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Post eröffnet neue Vördener Filiale im Geschäft Niepel

Die Befürchtungen vieler Bürger, die Post könnte sich endgültig aus ihrem Ort verabschiedet haben, bewahrheiten sich nicht. Am 1. März ist das Unternehmen wieder vor Ort vertreten.

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Suche erfolgreich beendet: Die Deutsche Post wird ihre neue Vördener Filiale am 1. März im Geschäft Niepel an der Osnabrücker Straße eröffnen. Foto: Lammert

Suche erfolgreich beendet: Die Deutsche Post wird ihre neue Vördener Filiale am 1. März im Geschäft Niepel an der Osnabrücker Straße eröffnen. Foto: Lammert

Das Suchen der Deutschen Post nach neuen Räumen für eine neue Filiale in Vörden ist beendet. Am 1. März wird sie diese Filiale im Geschäft Niepel an der Osnabrücker Straße eröffnen. Damit endet eine mehrmonatige Abstinenz der Post im Ort, die mit der Schließung der Filiale in den Räumen des Backshops Rothert zum 1. November vergangenen Jahres begonnen hatte.

Frank Niepel sprach von länger andauernden Verhandlungen mit der Post. Gründe, warum sich die Einigung hinauszögerte, nannte er nicht. Er wird den Postbereich neben dem Lottotresen aufbauen. Die Post wird eine Fläche von etwa 4 Quadratmetern in Anspruch nehmen.

Dienstleistungen drehen sich um Briefe, Pakete und Briefmarken

Die Familie Niepel wird ausschließlich Postdienstleistungen rund um die Bereiche Briefe, Briefmarken und Pakete anbieten. Postbankangebote seien derzeit nicht vorgesehen, sagte Frank Niepel. Es sei offen, ob sie irgendwann dazukommen.

Hinsichtlich der Öffnung der Postfiliale haben sich die Niepels und die Post auf folgende Zeiten geeinigt: montags, dienstags, donnerstags und freitags jeweils in der Zeit von 9 bis 12.30 und 14.30 bis 18 Uhr, mittwochs von von 9 bis 14.30 Uhr. Zudem ist die Postfiliale an den Samstagen von 9 bis 13 Uhr geöffnet.

Ratsmitglieder beteiligten sich an Suche nach neuem Standort

Als die Post vor einigen Monaten die Schließung ihrer Filiale im Backshop Rothert mitgeteilt hatte, war in der Vördener Bevölkerung die Befürchtung aufgekommen, dass es im Ort nie wieder eine solche Filiale geben wird. Allerdings hatte damals eine Pressesprecherin der Post versichert, die Suche nach neuen Räumen liefe. Eingeschaltet waren auch die Gemeinde und Ratsmitglieder.

Dass die Suche zu einem Ergebnis geführt hat, nahm der CDU-Fraktionsvorsitzende im Gemeinderat, Karlheinz Rohe, mit großer Freude auf. "Ich finde es toll für Vörden, dass die Familie Niepel bereit ist, die Poststelle zu übernehmen", sagte der Christdemokrat.

Politiker loben Familie Niepel für Vertrag mit der Post

Dem pflichtete auch der stellvertretende Bürgermeister Hermann Schütte von der SPD und selbst Vördener bei: "Wir können nur von Glück sprechen, dass sich Familie Niepel der Örtlichkeit so sehr verbunden fühlt und der Einrichtung einer Service-Filiale in ihrem Geschäft an der Osnabrücker Straße zugestimmt hat." Er verwies auch darauf, dass die Deutsche Post eine Versorgungspflicht habe.

Karlheinz Rohe sagte, es sei für die Vördener ganz wichtig, dass sie wesentliche Postangelegenheiten demnächst wieder im Ort regeln könnten und nicht mehr zu Postfilialen in der Umgebung fahren müssten. Da komme dann noch hinzu, dass die Poststelle in Neuenkirchen sehr häufig geschlossen sei. Es wäre eine gute Sache, wenn die Postfiliale im Geschäft Niepel eine langfristige Sache wäre.

Bürger nahmen Politiker in die Pflicht

Viele Bürger hätten die SPD/FDP-Ratsfraktion nach dem Bekanntwerden der Schließung der Postfiliale im Backshop Rothert angesprochen und aufgefordert, der Suche Nachdruck zu verleihen, erklärte Hermann Schütte. So habe die Fraktion ebenso wie Bürgermeister Ansgar Brockmann und dessen allgemeiner Vertreter Jürgen Rolfsen in intensivem Kontakt mit der Post gestanden.

Dabei habe die Fraktion eine Erfahrung gemacht: Die Schließung einer Postfiliale gehe schneller vonstatten als dass eine neue Filiale eingerichtet werde. Es sei erstaunlich, wie viele Stellen bei der Post angesprochen werden mussten, um eine Lösung zu finden.

Post schweigt über Vertragsinhalte

Eine Pressesprecherin der Post wollte keine Details zum Inhalt des Vertrages nennen, den die Post mit Familie Niepel abgeschlossen hat. Fakt ist aber, dass die Niepels den derzeit noch von ihnen betriebenen GLS-Paketshop aufgeben werden. Das teilte Frank Niepel mit.

Unterdessen hieß es von der Post mit Blick auf ihre Filiale in Neuenkirchen, die die Post selbst und nicht als Partnerfiliale betreibt, das Unternehmen sei weiter auf der Suche nach einem Geschäft, in dem es die Filiale neu eröffnen kann.

Post verfolgt auch in Neuenkirchen weiter Partnerkonzept

Denn grundsätzlich setze die Post seit mehr als 25 Jahren auf das sogenannte Partnerkonzept. Ein Grund dafür seien deutlich längere Öffnungszeiten, die die Post in einer eigen betriebenen Filiale aus wirtschaftlichen Gründen nicht anbieten könne. Die Aussage Hermann Schüttes, in Neuenkirchen werde es in Kürze eine erweiterte Serviceleistung der Post geben, wollte die Pressesprecherin allerdings nicht bestätigen.

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