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Projekt "AckerRacker": Kita-Kinder in Bunnen werden zu Garten-Experten

Der Kindergarten St. Michael Bunnen beteiligt sich als erste Einrichtung im Landkreis Cloppenburg am Projekt "AckerRacker". Dabei lernen die Kleinen nicht nur, wie man Kompost sammelt.

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Packen alle mit an: Für die Vorbereitung des Projekts sammeln Kinder und Eltern gemeinsam Laub ein, das später als Kompost auf den Beeten landet. Foto: Wienken

Packen alle mit an: Für die Vorbereitung des Projekts sammeln Kinder und Eltern gemeinsam Laub ein, das später als Kompost auf den Beeten landet. Foto: Wienken

Ab ins Beet: Der Kindergarten St. Michael Bunnen ist seit Kurzem Teil des Bildungsprojekts "AckerRacker", und damit die erste Einrichtung  überhaupt im Landkreis Cloppenburg, die sich daran beteiligt. "Wir wollen den Kindern das Gärtnern näherbringen, damit sie wissen, woher das viele Obst und Gemüse eigentlich kommt", sagt Kita-Leiterin Maria Övermeyer.

Im Rahmen des Projekts bekam die Einrichtung bereits Besuch von einer Referentin und Garten-Expertin, die in den Beeten hinter der Kita eine Bodenprobe genommen hatte. "Die hat ergeben, dass unsere Erde gut geeignet ist. Das ist wichtig, weil wir ohne weitere Hilfsmittel wie Düngemittel arbeiten", erklärt Maria Övermeyer. Außerdem hatte die Referentin der "AckerRacker" eine Ackerskizze erstellt, also einen Plan für die Anordnung der Beete. Daraus ergeben sich 14 einzelne Flächen, auf denen verschiedene Obst- und Gemüsepflanzen angebaut werden sollen.

Vom Kompostieren, Säen, Pflanzen bis hin zur Ernte sollen die Kinder bei allen Arbeitsschritten dabei sein und auch selbst Hand anlegen dürfen. Durch das Projekt wollen die Erzieherinnen des Bunner Kindergartens die Kleinen für die Themen Nachhaltigkeit und Regionalität sensibilisieren. "Dafür sammeln wir im ersten Schritt Laub zum Kompostieren. Das ist besonders wichtig, da wir ja ohne zusätzlichen Dünger arbeiten. Wir nutzen also nur natürliche Produkte“, betont Övermeyer.

Auf "Experimentierfläche" dürfen die Kinder eigene Pflanzen anbauen

Damit die Pflanzen gut wachsen und die Jungen und Mädchen am Ende Freude beim Ernten haben, sei es wichtig, die Pflanzen stimmig zusammenzustellen. Nicht alle Kombinationen kämen dafür infrage, erklärt Maria Övermeyer. Allerdings gibt es für die Kita-Kinder eine sogenannte "Experimentierfläche". Wenn die Kleinen eigene Samen von zu Hause mitbringen und einsäen wollen, haben sie in diesem Bereich die Möglichkeit dazu.

"Das Projekt ist aber nicht nur eine Bereicherung für die Kinder: In Fortbildungen wird uns Erzieherinnen gezeigt, was wir fürs Gärtnern wissen müssen", berichtet die Kita-Leiterin. Außerdem erhalte die Einrichtung kindgerechte Begleitmaterialien und viele Hilfestellungen auf der Online-Lernplattform des Projekts. So könnten die Kinder spielerisch und unmittelbar erfahren, woher Lebensmittel kommen und wie Natur funktioniert. Bei der Ernte können sie das Gemüse frisch vom Acker probieren oder es in der Kita-Küche verkochen.

Bundesweit beteiligen sich mehr als 250 Kitas am Projekt "AckerRacker"

Dank der Beteiligung von Unternehmen vor Ort sei es möglich geworden, an dem Projekt teilzunehmen. "Ich bin daher sehr dankbar für die Unterstützung – aber nicht nur auf finanzieller Ebene. Die Resonanz der Eltern war auch sehr groß und dass sie herkommen und mitanpacken zeigt, dass das Interesse an dem Projekt da ist. Das bestätigt uns in unserer Arbeit", findet Maria Övermeyer.

Das Projekt "AckerRacker" ist auf 4 Jahre angelegt. Die Teilnehmer können bis zu 25 Gemüsearten im eigenen Garten anbauen. Das Team von Acker e.V. unterstützt die Kitas beim Aufbau und der nachhaltigen Entwicklung des Ackers. Bundesweit haben schon mehr als 250 Kitas "mitgeackert". "Ich hoffe, dass wir im Oktober eine zufriedenstellende Ernte haben werden, auch wenn uns die Projektreferentin gesagt hat, dass die erste Ernte in der Regel wohl nicht so groß ausfallen wird, aber wir lassen uns überraschen", sagt Övermeyer.

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