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Polizei gibt Tipps: Wie können Nachbarn sich gegenseitig vor Einbrüchen schützen?

Die Polizeiinspektion Cloppenburg/Vechta bietet nun Vor-Ort-Gespräche unter anderem zum Thema Einbrüche an. Um sie zu verhindern, sollen Nachbarn zusammenarbeiten, empfiehlt die Polizei.

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Zahlen wieder leicht gestiegen: Laut Polizei gab es im vergangenen Jahr im Landkreis Cloppenburg 41 "vollendete" Einbrüche. Foto: dpa

Zahlen wieder leicht gestiegen: Laut Polizei gab es im vergangenen Jahr im Landkreis Cloppenburg 41 "vollendete" Einbrüche. Foto: dpa

Einen neuen Service zum Thema Schutz für Einbrüche bietet die Polizeiinspektion Cloppenburg/Vechta an. Interessierte Bürgerinnen und Bürger können sich von nun an von dem Beauftragten für Kriminalprävention, Andreas Bonk, beraten lassen, teilt die Polizeiinspektion in einer Pressemitteilung mit. So besteht zum Beispiel die Möglichkeit, sich von dem Einbruchsexperten gemeinsam mit der Nachbarschaft oder dem Freundeskreis in den eigenen vier Wänden Tipps geben zu lassen. Die Vorträge sind kostenfrei.

Bonk referiert und beantwortet Fragen zu "Präventionsthemen". Dazu gehören zum Beispiel der Einbruchsschutz, Gefahren an der Haustür, Internetkriminalität, Betrügereien am Telefon wie etwa Enkeltrick, falsche Polizeibeamte und Whatsapp-Betrüger. In einem Vorabgespräch mit Andreas Bonk können die Themen besprochen werden. Gemeinsam könne so ein zugeschnittenes Programm erarbeitet werden, schreibt die Polizei.

Polizei: Besonders auf ältere Nachbarn achten

Einbrüche sind auch im Landkreis Cloppenburg nach wie vor ein Problem. Im vergangenen Jahr zählte die Polizei 77 Einbrüche im Kreis, wovon 36 lediglich versuchte Einbrüche waren. Zuletzt verschafften sich Einbrecher zum Beispiel gewaltsam Zutritt in ein Einfamilienhaus im Eisvogelweg in Cloppenburg. Die Straße liegt nicht etwa abgelegen, sondern befindet sich in einer Einfamilienhaussiedlung. Um solche Einbrüche zu verhindern, sei es wichtig, dass die Nachbarn gegenseitig aufeinander Acht geben, teilt die Polizeiliche Kriminalprävention der Länder und des Bundes mit. Insbesondere auf ältere Menschen in der Nachbarschaften sollten Anwohner achten, da sie besonders häufig von Betrügereien und Einbrüchen betroffen sind.

Er gibt besorgten Einwohnern Tipps: Andreas Bonk, Beauftragter für Kriminalprävention. Foto: PolizeiEr gibt besorgten Einwohnern Tipps: Andreas Bonk, Beauftragter für Kriminalprävention. Foto: Polizei

Um dem Thema mehr Raum in der Öffentlichkeit zu geben, hatte die Polizeiliche Kriminalprävention der Länder und des Bundes bereits 2012 die Initiative "K-Einbruch" gegründet. Ziel ist es, die Bevölkerung für einen eigenverantwortlichen, effektiven Einbruchschutz zu sensibilisieren. "Auch ein gutes nachbarschaftliches Verhältnis, bei dem miteinander vereinbart wird, gegenseitig ein Auge auf die Wohnung oder das Haus nebenan zu haben, schützt vor Einbrechern“, sagt Dr. Stefanie Hinz, Vorsitzende der Polizeilichen Kriminalprävention der Länder und des Bundes in einer Pressemitteilung. "Wichtig sind vorherige Absprachen und Vereinbarungen in der Nachbarschaft, sodass sich niemand gestört fühlt oder seine Privatsphäre verletzt sieht", so Hinz weiter.

Nachbarn sollten Briefkästen leeren und Kontrollgänge machen

Die Polizei empfiehlt zum Beispiel, untereinander Rufnummern, telefonische Erreichbarkeiten, Autokennzeichen und auch Anschriften auszutauschen, falls man eine längere Zeit nicht zu Hause sein sollte. Zudem sei es sinnvoll, zuvor mündlich oder schriftlich mit Nachbarn zu vereinbaren, dass sie etwa während des Urlaubs bestimmte Aufgaben übernehmen. Dazu gehören zum Beispiel Wohnungen betreuen, Briefkästen leeren und Kontrollgänge organisieren.

Nimmt man Verdächtiges in der Nachbarschaft wahr, zum Beispiel langsam fahrende Autos mit auswärtigem Kennzeichen oder Fremde, die bei mehreren Häusern klingeln, sollte dies der Polizei gemeldet werden. Nach dem Motto: "Besser einmal zu viel, als einmal zu wenig". 

  • Info: Möchten Sie sich von der Polizei Cloppenburg/Vechta beraten lassen, können Sie sich bei dem Beauftragten für Kriminalprävention (Andreas Bonk) unter der Telefonnummer 04471/1860-108 oder unter bfk@pi-clp.polizei.niedersachsen.de melden.

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