „Die Kosten waren uns aber zu hoch, da kamen wir auf die Idee, eine eigene Spendentour zu organisieren“, sagt Eick. Gesagt getan. Während die beiden Sportler fünf Tage lang bei Wind und Wetter Richtung Alpen strampeln, fahren Bernds Freundin Teresa von Lehmden und ein befreundetes Pärchen mit dem Wohnmobil voraus und kümmern sich an den Zwischenzielen um die Versorgung. „Wir haben alles dabei, auch Ersatzräder“, berichtet Eick.

Wechsel vom Fußball zum Triathlon

Mit dem Rennrad trainiert der Polizeibeamte seit etwa neun Jahren. Damals suchte der lange beim VfL aktive Fußballer nach einer neuen sportlichen Herausforderung. Er fand sie im Triathlon.  Seinen ersten Wettkampf absolvierte Eick in Hamburg. Die Atmosphäre dort gefiel ihm. Er wollte weitermachen. Weil es in Löningen aber keine anderen Triathleten gab, schloss sich Eick dem Sportverein Blau Weiß Lohne an.  2019 dann der erste große Erfolg: Eick gewann den Berlin-City-Triathlon als Gesamtschnellster. Die Coronapandemie bremste ihn allerdings wieder aus. Wettkämpfe fanden lange Zeit nicht mehr statt. Was blieb war das Training. Und so setzte sich Eick ein neues Ziel.

Sein Durchhaltevermögen hat der Triathlet auch außerhalb des Sports bewiesen. Der gelernte Werkzeugmechaniker holte das Abitur nach und studierte anschließend Maschinenbau. Sein großer Traum war jedoch der Polizeidienst. „Ich wurde aber zunächst wegen einer Verletzung abgelehnt.“ Dann, kurz vor dem Studienabschluss, lag die Zusage in seinem Briefkasten. Eick griff zu. In der Polizeiinspektion Cloppenburg/Vechta hat er es mit schweren bis schwersten Delikten zu tun. Was er dabei zu sehen bekommt, versucht er auch mit Hilfe des Sports zu verarbeiten.

"Flugkraft" erfüllt Familien Wünsche

Zwischen 200 und 240 Kilometer wollen die beiden Freunde täglich zurücklegen. Die Tour führt sie auf relativ geradem Weg einmal durch die Republik. Eine Navigations-App hilft bei der Orientierung. Sie zeigt neben den Witterungsverhältnissen auch die jeweiligen Straßenverhältnisse an. Größere Städte meidet das Team weitgehend. Nur in München soll unbedingt ein Stopp gemacht werden. Gern würden Eick und Buhr ein gemeinsames Foto von sich in der Allianz-Arena schießen. Die Anfrage läuft noch.

Eunmal durch die Republik: Bernd Eick und Jan-Frederic Buhr (rechts) machen sich gemeinsam auf den Weg. Das Flugkraft-Banner nehmen sie mit. Foto: von LehmdenEunmal durch die Republik: Bernd Eick und Jan-Frederic Buhr (rechts) machen sich gemeinsam auf den Weg. Das Flugkraft-Banner nehmen sie mit. Foto: von Lehmden

Bei ihren Vorbereitungen stießen die Radsportler auf die gemeinnützige Organisation „Flugkraft“ aus Rhauderfehn. Sie setzt sich für Familien mit krebskranken Kindern ein, organisiert Fotoshootings, leistet handwerkliche Hilfe und erfüllt Wünsche aller Art. „Wir waren beeindruckt und wollten sie sofort unterstützen“, sagt Bernd Eick. Das Flugkraft-Banner wird die beiden auf ihrer Reise begleiten und auch abends vor dem Wohnmobil gehisst. Die beiden Hauptsponsoren ihrer Tour, ein Löninger Metallbauer und ein Fahrradhersteller aus Cloppenburg, spendeten bereits jeweils 1000 Euro. „Wir hoffen, dass sich viele anschließen“, sagt Eick (Stichwort: Rennradtour). Alle Infos gibt es unter flugkraft.de. Eine Spendenquittung kann angefordert werden.

Sie wollen nichts verpassen, worüber das Oldenburger Münsterland spricht? Dann abonnieren Sie jetzt unseren Newsletter „Moin, OM!“. Er fasst für Sie das Wichtigste für den Tag auf einen Blick zusammen – immer montags bis freitags zum Start in den Tag.  Hier geht es zur Anmeldung

Hier klicken und om-online zum Start-Bildschirm hinzufügen

Radsportler sammeln für krebskranke Kinder - OM online