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Polizei will Autoposer-Szene weiter im Auge behalten

Bei einer landesweiten Polizei-Aktion sind am vergangenen Wochenende gezielt getunte Fahrzeuge und deren Insassen kontrolliert worden – auch im Oldenburger Münsterland.

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Symbolfoto: dpa

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Die Beamten der Polizeiinspektion Cloppenburg/Vechta haben am vergangenen Wochenende 41 Fahrzeuge und deren Insassen kontrolliert. Diese Aktion hat unter der Federführung des Landeskriminalamtes stattgefunden. Die Maßnahme sollte sich gezielt gegen die sogenannte Autoposer-Szene richten. Die Beamten der Polizei Cloppenburg/Vechta haben am Montag eine Bilanz gezogen. 

Demnach hätten die Beamten in 14 Fällen einen Bezug zur Autoposer-Szene herstellen können. Bei 3 Fahrzeugen sei die Betriebserlaubnis wegen baulicher Veränderungen erloschen, in 2 Fällen war der TÜV abgelaufen. Hochmotorisierte Autos und Fahrer, die sich grob verkehrswidrig verhalten, seien zwischen Freitag- und Sonntagabend aber nicht aufgefallen, berichtet Polizeisprecherin Simone Buse. Lediglich ein Autofahrer habe unter dem Einfluss von Alkohol gestanden.

Mehrere Messer und Schreckschusspistole beschlagnahmt

Proka nennt sich die landesweite Kontrollaktion - und steht für "Proaktive Kontrollaktion Autoposer". Dabei geht es nicht nur um die Verkehrstauglichkeit von getunten Fahrzeugen, sondern auch um präventive Maßnahmen gegen Straftaten. "Die Kontrollen richteten sich gegen Akteure aus dem kriminellen Milieu oder kriminellen Clanstrukturen, die sich nach Feststellungen der Polizei häufig in der Autoposer-Szene bewegen", berichtet Antje Heilmann, Sprecherin des Landeskriminalamtes in Hannover. 

Niedersachsenweit hätten sich 450 Beamte an der Aktion beteiligt – über 1300 Personen seien kontrolliert worden, dabei seien 31 Straf- und 129 Verkehrsordnungswidrigkeitverfahren eingeleitet worden. Bei den Kontrollen sind laut Auskunft des Landeskriminalamtes auch "mehrere Messer, eine Schreckschusspistole und geringe Mengen Drogen" beschlagnahmt worden. "Die Bekämpfung krimineller Clanstrukturen stellt die niedersächsische Polizei und Justiz weiterhin vor große Herausforderungen und ist Bestandteil einer landesweiten Schwerpunktsetzung", erklärt LKA-Sprecherin Antje Heilmann am Montag.

Autoposer sind auch in Vechta und Cloppenburg ein Problem geworden

Die Autoposer-Szene sei längst nicht mehr nur ein Problem in Großstädten, sondern auch "im ländlichen Raum vermehrt zu beobachten". Ein Problem, über das OM Online auch bereits in der Vechtaer Innenstadt und auch am Cloppenburger ZOB berichtet hat. Anwohner sind genervt darüber, dass die Autofahrer "sich grob verkehrswidrig und vorsätzlich über alle Regeln hinwegsetzen und mit hochmotorisierten Autos den Straßenverkehr als ihre Bühne nutzen", weiß Heilmann zu berichten. Dieses Phänomen müsse "durch konsequente Kontrolle und Ahndung der zuständigen Behörden bis hin zur Einschränkung der Mobilität verfolgt werden."

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