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Preisschock in Garrel: Gemeinde muss in 2023 mehr als eine halbe Million Euro für Strom und Gas zahlen

Ein Zuckerschlecken wird die kommende Zeit für Garrel nicht. Die Neuvergabe der Strom- und Gaslieferverträge wird nicht spaßig, es entstehen Mehrkosten von mehr als einer halben Million Euro.

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Mehr als eine halbe Millionen Euro an Mehrkosten kommen auf die Gemeinde Garrel durch die steigenden Strom-, und Gaspreise zu.  Foto: Vorwerk

Mehr als eine halbe Millionen Euro an Mehrkosten kommen auf die Gemeinde Garrel durch die steigenden Strom-, und Gaspreise zu.  Foto: Vorwerk

Die steigenden Strom-, und Gaspreise machen auch vor der Gemeinde Garrel nicht halt. Sie rechnet allein im kommenden Jahr mit Mehrkosten von mehr als einer halben Million Euro. 

Im Rathaus ist es maximal 19 Grad warm, die Temperatur im Hallenbad wurde um 2 Grad gesenkt, auch Optimierungsmöglichkeiten bei der Straßenbeleuchtung werden berücksichtigt (wir berichteten): Diese Maßnahmen zum Energiesparen hat die Gemeinde Garrel bereits ergriffen, erklärte Bürgermeister Thomas Höffmann jetzt bei der Sitzung des Umwelt-, Wirtschafts-, und Digitalisierungsausschusses.

Mehrkosten allein bei Strom liegen bei 129.650 Euro

Insgesamt bilanzierte Bauamtsleiter Ewald Bley: „Wir haben aktuell Strombruttokosten in all unseren Liegenschaften, die Kläranlage nicht mit eingerechnet, für das Jahr 2022 von 151.595 Euro. Nächstes Jahr werden diese, bei einem unverändert angenommenen Verbrauch von derzeit 665.329 Kilowattstunden pro Jahr, 230.869 Euro betragen.“ Die Mehrkosten liegen hier also bei knapp 80.000 Euro.

Hinzu kommen Mehrkosten durch die Straßenbeleuchtung. Hier liegt der jährliche Verbrauch bei 191.627 Kilowattstunden, nimmt man diese Zahl als Berechnungsrundlage für 2023, fallen Mehrkosten in Höhe von 34.000 Euro an. Bei der Bushaltestellenbeleuchtung (Verbrauch: 3.474 Kilowattstunden) sind es immerhin nur 150 Euro und bei den Pumpwerken (Verbrauch: 97.559 Kilowattstunden) fallen noch mal 15.500 Euro an. Macht zusammen: 129.650 Euro, die die Gemeinde zusätzlich ab Januar 2023 an Stromkosten zahlen muss. 

Gaskosten steigen von 161.014 Euro auf 644.056 Euro

Beim Gas nehmen die Zahlen noch einmal ganz andere Dimensionen an. Hier liegt der jährliche Verbrauch bei 4.010.317 Kilowattstunden, die Kläranlage findet bei dieser Rechnung erneut keine Berücksichtigung. In 2022 zahlt die Gemeinde 161.014 Euro für Gas, für das kommende Jahr rechnet sie mit 644.056 Euro. Das sind Mehrkosten in Höhe von 483.042 Euro. Wenn man die Summen für Gas und Strom zusammenrechnet, landet man bei einer Mehrbelastung von 612.692 Euro.

Trotz der enormen Preissteigerung will die Gemeinde Garrel an der Weihnachtsbeleuchtung festhalten. "Wir haben etwa 130 Weihnachtssterne, jeder Stern hat 14 LED-Leuchtmittel, jedes davon verbraucht 0,7 Kilowattstunden. Das sind insgesamt 2800 Kilowattstunden, umgerechnet fallen uns dadurch Kosten in Höhe von 280 Euro an", rechnete Bley vor. Unter diesen Umständen plädierte Martin Backhaus (CDU), die Weihnachtsbeleuchtung nicht zu streichen. "Es geht um die besondere Atmosphäre in dieser Zeit, auch für die Kinder", sagte er. Dem stimmte auch Bürgermeister Thomas Höffmann zu. Allerdings sah Backhaus für den Dorfpark noch Einsparpotenzial: "Die Springbrunnen müssen aktuell nicht beleuchtet werden", fand er. Das stehe schon auf der To-do-Liste, so Höffmann. 

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