Das Nachrichtenportal vonMünsterländische Tageszeitung MT undOldenburgische Volkszeitung OV

Polizei warnt: Hinter dem Inkassobüro stecken Betrüger

Die vermeintlichen Mahnschreiben sind offenbar vermehrt im Oldenburger Münsterland verschickt worden. Die Polizei warnt nun davor, die geforderten Beträge zu zahlen.

Artikel teilen:
Polizeiinspektion Cloppenburg/Vechta

Polizeiinspektion Cloppenburg/Vechta

Die Polizeiinspektion Cloppenburg/Vechta warnt vor Mahnschreiben eines angeblichen Inkassobüros - nach bisherigen Erkenntnissen sind diese Briefe gefälscht. Wie Polizeisprecherin Uta-Masami Bley am Freitag berichtet, werden die Briefe aktuell in den beiden Landkreisen Cloppenburg und Vechta verschickt - und sie rät zu besonderer Vorsicht. 

Bley berichtet am Freitag von einem konkreten Fall in Cloppenburg. Vor gut einer Woche habe eine 60-Jährige ein solches Mahnschreiben bekommen. Schon in den Wochen zuvor habe immer wieder das Telefon geklingelt - in der Leitung meldete sich ein Mitarbeiter eines Inkassobüros, das Zahlungsansprüche geltend machen wollte.

60-Jährige sollte Geld in die Slowakei überweisen

Nun erhielt sie per Post des angeblichen Inkassobüros mit Sitz in Köln die Aufforderung, 268,46 Euro zu bezahlen. Beigelegt war ein Überweisungsträger. Das darauf vermerkte Konto liegt allerdings in der Slowakei - zu erkennen am Ländercode "SK" der IBAN-Nummer.

Die 60-Jährige und ihr Ehemann hätten sich weder von den Anrufen noch von dem Schreiben in die Irre führen lassen. Das Ehepaar habe nun Anzeige erstattet. Wie die Polizeisprecherin berichtet, sind weitere Fälle bereits bekannt. Demnach kursieren identische Briefe oder in etwas abgewandelter Form.

Folgende Verhaltenstipps gibt die Polizei:

  • Stellen Sie sich bei einem Erhalt eines verdächtigen Mahnschreibens folgende Fragen:Habe ich eine entsprechende Dienstleistung in Anspruch genommen oder etwas bestellt?
  • Gibt es das Inkassobüro und sind die Daten korrekt? Prüfen Sie dies zum Beispiel im Internet unter der Adresse www.rechtsdienstleistungsregister.de. Halten Sie gegebenenfalls Rücksprache mit dem Unternehmen.
  • Gibt es den angeblichen Gläubiger? Halten Sie auch hier gegebenenfalls Rücksprache.
  • Seien Sie besonders misstrauisch, eine ausländische Bankverbindung/IBAN-Nummer angegeben wird. Deutsche Bankkonten haben den Ländercode "DE".
  • Misstrauen ist auch angebracht, wenn Ihnen gedroht oder in unseriöser Weise Druck ausgeübt wird.
  • Besondere Vorsicht gilt auch bei E-Mails: Hier sollten Sie sich zusätzlich vor darin enthaltenen Links oder Downloads sowie Anhängen in Acht nehmen.

Wer bereits auf die Mahnschreiben reagiert und Geld überwiesen hat, sollte bei der Polizei Anzeige erstatten. Der Polizei sollte das Mahnschreiben als Beweismittel zur Verfügung gestellt werden.

Jetzt neu! Moin Friesoythe! Der wöchentliche Newsletter für die Eisenstadt mit aktuellen News und Informationen. So verpassen Sie nichts mehr. Jeden Donnerstag in Ihrem Postfach. Jetzt hier anmelden.  

Hier klicken und om-online zum Start-Bildschirm hinzufügen

Polizei warnt: Hinter dem Inkassobüro stecken Betrüger - OM online