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Portal "OM hilft" koordiniert Hilfsangebote

Der Lohner Jugendpfleger Paul Sandmann berichtet über einige Aktionen – und appelliert an Vereine, Institutionen und Verbände, sich zu beteiligen. Auch Kommunen sollen sich engagieren, fordert er.

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Dank der Unterstützung durch "OM hilft" war es möglich, dass der Jugendtreff Lohne einen Fahrradanhänger für eine geflüchtete Familie aus der Ukraine besorgen konnte. Foto: Jugendtreff

Dank der Unterstützung durch "OM hilft" war es möglich, dass der Jugendtreff Lohne einen Fahrradanhänger für eine geflüchtete Familie aus der Ukraine besorgen konnte. Foto: Jugendtreff

Am Freitag waren es 100 Tage, die seit dem Beginn des Ukrainekrieges vergangen sind. Die Empathie mit den Ukrainern, die brutal von Putins Russland überfallen wurden, ist auch im Oldenburger Münsterland groß. Ausdruck dieser Solidarität ist die Initiative "OM hilft", die die Koordination der vielen Hilfsangebote auf der Plattform www.om-hilft.org vereinfacht.

Träger von "OM hilft" sind die beteiligten sozialen Verbände, Vereine und Gruppen unter Federführung des Caritas-Sozialwerkes mit der OM-Mediengruppe als starkem Partner. Sie haben zur Bündelung der Kräfte und zur Koordination der verschiedenen Bedarfe und Angebote das Portal gegründet.

Seit Kurzem gibt es einen neuen Flyer, der über das Netzwerk zur Unterstützung von Menschen in Not aufklärt. Dieser ist sowohl in deutscher als auch in ukrainischer Sprache verfügbar. Außerdem ist er mit einem QR-Code versehen, was die Erreichbarkeit der Internetseite nochmals erhöht.

Appell an Vereine zur Teilnahme an "OM hilft"

Der Jugendtreff Lohne gehört zu den Kooperationspartnern des zentralen Marktplatzes für Geld-, Sach- und Zeitspenden von Menschen aus dem Oldenburger Münsterland an ukrainische Kriegsflüchtlinge in der Region. Jugendpfleger Paul Sandmann berichtet, dass viele Menschen aktiv seien und den Ankommenden zugewandt.

Er wünscht sich laut eigener Aussage, dass sich noch mehr Vereine, Institutionen und Verbände unter dem gemeinsamen Dach von "OM hilft" versammeln. Seines Erachtens müssten auch die Kommunen ihre Kooperation zusichern – "als starkes Zeichen dafür, dass das Oldenburger Münsterland zusammensteht", sagt Sandmann.

Kauf von Translator-Geräten und Schultaschen-Aktion

Sandmann berichtet, dass die Fahrradwerkstatt des Jugendtreffs seit Beginn des Kriegstreibens mehr als 100 alte Fahrräder aufbereitet und an Ukraineflüchtlinge abgegeben hat. Derzeit stocke der Nachschub an ausrangierten Rädern. "Wir haben aber auch schon einen Großteil der Schutzsuchenden versorgt", sagt der 65-Jährige.

Über "OM hilft" wurden vom Jugendtreff auch sogenannte Translator gekauft. Dabei handelt es sich um einfach zu bedienende Geräte, die die Verständigung erleichtern. Acht dieser Translator sind an den Lohner Grundschulen im Einsatz. Einige wenige Geräte habe der Jugendtreff noch im Bestand, teilt der Lohner Jugendpfleger mit.

Auf Initiative und in Kooperation mit der Grundschule Brockdorf hatte der Jugendtreff außerdem in den vergangenen Wochen eine Schultaschen-Aktion gestartet. Auf diesem Wege seien knapp 70 Schultaschen – bestückt mit allen notwendigen Materialien – im Oldenburger Münsterland verteilt worden. "Das hat schon einiges an Spendengeldern gekostet."

Doch am Geld sollte es nicht scheitern. Dafür sorgt ein Hilfsfonds beim Landes-Caritasverband, für den allein die Firmen Grimme Landmaschinenfabrik (Damme), Wernsing (Essen-Addrup), Big Dutchman (Vechta), Pöppelmann (Lohne) sowie die PHW-Gruppe (Visbek-Rechterfeld) zusammen 250.000 Euro gespendet hatten. Sandmann sagt: "Wenn ich als ‚OM hilft‘-Partner eine größere Aktion plane, kann ich auf diesem Weg unbürokratisch finanzielle Unterstützung erhalten." Auch dies ist für ihn ein Grund, weshalb die Städte und Gemeinden sich der Initiative "OM hilft" anschließen sollten. "Dies erweitert den Handlungsspielraum für die Sozial- und Integrationsarbeit."

OM-hilft -  Helfen Sie mit! Das Oldenburger Münsterland hilft den Geflüchteten aus der Ukraine. Hilfsinitiativen, Wohlfahrtsorganisationen und viele mittelständische Unternehmen sind bereits dabei, die Hilfe vor Ort zu koordinieren. Und auch Sie können sich beteiligen. Wie und Wo? Das sagt Ihnen  die Webseite om- hilft.org

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